Kinderhilfe Passo Fundo e.V. - Patenschaften in Brasilien


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Lassen Sie uns bitte wissen, ob Sie &; einmalig/monatlich unsere Projekte unterstützen wollen, &; einen Betreuungsplatz ohne persönlichen Kontakt mit dem Kind zur Verfügung stellen wollen, &; eine persönliche Patenschaft mit einem Kind übernehmen wollen, und ob Sie &; eine Spendenquittung zur Vorlage beim Finanzamt wünschen. Die Anmeldung zu einer Patenschaft incl. Einzugsermächtigungkönnen Sie im pdf-Format oder als Winword-Dokument ausdrucken. Anmeldung im pdf-Format Anmeldung im doc-Format




Brasilianischer Bischof besucht Schule

Osvino Both in der August-Everding-Realschule

NEWS1. Juli 2005

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Brasilianischer Bischof besucht Schule

Osvino Both in der August-Everding-Realschule

NEWS1. Juli 2005

Kinderhilfe ist Hilfe für die GesellschaftSchüler der August-Everding-Realschule hatten Bischof Both aus Brasilien zu Gast.Beeindruckt waren die Schüler der August-Everding-Real schule von seinem Besuch: Der brasilianische Bischof Dom Osvino Both war bei ihnen zu Gast und erwies sich als ein Fußballkenner. Doch das Fachgespräch um Pele und Ronaldinho, die aus brasilianischen Armenvierteln stammen, war nicht der Grund für seine Visite. Die Realschüler und den Bischof aus dem Süden des großen lateinamerikanischen Landes verbindet das Engage ment für die armen Kinder in seinem Bistum Passo Fundo. Mit Solidaritätsaktionen helfen seit zwei Jahren die Schüler. Zu ihnen gehören auch Guiseppe, Yvonne und Janina aus der 7b und Katharina aus der 7c, die wie ihre Mitschüler aus den 7er und 8er Klassen alle am Spendenlauf fürPasso Fundo mitgemacht haben. Mit Spendengeldern, die sie bei einem Gottesdienst gesammelt haben, hatten auch die Fünft- und Sechstklässler zu der stolzen Summe von bisher 8000 Euro beigetragen.Nun konnten die Kinder selber erfahren, wofür ihr mit viel Eifer gesammeltes Geld verwendet wird. Bischof Both schilderte es ihnen. In den Armenvierteln (Favelas) hat das vor 25 Jahren entstandene "Kinderhilfswerk Passo Fundo" Jugendzentren gebaut. "Schaut Euch die Kinder auf den Bildern an. Wenn sie hier essen können, sind sie froh", verweist der brasilianische Bischof auf die Mienen der Kinder. Anschaulich stellt er dar, dass es in seiner Heimat gar nicht normal ist, sich satt essen undspielen zu können, ein festes Dach über dem Kopf zu haben, die Schule besuchen und einen Beruf erlernen zu dürfen. Dazu helfen die Jugendzentren mit der Unterstützung, die sie auch von der August- Everding-Realschule erhalten. Kinderhilfe sei eine Hilfe für die ganze Gesellschaft, verdeutlicht der Bischof Both, "denn weil die Kinder bei uns zwei Mahlzeiten bekommen, werden die Eltern entlastet. Sie sparen Geld. Sie können sogar während der Betreuungszeit arbeiten gehen, um die brüchigen Häuser zu verbessern.&; Erfolge sind da."Das ist eine wichtige Voraussetzung für den Frieden", sagt der Bischof. Aufmerksam und interessiert lauschen die Klassen den Berichten aus einer völlig anderen Welt. Sie stellen fest, dass ihr Hilfseinsatz sich lohnt. "Die August-Everding-Realschule wird die Kontakte weiter ausbauen", kündigt Schulleiter Heinz-Günter Riese an. Der Kontakt zum "Kinderhilfswerk Passo Fundo" ergab sich über die Lehrerin Gabriele Eichwald-Wiesten, deren Vater Heinz Eichwald stellvertretender Vorsitzender ist. Er und der ehemalige Bottroper Krankenhauspfarrer Ulf Brodowski waren die Gründer.Wir danken den Ruhrnachten Bottrop für die Abdruckgenehmigung. Das Foto stellte uns freundlicherweise Herr Marc Dahlhoff zur Verfügung.

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Jugenzentrum "Alexander Sacchia"

Jugendzentrum: Alexander Sacchia

Unterricht Außenansicht

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Die Stadt

Die Stadt: Porto Alegre

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Jugenzentrum "Vila Ipiranga"

Jugendzentrum: Vila Ipiranga

Gemeinsam singen Zahnarztbesuch

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Jugenzentrum "Vila Luiza"

Jugendzentrum: Vila Luiza

Auf dem Hof

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Jugenzentrum "Luiz Gonzaga"

Jugendzentrum: Luiz Gonzaga

Musizieren Mittagessen Außenansicht

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Kinderkrippe "Vila Luiza"

Kinderkrippe: Vila Luiza

Mittagsschläfchen

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Kinderkrippe "Vila Bom Jesus"

Kinderkrippe: Vila Bom Jesus

Innenansicht Spielen Außenansicht

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Kinderkrippe "Rita Sirotsky"

Kinderkrippe: Rita Sirotsky

Eingang der Kinderkrippe Außenansicht

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Impressum

Das Impressum dieser Seite

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Kinderhilfe Passo Fundo e.V.Gemeinnützige KörperschaftOttostr. 145307 EssenEmail: mail@passo-fundo.deVereinsvorsitz:1. Vorsitzender: Heinrich Lanius, Prälat2. Vorsitzender: Beate OladejiTelefon: 0201 / 55 55 64Telefax: 0201 / 54 52 871Internetseite:ilumi - interaktive erlebnisweltenPfeiffer & Wengenroth GbRFlinger Strasse 340213 DüsseldorfTel.: +49 (0)211 - 601 848 - 0FAX: +49 (0)211 - 601 848 - 11info@ilumi.dewww.ilumi.deGeschäftsführer: Anja Pfeiffer, Marcus WengenrothUSt - IdNr: DE192305499Hosting:OMCnet Internet Service GmbHKieler Straße 15325451 QuickbornTel.: +49-(0)4106-65 36 55FAX: +49-(0)4106-65 36 56www.omc.netGeschäftsführer: Dipl.Ing. Lutz Rabing Dipl.Ing. Markus TensingUst.ID-Nr.: DE-189877943Wichtige Hinweise:Das Landgericht Hamburg hat mit seinem Urteil vom 12. Mai 1998 entschieden, dass man durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann - so das Landesgericht - nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert.Wir haben auf unseren Seiten Links zu anderen Seiten im Internet gelegt.Für all diese Links gilt:Wir möchten ausdrücklich betonen, dass wir keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten haben. Deshalb distanzieren wir uns hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf unserer Website. Diese Erklärung gilt für alle auf unserer Website ausgebrachten Links und für alle Inhalte der Seiten, zu denen die Links führen.




Infos über Patenschaft

Informationen für die Paten

&;Ich möchte Dein Patenkind sein!&;

Eine Patenschaft übernehmen heißt eine Tür zum Leben öffnen.Schon für 1 Euro am Tag!Sie können mir helfen ... &; die Schule zu besuchen &; satt zu werden &; einen Beruf zu erlernen &; mich zu kleiden &; gesund zu sein &; mein Leben zu meisternIch lebe in Süd-Brasilien in Passo Fundo bzw. in Porto Alegre.Sie können verhindern &; &; dass ich - wie viele andere Kinder hier - arbeiten, betteln oder stehlen muss und als Straßenkind Analphabet bleibe. &; Sie können mich vor Prostitution und Kriminalität bewahren.Schon für 1 Euro am Tag!Mit Hilfe der Einnahmen aus persönlichen Patenschaften und Spendengeldern werden in der Diözese Passo Fundo 2547 Kinder und Jugendliche betreut. Sie leben weiterhin in ihrer vertrauten Familie. Doch statt einem ungewissen Schicksal entgegenzusehen, besuchen sie jetzt die Schule. Die zweite Hälfte des Tages verbringen sie in einem der 14 Kinder- und Jugendzentren, wo sie nicht nur spielen können, sondern auch Betreuung bei den Schulaufgaben erfahren, eine warme Mahlzeit täglich und Kleidung erhalten. Auch für medizinische Betreuung ist hier gesorgt.Nach dem Schulabschluss können die Jugendlichen im Berufsbildungszentrum ein Handwerk erlernen. Hier werden sie zu Tischlern, Schlossern, Drehern, Elektrikern, Bürofachleuten, Informatikern, Köchen, Näherinnen, Weberinnen oder Friseuren ausgebildet. &;Ich danke dir herzlich!&;&;Mit Ihrer Patenschaft kann ich hoffnungsvoll in die Zukunft sehen".Unser Leben wird einen neuen Sinn bekommen.Wir werden uns schreiben und füreinander beten.Wir können uns kennen lernen und gemeinsam an einer besseren, menschlicheren Welt bauen! "Dann muss ich noch nicht arbeiten und brauche nicht zu betteln.&;JETZT PATE WERDEN!




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Inhaltsübersicht Passo Fundo

Rita SirotskyVila Bom JesusVila LuizaLuiz GonzagaAlexander SacchiaVila IpirangaVila Luiza




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Rundbrief

Inhaltsübersicht Rundbriefe

Januar 2001August 2002Januar 2003August 2003Januar 2004Januar 2005September 2005Januar 2006




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Inhaltsübersicht Porto Alegre

BasisinfoMensageiro da CaridadePOA 2Neue BerufschulePOA 3Ärzte ProjektPOA 4Die StadtPOA 5POA 8POA 9POA 10POA 11POA 12




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Galerie Rundbrief

Passo Fundo Porto Alegre Rundbrief

BasisinfoBasisinfoJanuar 2001Rita SirotskyPOA 2August 2002 Vila Bom JesusPOA 3Januar 2003 Vila LuizaPOA 4August 2003 Luiz GonzagaPOA 5Januar 2004 Alexander SacchiaPOA 8Januar 2005 Vila IpirangaPOA 9September 2005 Vila LuizaPOA 10Januar 2006 POA 11 POA 12 Mensageiro da Caridade Neue Berufschule Ärzte Projekt Die StadtKlicken Sie auf die Orte, um weitere Infos und Fotos zu erhalten.(Einiges befindet sich noch im Aufbau.)




Ja, aber...

Fragen und Antworten

Ja, aber...

...wie viel von dem gespendeten Geld geht denn wirklich zu dem Patenkind und dessen Familie? &;wie ist es denn möglich, dass nur 6% des Geldes in die Verwaltung gehen? &;reichen denn 30 EUR im Monat wirklich um den Kindern zu helfen? &;und was ist, wenn ich nur die 16 EUR Mindestbeitrag zahlen kann? Der deckt doch nur ca. 53% der Kosten, die für die Förderung des Kindes erforderlich sind. &; Wer zahlt den Rest? &;kommt das Geld denn wirklich bei den Kindern und deren Familien an? &;das ist doch bestimmt sehr kompliziert für mich, so eine Patenschaft zu übernehmen!? &;was ist, wenn ich meinem Patenkind schreiben möchte - Ich kann doch gar kein portugiesisch!? &;wird das Geld von den Familien / für die Kinder denn wirklich sinnvoll verwendet? &;was passiert mit dem Kind, wenn ich meine Patenschaft nicht mehr fortführen kann? &;gibt es auch unabhängige Informationen über die Kinderhilfe PASSO FUNDO? &;sind Kinderpatenschaften entwicklungspolitisch überhaupt sinnvoll?...wie viel von dem gespendeten Geld geht denn wirklich zu dem Patenkind und dessen Familie?94% Ihrer Spenden kommt direkt Ihrem Patenkind zu Gute. Nur 6% des Geldes wird für die Verwaltung benötigt.Das ist eines der wichtigsten Kriterien, die uns von anderen Patenschaftsprojekten unterscheiden. Dort fallen bis zu 25% Verwaltungsgebühren an.&;wie ist es denn möglich, dass nur 6% des Geldes in die Verwaltung gehen?Fast Alle arbeiten ehrenamtlich für die Kinderhilfe. Außerdem geben wir kein Geld für Werbung aus.Die Verwaltung in Brasilien finanziert sich selbst über den Verkauf aus dem Mensageiro da Caridade in Porto Alegre und Mitteln der Caritas in Porto Alegre und Passo Fundo.&;reichen denn 30 EUR im Monat wirklich um den Kindern zu helfen?Ja. Für eine brasilianische Familie aus den Armenvierteln sind 30 EUR sehr viel Geld.Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Familienvater einer kinderreichen Familie 115 EUR im Monat verdient. Wenn man sich diese Relation klarmacht, wird deutlich wie dringend die Kinder und deren Familien Hilfe von uns brauchen.&;und was ist, wenn ich nur die 16 EUR Mindestbeitrag zahlen kann? Der deckt doch nur ca. 53% der Kosten, die für die Förderung des Kindes erforderlich sind. &; Wer zahlt den Rest?Falls ein Kind nur mit dem Mindestbeitrag gefördert wird, zahlt die Kinderhilfe aus so genannten freien Spenden den Rest. (Freie Spenden sind einmalige Zahlungen, z.B. aus Anlässen wie Hochzeit, Jubiläen, usw.)&;kommt das Geld denn wirklich bei den Kindern und deren Familien an?Ja. Wir garantieren Ihnen, dass wirklich armen Kindern sinnvoll und umfassend geholfen wird.Natürlich werden alle Zahlungen sehr genau dokumentiert. In Porto Alegre müssen die Familien für die gekauften Dinge bei den Betreuerinnen Quittungen vorlegen. Diese werden akribisch in den Unterlagen des Kindes im Büro der Verwaltung aufgelistet. Wenn Sie als Pate zu Besuch kommen können sie sich so einen guten Überblick verschaffen. Diese Transparenz schafft Vertrauen.In Passo Fundo führen die Betreuerinnen in den Kinderkrippen und Jugendzentren ebenso genau Buch. Dort werden die Kinder direkt durch die Jugendzentren gefördert, die sie bis Abends betreuen. Sie werden dort nicht nur mit einer warmen Mahlzeit verpflegt sondern erhalten dort auch Hausaufgabenbetreuung, musikalische Betreuung, Sexualkunde, usw.Außerdem belegen jede Menge Fotos die Fortschritte der einzelnen Familien. z.B. wie aus einer Bretterhütte ein Haus aus Stein wurde.Davon haben sich vor Ort schon viele Paten überzeugen können. s. ReiseberichteEinige dieser Paten können Sie auch gerne per Email direkt nach ihren Eindrücke fragen.&;das ist doch bestimmt sehr kompliziert für mich, so eine Patenschaft zu übernehmen!?Nein. Sie müssen lediglich 5 Minuten investieren um die Anmeldung mit Einzugsermächtigung auszufüllen. (Die Einzugsermächtigung kann jederzeit widerrufen werden!)Die Anmeldung finden Sie hier.&;was ist, wenn ich meinem Patenkind schreiben möchte - Ich kann doch gar kein portugiesisch!?Kein Problem. Sie schreiben den Brief auf Deutsch und in Brasilien wird er dann übersetzt. (Bitte schreiben Sie daher auch nicht zu lange Briefe.)&;wird das Geld von den Familien / für die Kinder denn wirklich sinnvoll verwendet?Ja. Die Familien in Porto Alegre dürfen von der monatlichen Hilfe nur bestimmte Dinge und nur in bestimmten Geschäften kaufen: Nahrungsmittel, Kleidung, Schulsachen und Medikamente, wenn nötig.Das wird von den Betreuerinnen streng kontrolliert. Die Familien müssen hierzu die Quittungen einreichen, nur dann bekommen sie das monatliche Geld. In Passo Fundo achten die Betreuerinnen auf den Einsatz des gespendeten Geldes, vor allem z.B. bei persönlichen Geschenken.&;was passiert mit dem Kind, wenn ich meine Patenschaft nicht mehr fortführen kann?In diesem Fall suchen wir schnellstmöglich nach einem neuen Paten für das Kind, damit die weitere Betreuung garantiert ist.&;gibt es auch unabhängige Informationen über die Kinderhilfe PASSO FUNDO?Ja. Das &;Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen&; in Berlin erteilt eine unabhängige Auskunft.Sie können sich unter Beifügung eines an Sie adressierten und frankierten Rückumschlages (Normalbrief, Porto 0,55 &;) an das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen, Bernadottestr. 94, 14195 Berlin, wenden.&;sind Kinderpatenschaften entwicklungspolitisch überhaupt sinnvoll?Bei der Patenschaft geht es nicht nur darum, Geld zu spenden, damit das Kind Nahrung bekommt, sondern darum, das Kind mit seiner Familie zu unterstützen und pädagogisch aufzubauen. Vieles, was bei uns selbstverständlich ist, ist den Familien dort nicht bekannt. Ernährung, Hygiene, den Sinn und Zweck, die Kinder in die Schule und nicht betteln zu schicken, müssen diese Familien erst lernen.In Passo Fundo führen die Betreuerinnen in den Kinderkrippen und Jugendzentren ebenso genau Buch. Dort werden die Kinder direkt durch die Jugendzentren gefördert, die sie bis Abends betreuen. Sie werden dort nicht nur mit einer warmen Mahlzeit verpflegt sondern erhalten dort auch Hausaufgabenbetreuung, musikalische Betreuung, Sexualkunde, usw.




Kontakt

Deutsche und brasilianische Adresse

Kinderhilfe Passo Fundo e.V.Gemeinnützige Körperschaft

Postanschrift Postfach 13 03 1045307 Essen oder Im Dreischlag 845307 Essen Telefon 0201 / 55 55 64 Telfax 0201 / 54 52 871 Bürozeiten Montag 9 - 16 UhrDienstag, Donnerstag und Freitag 9 - 12 UhrMittwoch geschlossenDies gilt nicht für die Zeiten der NRW-Schulferien. Email mail@passo-fundo.de Konto Bank im Bistum EssenBLZ 360 602 95Kto-Nr.: 39 580 012 zum Kind Bitte senden Sie Post an Ihr Patenkind stets direkt nach Brasilien. (Normbrief 1,55 &;!) Schreiben Sie kurze Grüße, schicken Sie niemals Geld mit und geben Sie den Namen des Kindes und die Patennummer an. Sonderspenden für Ihr Patenkind (besondere Geschenke), überweisen Sie bitte auf unser Konto mit Angabe Ihrer Patennummer und dem Verwendungszweck. nachPasso Fundo Assistencia Social Diocesana Leao XIII(Patennummer und Name des Kindes)Caixa postal, 19899.010-102 Passo Fundo-RSBrasilien nachPorto Alegre Secretariado de Acao Social da Arquidiocese de Porto Alegre(Patennummer und Name des Kindes)Caixa postal, 235490.160-093 Porto Alegre-RSBrasilien




Konzert für Passo Fundo

Konzert für Passo Fundo

NEWS2. Juli 2005, Bericht Stadtspiegel Bottrop

Konzert für Passo FundoIn der Cyriakusschule findet am Dienstag 5. Juli das 1. Benefizkonzert zugunsten des Patenschaftsprojektes &;Passo Fundo&; der Cyriakusschule statt. Schüler der Klassen 2, 3 und 4 präsentieren ihr Können unter der Leitung des Gittaristen Wolfram Kallweit.Zudem bringen jugendliche und erwachsene Musiker aus Bottrop auf dem Klavier, der Querflöte und andere Instrumente Musikstücke verschiedener Epochen und Genres zu Gehör.Eingeladen zu dem konzertanten Nachmittag, der um 15.10 Uhr in der Aula der Schule beginnt, sind Eltern, Freunde und Förderer der Cyriakusschule. Der Eintritt ist frei, im Anschluss an das Konzert werden jedoch gerne Spenden entgegengenommen.

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Links

interessante Links zum Thema Brasilien, etc.

Links

Passo FundoLEAO XIII der Caritas in Passo Fundohttp://www.leaotreze-pf.com.brStudienförderung Passo Fundohttp://www.passofundo.deDiözese Passo Fundo (nur portug.)http://www.pastoral.com.brDie Stadt Passo Fundo (nur portug.)http://www.pmpf.rs.gov.brDie Stadt Passo Fundo (nur portug.)http://www.citybrazil.com.br/rs/passofundo/Porto AlegreBeschreibung der Stadt Porto Alegre sowie anderer Großstädte Brasilienshttp://www.brasilien.de/ReiseService/...http://www.belobrasil.ch/Brasil/...http://www.brasilien.de/ReiseService/...http://www.citybrazil.com.br/rs/portoalegre/Die Stadt Porto Alegre (nur portug.)http://www.portoalegre.rs.gov.brBrasilien allgemeinBrasilienreisen und umfangreiche Hintergrundinfos mit vielen Bildernhttp://www.brasilien.deausführliche Informationen über Brasilienhttp://www.kippenhan.net/brasil/brasilien.htmhttp://www.brasilienportal.chReiseinformationen über Brasilienhttp://www.solevida.de/catalog.php?catid=7Bilder und Beschreibungen vieler brasilianischer Städtehttp://www.belobrasil.ch/Brasil/...http://www.brasilien-links.deReiseveranstalterhttp://www.brasilien.dehttp://www.solevida.dehttp://www.kippenhan.netDiskusionsforumhttp://brasilienfreunde.net




News

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Tag der offenen Tür am 28.10.06Wir laden Sie und ihre Freunde herzlich ein. Programmübersicht Wegbeschreibung PresseinfosWir suchen ehrenamtliche MitarbeiterOsvino Both zum Militärerzbischof ernanntIn Erinnerung an Heinz Eichwald Eindrücke über das erste Treffen mit dem Patenkind 6. Juli 2005, Schüler diskutieren über Armut und Elend2. Juli 2005, Konzert für Passo Fundo1. Juli 2005, Brasilianischer Bischof besucht Schule

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Osvino Both zum Militärerzbischof ernannt

Osvino Both zum Militärerzbischof ernannt

NEWSOsvino Both zum Militärerzbischof ernannt

Papst Benedikt XVI. hat den brasilianischen Gründer der Kinderhilfe Passo Fundo zum Militärerzbischof für ganz Brasilien ernannt. Wir gratulieren ihm ganz herzlich zu dieser Ernennung und wünschen Dom Osvino J. Both Gottes Beistand für diese große Aufgabe.Wie er uns bei seinem Besuch im Büro der Kinderhilfe am 22. Juni 2006 erklärte, ist mit dieser Ernennung auch der Umzug nach Brasilia verbunden (etwa 2000 km Entfernung vom Süden des Landes) und der Abschied von seiner geliebten Diözese Novo Hamburgo. Seine Cousine Neli Balensiefer wird ihn begleiten und ihm auch dort den Haushalt führen; sie wird auch weiterhin für die Kinderhilfe in Porto Alegre die Korrespondenz übersetzen. Auch ihr wünschen wir Kraft und Stärke für diese neue Herausforderung.

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Presse

Pressemitteilung, Tag der offenen Tür

25 Jahre Kinderhilfe Passo Fundo e.V.

25 Jahre Kinderhilfe Passo Fundo e.V. - das ist ein Grund zum Feiern und Danke zu sagen. An Sie – die Paten und Spender - ohne die dies nicht möglich gewesen wäre.Wir laden Sie, Ihre Familie, Freunde und alle Interessierten herzlich ein.Tag der offenen Tür am 28. Oktober ab 15.00 UhrViel Informatives und Eindrücke aus 25 Jahren Kinderhilfe Passo Fundo e.V. erwarten alle Interessierten am Nachmittag des 28. Oktober 2006 ab 15.00 Uhr: ab 15.00 Uhr Gesprächsaustausch bei Kaffee und Kuchen kleine Ausstellung über 25 Jahre Kinderhilfe PASSO FUNDO 16.00 Uhr Diavortrag „Die Kinderhilfe früher und heute“ von Ulf Brodowski 16.45 Uhr 3 ehemalige brasilianische Patenkinder erzählen aus ihrem Leben 17:30 Uhr Samba Percussionsgruppe Im Anschluss laden wir alle zu einem festlichen Gottesdienst mit Gospelchor um 18.30 Uhr in die Pfarrkirche St. Georg ein. Anschließend, ab 20 Uhr möchten wir mit Ihnen das Jubiläum feiern und bieten allen Paten, Patinnen, Freunden und Förderern die Gelegenheit zur Begegnung, zum persönlichen Austausch. ab 20.00 Uhr gemeinsame Feier 20.00 Uhr Samba Percussionsgruppe 20.15 Uhr Grußwort Fr. Jäger (Bürgermeisterin) Uhr aktuelle Impressionen & Erlebnisbericht der Jubiläumsreise nach Brasilien im Dialog mit den 3 ehemaligen Patenindern, die aus ihrem Leben erzählen Selbstverständlich ist für Getränke und einen kleinen Imbiss ebenfalls gesorgt (wir bitten Sie vor Ort um einen Unkostenbeitrag in Form einer Spende). Ort der Jubiläumsfeier: Gemeindesaal der Pfarrgemeinde St. Georg Heisinger Str. 480 (direkt neben der kath. Kirche) in Essen-HeisingenHier können Sie sich den Pressetext als Pdf downloaden:Download Pressetext - Tag der offenen Tür

DownloadFlyer 25 Jahre Passo FundoDownload Pressetext PdfTag der offenen Tür




Realschüler diskutieren über Armut und Elend

Realschüler diskutieren über Armut und Elend

NEWS6. Juli 2005, Bericht Stadtspiegel Bottrop

Realschüler diskutieren über Armut und ElendBischof von Passo Fundo zu Besuch in Bottrop(phi) Der Bischof in Passo Fundo in Brasilien, Dom Osvino Both, zu Gast an der August-Everding-Realschule. Auf seiner Europareise nahm er sich die Zeit, um mit Schülern des 7. und 8. Jahrgangs zu diskutieren und sich für die Spenden zu bedanken. Seit zwei Jahren pflegt die August-Everding-Realschule eine Partnerschaft mit dem Bistum Passo Fundo in Brasilien. Welche Probleme dort die Menschen bewegen, wie ihr Alltag aussieht: Diese Fragen beantwortete gestern bei einem Besuch in der Schule Dom Osvino Both, Bischof von Passo Fundo. Den Realschülern ist vor allem die Unterstützung von Kindern aus den Armenvirteln wichtig. Vor kurzem übergaben sie Vertretern des Bistums Essen 5000 Euro zur Weiterleitung nach Brasilien.In Sachen Kinderhilfswerk Passo Fundo machen sich die Realschüler bereits seit zwei Jahren stark. Über 8.000 Euro sind seitdem gesammelt worden. Und gute Ideen haben die Schüler. Der 7. und 8. Jahrgang beispielsweise hat sich &;sportlich&; betätigt, einen Solidaritätslauf durch den Stadtgarten organisiert. Offen veranschaulichte Bischof Dom Osvino Both den SchülerInnen, wozu das von ihnen gesammelte Geld genutzt wird. Kommunikationsschwierigkeiten gab es bei der Diskussion nicht. Bischof Dom Osvino Both spricht fließend Deutsch. Seine Vorfahren, so erzählte er, wanderten im 19. Jahrhundert aus Deutschland aus, er selbst hat unter anderem in Bonn und in Essen studiert. In Brasilien, so berichtet er, leben große Teile der Bevölkerung in Armut. &;Am schwersten trifft es die Kinder&;. Genau da setzt die Hilfe von Passo Fundo an. Durch Jugendzentren, die durch Spenden gebaut werden konnten, bekommt nun jedes Kind zwei warme Mahlzeiten am Tag. &;Das war vorher nicht selbstverständlich. Doch wenn Kinder gut essen, sind sie auch froh&;, weiß Bischof Dom Osvino Both, selbst in einem Armenviertel aufgewachsen.Außerdem werden Kinder und Jugendliche aus Armenvierteln in den Jugendzentren betreut. &;Sie werden bei den Schulaufgaben unterstützt. Zu Hause in den Hütten ist ein geregeltes Leben oft nicht möglich.&;Die Spenden helfen jedoch nicht nur Kindern, auch Erwachsenen wird durch den Bau neuer Häuser und Straßen das Leben ein wenig lebenswerter gemacht. Darüber hinaus wurde eine Zahnklinik eröffnet. Dort können sich die Patienten kostenlos behandeln lassen.Die Realschüler zeigten sich beeindruckt von den Schilderungen des Bischofs. Der 13 Jahre alte Christopher Swienty aus der 7b fasste seine Gefühle in Worte:&;Man muss helfen. Denn es ist unfair, dass manche Menschen so leben müssen.&; Und auch sein Klassenkamerad Sebastian Machnik wurde nachdenklich.Ihn interresierte vor allem die Frage nach den unterschiedlichen Lebensumständen in Deutschland und Brasilien.&;Wie kann das sein?&;Erstaunt waren die Kinder darüber, dass der Bischof sich als guter Fußballkenner erwies.So wurde neben aller Hilfe auch die Leistung des brasilianischen Teams ausgiebig diskutiert. Schulleiter Heinz-Günter Riese ist stolz auf das Engagement seiner Schüler und versprach, die Kontakte nach Brasilien weiterhin zu pflegen und auszubauen.

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Reisebericht

Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht Reiseberichte

Porto Alegre & Passo FundoApr. 2003 Frank Harlinghaus Porto Alegre &Passo FundoSep. 2003 Heinz Stadtmann Porto AlegreDez. 2003 Thomas Schnell Porto AlegreJan. 2005 Anja Pfeiffer &Marcus Wengenroth pfeiffer@ilumi.de Porto Alegre &Passo FundoMär. 2005 Ulf Brodowski ubrodowski@gelsennet.de

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Reisebericht

Dezember 2003

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Reisebericht Dezember 2003

Weihnachten 2002 machten meine Frau Eva und meine Tochter Kathrin (9 Jahre) den Vorschlag, eine Patenschaft für ein Kind zu übernehmen. Da meine Schwester bereits seit vielen Jahren ein Patenkind in Passo Fundo hat und vom Konzept überzeugt ist, haben wir uns ebenfalls für die 'Kinderhilfe Passo Fundo' entschieden. Allerdings wollten wir gerne einem Kind in Porto Alegre helfen, da von Anfang an ein persönlicher Kontakt zum Kind vorgesehen war und Porto Alegre relativ leicht von Europa aus über São Paulo zu erreichen ist.Im März diesen Jahres war es dann soweit: Im Rahmen eines Aufenthaltes in Salvador de Bahia wollte ich auch unser 6-jähriges Patenkind Thais besuchen.Zur Vorbereitung informierte ich mich bei Frau Balensiefer, der Übersetzerin vor Ort, über alles Wichtige wie z.B. Geschenke für Thais, Ankunft, Unterkunft, Telefonnummern etc.Dementsprechend wurde die Reisetasche für unser Patenkind immer voller: Schulsachen, Spielsachen und Plüschtiere unserer Tochter, ein paar Süßigkeiten sowie Kleidung wurden eingepackt.Am 23. März kam ich bei herrlichem Wetter morgens (nach einem 16-Stunden-Flug über Paris und São Paulo) in Porto Alegre an und wurde von 2 Mitarbeiterinnen am Flughafen abgeholt und gleich ins Büro der Kinderhilfe gebracht. Dort stellte man mich den örtlichen Mitarbeitern vor und ich bekam einen ersten Einblick in die Arbeit, als man mir die Werkstätten zeigte, in denen Jugendliche ein Handwerk erlernen, indem sie z.B. alte Möbelstücke, Kühlschränke, Elektrogeräte vom Schrottplatz wieder herrichten und danach verkaufen.Spontan wurde ich von Ivo und Lourdes Guizzardi, einem Ehepaar, das sich für die Kinderhilfe engagiert, eingeladen, anstatt im Hotel während meines Aufenthaltes bei sich im Haus zu wohnen.Vielen Dank an dieser Stelle nochmals für die Gastfreundschaft an Familie Guizzardi!!!Nachdem mir am ersten Tag die Stadt auf einer Rundfahrt gezeigt wurde, kam es am nächsten Tag dann zum Treffen mit unserem Patenkind. In Begleitung von (aus Sicherheitsgründen) mehreren Mitarbeitern der Kinderhilfe fuhren wir in den Stadtteil, in dem Thais mit ihrer Familie wohnt Als die geteerten Straßen endeten, ging es nur noch zu Fuß weiter. Die Häuser wurden immer armseliger, dafür die Straßenhunde immer zahlreicher. Während des Fußmarsches erfuhr ich von Donna Lourdes, dass Besuche tagsüber in der Favela relativ sicher wären, weil die Mitarbeiter der Kinderhilfe überall bekannt sind. Und da diese Hilfe von den Bewohnern sehr dankbar angenommen wird, werden die Helfer respektiert. Allerdings nur bis Einbruch der Dämmerung, denn danach wird es auch für sie zu gefährlich.Am Abend erfuhr ich, dass es wenige Stunden nach unserem Besuch eine der häufigen, groß angelegten Polizeirazzien der Militärpolizei gab, bei der jede Hütte, auch die von Thais, komplett auf den Kopf gestellt wurde. Und der Bruder von Thais' Mutter wurde bei einem Überfall 2 Wochen vorher in der Favela ermordet. Dies nur, um die Umstände, in denen die Kinder aufwachsen,etwas verständlicher zu machen.Als wir bei der Hütte von Thais ankamen, war zunächst niemand zu Hause. Wir konnten dennoch eintreten, da in der Favela die Häuser nicht abgeschlossen sind. Zum Stehlen gibt es ja nichts und ein Schloss würde sowieso nichts bringen in einer Gegend, welche die Polizei nur in großen, schwer bewaffneten Gruppen betritt (...im Gegensatz zu den Wohnvierteln der Mittelschicht und der Reichen, die wie Festungen mit Alarmanlagen, riesigen Vorhängeschlössern und Stahlgittern an allen Fenstern gesichert sind.... ). Drei kleine Räume, kaum Einrichtungsgegenstände, ein Bett müssen sich 3 Kinder teilen, aber alles relativ sauber. Im Gegensatz zu einer anderen Hütte, die mir später gezeigt wurde: 5 Kinder in schmutziger Kleidung, die an diesem Tag noch nichts gegessen hatten, Müll auf dem Boden und Haustiere überall.Nach einigen Minuten dann großes Hallo von draußen: In Begleitung ihrer Tante, die tagsüber auf mehrere Kinder aufpasst, kam Thais. Schüchtern, mit großen Augen, begrüßte sie uns.Um die Stimmung aufzulockern, holte ich erst mal eine Packung Gummibärchen heraus. Thais gab zunächst allen anderen Kindern und den Betreuern, bevor sie selbst probierte (...wäre das bei unseren Kindern genauso...?). Als ich dann die anderen Geschenke auspackte, wurde sie immer lockerer und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus: Plüschtiere meiner Tochter, Stifte, Schulsachen, Haarspangen und Bekleidung. Spontan verschenkte sie auch hier einen Teil der Spielsachen an die anderen Kinder, die ihr neugierig beim Auspacken zuschauten.Als ich ihr einige neue Fotos von zu Hause zeigte, erkannte sie gleich unseren Hund und meine Tochter mit Namen. Für mich ein gutes Zeichen, da ich jetzt sicher war, dass die Briefe und Fotos aus Deutschland auch angekommen waren.Anschließend beschlossen wir, in ein Einkaufszentrum in der Stadt zu fahren, wo wir den Nachmittag verbringen wollten. Auf dem Weg zurück zu den Autos wurden mir noch einige andere Hütten gezeigt, die ebenfalls im Kinderhilfe-Projekt sind. Überall wurden wir freundlich begrüßt. Donna Lourdes fragte Thais, wo der Vater sei. Es stellte sich heraus, dass er die Familie wenige Tage zuvor wegen einer anderen Frau verlassen hatte. Und nun hätten die Mutter und die Kinder Angst, aus dem Projekt wieder herausgenommen zu werden. Auf dem Weg in die Stadt wurde mir bewusst, dass Thais und ihr älterer Bruder Junior, den ich eingeladen hatte mitzukommen, zum ersten Mal in ihrem Leben in einem Auto fuhren. Nach wenigen Kilometern dann ein rührender Moment: Wir näherten uns dem modernen Stadtzentrum von Porto Alegre und bei einigen Hochhäusern, an denen wir vorbeikamen, merkte ich, wie die Kinder diskutierten. Auf meine Frage, was los sei, fragte mich Thais, ob dies Deutschland sei und ob ich in einem der Hochhäuser lebte, weil ich doch von weit herkäme. Mir wurde klar, dass die Kinder der Favela nie ihren eigenen Stadtteil verlassen und die Stadt, an deren Peripherie sie leben, für sie eine völlig andere Welt ist.Den Nachmittag verbrachten wir in einem modernen Shoppingcenter, auf das jede deutsche Stadt stolz wäre. Die Kinder kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus: Rolltreppen, Klimaanlagen, Boutiquen, und natürlich McDonalds... . Wir kauften noch Schuhe und Kleidung für die Schule, und schon war der Nachmittag vorbei. Da es schon spät am Nachmittag war, konnten wir nicht mehr in die Favela zurück, und so trafen wir uns mit der Mutter der Kinder in der Kirche des Stadtteils. Dort lernte ich den Priester kennen, der sich ebenfalls für das Kinderhilfe-Projekt engagiert. Zu meiner Überraschung sprach er mich, obwohl noch nie in Deutschland gewesen, in einem seltsamen Deutsch an. Es stellte sich heraus, dass seine Vorfahren vor über 100 Jahren eingewandert waren und in seiner Familie auch heute noch Deutsch gesprochen wird. Dieser Mann hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, alle paar Jahre in einer anderen Gemeinde eine richtige Kirche aus Stein zu bauen - ausschließlich in Eigeninitiative mit den Gemeindemitgliedern! Er lud mich dann gleich noch mit meiner Familie für den Sommerurlaub ein inklusive großem Fest mit der ganzen Gemeinde! Endlich kam auch die Mutter von Thais von der Arbeit, um ihre Kinder abzuholen: Traurig, weil der Mann weg war und voller Angst, das Kinderprojekt verlassen zu müssen, konnte sie von Donna Lourdes und dem Priester in diesem Punkt beruhigt werden.Normalerweise werden nur Familien unterstützt, in denen die Eltern arbeiten oder bei gemeinsamen Projekten der Gemeinde mithelfen. So will man sicherstellen,dass sie sich auch um ihre Kinder kümmern und das Geld nicht für Drogen und Alkohol ausgeben.Regelmäßig gehen die Mitarbeiter deshalb auch in die Favelas, um nachzusehen, ob die Kinder Essen bekommen haben, ob die Wohnung sauber gehalten wird und ob die Kinder saubere Kleidung anhaben. Da eine Familie aber nichts dafür kann, wenn der Vater sie verlässt, war die Angst von Thais' Mutter unbegründet. Der Tag ging viel zu schnell zu Ende und etwas traurig, aber jeder für sich voller neuer Eindrücke, verabschiedeten wir uns und ich versprach Thais wiederzukommen. Mir war gleich klar, dass nun nach dem persönlichen Kennenlernen, die Beziehung zum Patenkind viel emotionaler sein würde.Am meisten hat mich beeindruckt, wie dieses kleine Mädchen, das noch nie Geschenke bekommen hatte, alles mit ihren Freunden und Geschwistern geteilt hat. Allen Mitarbeitern der Kinderhilfe hier nochmals herzlichen Dank für ihre Gastfreundschaft und vor allem für ihre großartige Arbeit, die sie in Porto Alegre für die Kinder leisten.Und allen Patinnen und Paten kann ich einen persönlichen Besuch, ob in Passo Fundo oder in Porto Alegre, nur empfehlen.Thomas Schnell

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Reisebericht

September 2003

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Reisebericht September 2003

In Begleitung des Ehepaares Eichwald und meines Sohnes Tobias besuchte ich im September 2003 meine Patenkinder in Porto Alegre und Passo Fundo.In Porto Alegre wurden wir am Flughafen vom Ehepaar Lourdes und Ivo Guizzardi sowie Neli Balensiefer und Bischof Osvino Both herzlich begrüßt. Im Dienstwagen des Bischofs, einem VW- Polo, ging es nach Novo Hamburgo, wo wir im Haus des Bischofs während unseres Aufenthaltes in Porto Alegre die nicht zu überbietende brasilianische Gastfreundschaft erfahren durften.Noch am gleichen Nachmittag begannen die Besuche, zunächst mit einem Besuch in den Gebäuden der Caritas von Porto Alegre. Hier werden Möbel, Elektrogeräte, Computer, die von Bewohnern der Stadt ausrangiert wurden, von Jugendlichen überarbeitet, instandgesetzt und in den Verkaufsräumen der Caritas zum Kauf angeboten. Man konnte den Stolz und das Selbstbewusstsein der Jugendlichen spüren, die bei dieser Arbeit ausgebildet werden und dann ihre Kenntnisse an andere Jugendliche weitervermitteln. Hier in Porto Alegre ist ein Berufsbildungszentrum geplant, wie es bereits in Passo Fundo besteht, um Jugendlichen nach der Schule eine qualifizierte Ausbildung zu ermöglichen und damit die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Die Kinderhilfe Passo Fundo wird bei der Finanzierung dieses Vorhabens einen wesentlichen finanziellen Beitrag leisten.In Porto Alegre läuft die Arbeit der Caritas in den Favelas nicht über Jugendzentren sondern über Familiengruppen. Zusammen mit den einzelnen Betreuern der Menschen in den Favelas, mit Frau Lourdes Guizzardi als Leiterin dieser Arbeit sowie Neli Balensiefer als unermüdlicher Dolmetscherin, besuchten wir die einzelnen Gruppen in den Pfarrzentren. Überall wurden wir herzlich begrüßt, die Kinder und Eltern erfreuten uns mit Gesang, Flötenspielen, Theaterspielen und zeigten ihre Freude über den Besuch aus Deutschland. Es wurde Essen und Trinken angeboten, Geschenke ausgetauscht und über die Gemeinschaft und die Aktivitäten in den einzelnen Gruppen berichtet.Besonders im Gedächtnis bleiben zwei Aufführungen: Jugendliche zeigten ein Schauspiel, in dem der Oberengel die Engel auf die Erde schickt, um zu erfahren, wie es dort zugeht. Die Engel kommen zurück und berichten nacheinander: Die Menschen führen Krieg miteinander, vernichten sich, so sagt der erste Engel. Der zweite Engel beklagt, dass eine große Ungerechtigkeit herrsche, die Einen hätten alles und die Anderen nicht einmal genug zu essen. Der dritte Engel berichtet, dass Menschen die Erde ausbeuten und die Umwelt zerstören. Als der Oberengel das hört, will er die Welt vernichten. Aber im letzten Augenblick kommt der Engel der Hoffnung: ?Ich habe Menschen gesehen, die über die Feindschaft der Nationen hinweg sich für den Frieden einsetzen, die für eine gerechtere Welt und eine faire Weltwirtschaftsordnung kämpfen, die den Armen die Hand reichen und zu einem würdigen Menschenleben verhelfen und in der Dunkelheit das Licht der Hoffnung anzünden.? Nun überlegt sich der Oberengel alles noch einmal und lässt die Welt weiterbestehen.Sehr ergreifend war auch der Gesang der Mütter in der Gemeinde Judas Thaddäus, die von dem erzählten, was sie im Innersten spüren, was man normalerweise nicht sagt. Es endet mit dem Wunsch, dass, wenn ihr Lebensweg zu Ende geht, es nicht heißt, wir haben umsonst gelebt. Wenn man dann in die Gesichter schaut und die Tränen in den Augen sieht, ahnt man, was diese Menschen ausdrücken wollen.Der Besuch der Patenkinder in ihren Hütten in den Favelas verlangt einem Mitteleuropäer doch einiges ab, da wir uns eine derartige Armut nicht vorstellen können. Was soll man einer Mutter als Alleinerziehende von sechs Kindern sagen, deren Mann sich tot getrunkenhat, die Sozialversicherung nicht klebte, beim Tod Schulden hinterließ, so dass sie ihre karge Hütte verlassen mussten und nun auf ca. 12 Quadratmetern in einem Verschlag ohne sanitäre Einrichtungen mit 7 Personen leben muss? Und doch, wenn man dann die leuchtenden Augen sieht und das Patenkind sagt: ?Ich habe meinen Freunden gesagt, dass mein Padrinho aus Alemanha kommt. Sie haben gesagt, jetzt bist du ganz verrückt geworden! Aber du hast mich nicht im Stich gelassen und bist gekommen?, dann merkt man, wie wichtig es für diese Menschen ist, dass jemand an ihrem Schicksal Anteil nimmt, sei es durch Briefe, Postkarten oder Besuche.In Passo Fundo wurden wir von der Familie Staudt ganz toll betreut, sei es bei den Besuchen der Patenkinder in den einzelnen Jugendzentren oder wenn es um das leibliche Wohl ging. Herzlichen Dank für alles. In Passo Fundo werden die Kinder vom Babyalter bis zum Ende der Schulzeit in den einzelnen Jugendzentren betreut. Durch Basteln, Spiel und Musik werden die Kinder dem Alter entsprechend in ihrer Entwicklung gefördert; im Schulalter können die Schulaufgaben dort erledigt werden, und die Kinder können evtl. Nachhilfeunterricht erteilt bekommen. Alle Jugendzentren haben eine Küche, so dass die Kinder zumindest einmal am Tag eine nahrhafte, warme Mahlzeit erhalten. Man konnte in allen Jugendzentren spüren, dass die Kinder sich wohlfühlen und gerne dort sind.Im Berufsausbildungszentrum konnten wir uns über die Ausbildung der Jugendlichen in einem Beruf überzeugen. Die Jugendlichen waren voll bei der Sache und man spürte, dass sie wissen, dass es eine Chance ist, ein neues Leben zu beginnen.Ein Besuch beim Rundfunk zum Mittagsmagazin gehörte ebenfalls zum Programm. Der Reporter fragte, ob in Deutschland etwas über den neuen Präsidenten Lula und sein Programm berichtet würde. Ich konnte dies im Interview bestätigen, bezweifelte jedoch, ob es Lula gelingen wird, sein Programm gegen die Interessen der Reichen im eigenen Land und gegen die Interessen der reichen Länder durchsetzen zu können. Vielmehr sei eine neue Wirtschaftsordnung erforderlich, die reichen Länder dürften ihre Märkte nicht abschotten sondern müssten sie öffnen und mit den Ländern der dritten Welt einen wirklich fairen Handel betreiben.Dass auch die Stadt Passo Fundo die Arbeit der Kinderhilfe schätzt, wurde durch eine Sondersitzung des Stadtparlamentes sichtbar. Herr Staudt berichtete über die Arbeit und verwies auf die Hilfe, die aus Deutschland seit Jahren geflossen sei. Herr Eichwald brachte in seiner Rede zum Ausdruck, dass er auch jetzt wieder große Fortschritte in der Arbeit erkannt habe und dass es schön sei, wenn gemeinsames Handeln zum Erfolg führen würde.Sowohl in Porto Alegre als auch in Passo Fundo spürte man, dass alle Mitarbeiter ohne Ausnahme bis in die Haarspitzen motiviert sind, um die Arbeit in den Favelas und mit den Armen zum Erfolg zu führen.Jeder Euro, der gespendet wird, bringt reichlich Zinsen.Zum Schluss möchte ich meinen Arbeitskolleginnen und Kollegen recht herzlich danken für das gesammelte Geld, dass sie mir mitgegeben haben, meinem Chef, Herrn Otto Greither, der mich in meinem Bemühen ideell und finanziell so großzügig unterstützt. Damit war es möglich, vor Ort die Finanzierung einiger baulicher Verbesserungen sowie in zwei Fällen eine medizinisch notwendige Unterstützung zuzusagen. Vielen Dank!Heinz Stadtmann

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Reisebericht

April 2003 Zu Besuch bei Thanise

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Reisebericht April 2003

Zu Besuch bei ThaniseDer große Moment ist da ? die erste Begegnung mit meinem Patenkind Thanise in Porto Alegre, das ich bis dahin nur über die Angaben auf dem Personalbogen kannte. Große Kinderaugen, wie ich sie bereits beim Besuch vieler Kinderkrippen und Jugendzentren in Passo Fundo erleben konnte, erwarten mich - so einen großen Paten (2 m) hatte sie wohl nicht erwartet. Auch hier werden wir wie an allen anderen Orten unserer bisherigen Reise (im April 2003) mit einer großen Herzlichkeit und Wärme empfangen.Thanise hat 7 Geschwister, von denen noch 6 zu Hause wohnen. Die Mutter hat sich von ihrem drogenabhängigen Mann getrennt, damit sie die Unterstützung der Kinderhilfe nicht verliert.Mit der Arbeitskraft der ganzen Familie und der finanziellen Unterstützung der Kinderhilfe(2000 ?) hat sich nun die Wohnsituation deutlich verbessert. Statt in der baufälligen kleinen Holzhütte wohnen sie nun in einem kleinen Steinhaus bestehend aus Schlafraum, kleiner Küche und Dusche.2 Räume für 7 Personen, aber ein festes kleines Haus und ein stabiles Dach über dem Kopf. Der selbst gelegte Fliesenboden wurde von der Mutter aus eigener Kraft finanziert. Sie arbeitet in einer Putzfirma und hat sich bereits zur Leiterin einer Putzkolonne hochgearbeitet. Die Wände des kleinen Hauses sind weder innen noch außen verputzt und Fenster fehlen auch noch, aber alles ist sehr sauber und gepflegt.Die Nachbarn unmittelbar nebenan (siehe Foto rechts) wohnen noch immer in einer trostlosen Holzhütte.Wie selbstverständlich führt man uns in ihr kleines Haus und Thanise bedient uns stolz mit Kuchen und Tee. Als sie die mitgebrachten Geschenke sieht, ist sie völlig aus dem Häuschen. Heute ist ihr großer Tag, ihr Pate ist zu Besuch und die Presse hat sich angekündigt.Wir haben die Gelegenheit, Thanise´ Mutter sowie 5 weitere Geschwister kennen zu lernen. Außer Thanise hat noch ihr jüngerer Bruder einen Paten.Der Besuch vor Ort gibt uns ganz neue Einblicke. Thanise ist ein lebenslustiges, aufgewecktes und sehr freundliches Kind, das man sofort ins Herz schließt. Der Entschluss, auch ihre nur 1 Jahr ältere Schwester, Andresa, die an diesem Tag etwas traurig und bekümmert ist, denn schließlich dreht sich heute alles um Thanise, über eine Patenschaft zu unterstützen, ist schnell gefasst.Hier kommt die Hilfe genau an die richtige Stelle.Die Courage und Tatkraft dieser Mutter mit ihren 8 Kindern ist bewundernswert und hat uns beeindruckt. Wie viel doch mit relativ wenig Geld im Monat bewirkt werden kann. Wir möchten diesen Kindern mit unserer Unterstützung eine selbständige Zukunft ermöglichen. Sie sollen die Chance zum Schulbesuch und zu einer guten Ausbildung erhalten.Die Arbeit, die hier durch das Projekt >Kinderhilfe und FamilienbetreuungWir danken von ganzem Herzen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort.Frank Harlinghaus

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Reisebericht

März 2005 Besuch

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Reisebericht März 2005

Begegnug mit meinem Patensohn Filipe in Passo Fundooder der lange Arm von LEO XIIVon Anfang an habe ich das Projekt meines Bruders Ulf für die Kinder in Passo Fundo miterlebt und unterstützt. Zu Beginn der Patenschaft wechselten meine Patenkinder sehr rasch (durch Ortswechsel). Es war aber immer eine Freude von ihnen Fotos und Zeichnungen zu erhalten.Vor über 10 Jahren wurde Filipe unser Patenkind. Mit ihm entstand über die Zeit ein persönliches Verhältnis. Briefe, Ansichtskarten und Fotos vertieften den Kontakt und auch die Geburtstage wurden nicht vergessen. Seinen 18. Geburtstag konnte er im Herbst 2004 feiern. Das war mir ein Anlass, eine Reise nach Brasilien zu planen und die so erfolgreiche Arbeit in Passo Fundo kennen zu lernen.Dieser von Anfang an nicht als Touristenreise geplante Besuch mit meinem Bruder wurde zu einer großen Erlebnisreise. Wir trafen mit so vielen unterschiedlichen und immer freundlichen Menschen zusammen und sahen die vielen Einrichtungen für die Kinder und Jugendlichen. Welch großartiges Werk ist da entstanden!Wir waren dankbar, dass wir uns bei unseren Gastgebern immer wieder in häuslicher Atmosphäre wohl fühlen konnten. Dom Osvino und Neli, Lourdes und Ivo Guizzardi, Sirlei und Darcisio Staudt haben sehr viel für uns getan, ihnen gilt mein herzlicherDank!In Passo Fundo erhielt ich die Nachricht, dass Patensohn Filipe beim Heer seine Grundausbildung ableisten muss und in dieser Woche im Manöver ist. Ein Treffen mit ihm noch am letzten Tag meines Besuches schien aussichtslos, da er für die Heimfahrt mehr als 4 Stunden benötigte.Am späten Nachmittag haben wir als letztes Jugendzentrum ?Jose Alexandre Zachia? besucht. Dorthin ist auch Filipe all die Jahre gegangen und die langjährige Leiterin konnte mir viel über ihn erzählen und über seine Erfolge (Zertifikate) bei den Lehrgängen ?Informatik-kurs? und ?Wartung von PC?s? berichten. Wir beschlossen, seine Eltern aufzusuchen. Auf dem Fußweg dorthin hat uns die Leiterin viel über die positive Entwicklung dieser Siedlung und ihrer Bewohner vermittelt. Die Eltern und die älteste Schwester mit Kind empfingen uns freundlich, erfrischten uns mit Eis und Früchten und stolz zeigte uns der Vater seine einfache Schlosserei (er hat die Fenster des Jugendzen-trums mit Gittern versehen, da dort wiederholt eingebrochen wurde und zuletzt sogar bei durchgesägten Gittern ein Computer gestohlen und darüber hinaus sogar der gesamte Zaun gestohlen wurde).Nach einer Stunde dann die Überraschung: Filipe kommt! Herzliche Begrüßung, Austausch von Geschenken und trotz gewisser Schüchternheit eine frohe Unterhaltung. Die Bedeutung und der Einfluss von Leao XIII hat sich hier gezeigt. Die Mitarbeiter haben alles dran gesetzt, dass dieses Treffen stattfinden konnte. Wie wir hinterher erfuhren, wurde in den letzten Tagen viel telefoniert und verhandelt ? bis hin zum Kommandanten. Respekt und herzlichen Dank für diesen schönsten Moment meiner Reise!Und Patensohn Filipe hatte auch noch eine Überraschung für mich: er holte seine hübsche Freundin, um sie mir vorzustellen.Winfried Brodowski

Besuch bei einer armen Familie Bruder Ulf bei den Kindern Filipe freut sich über den Besuch Beide zusammen mit der Leiterin des Zentrums

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Reisebericht

März 2005 Jubiläumsreise

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Reisebericht März 2005

JUBILÄUMSREISEGenau an dem Tag, an dem ich vor 25 Jahren in PORTO ALEGRE ankam, empfing mich auch diesmal Osvino, jetzt Bischof von Novo Hamburgo, mit Neli am Flughafen. Obwohl sie nicht genau wissen konnten, dass ich es war, der meinen Bruder Winfried begleiten würde, begrüßten uns ganz herzlichen auch Lourdes und Ivo von unserem Projekt in Porto Alegre am Flughafen.Wir durften die überaus großzügige Gastfreundschaft im Bischofshaus genießen, die deutsch und italienisch geprägte Gegend kennen lernen, die Caritaszentrale in POA mit dem Neubau für die Berufsausbildung besuchen und als Höhepunkt dort einen großen Gottesdienst mit Dom Osvino erleben. Zu diesem waren die Kinder und Familien aus allen 9 Pfarreien unseres Projektes mit ihren Pfarrern und Betreuerinnen zusammengekommen als Dank an die Paten und Bitte um weitere Unterstützung.Darüber hat sogar das Fernsehen in ganz Brasilien berichtet.In PASSO FUNDO trafen wir die Bischöfe Dom Urbano und Dom Ercilio gleich dreimal ? ihr Ausdruck für die Wichtig-keit unserer Hilfe für die Kinder in der Stadt ?, hatten einen Churrasco Abend mit dem Vorstand der Leao XIII und konnten dort auch alle Kinderstätten, Jugendzentren und Werkstätten der Berufsausbildung besuchen.Ich empfand tiefe Dankbarkeit und große Begeisterung über das Hilfswerk und vor allem was daraus in all den Jahren geworden ist. Nicht nur, dass ich kein einziges Kind in PAFU fand, das bettelte oder seine Dienstleistungen anbot (alle bedürftigen Kinder aus den Favelas werden durch die Leao XIII aufgefangen und betreut)sondern ich traf Erzieherinnen und sogar eine Leiterin eines Jugendzentrums, das früher selber als Kind im Zentrum aufgenommen war!Was ist da alles geschehen!Es zeigte mir aufs Neue, dass all die ehrenamtliche und finanzielle Hilfe lohnt und die vielen Patenschaften eine unbeschreiblich wirkungsvolle Entwicklungshilfe vor Ort sind.Weitere Hilfe, die inzwischen auch von brasilianischer Seite fließt, bleibt notwendig, da besonders in POA die größere Not in den Armengebieten zu finden ist.Die Sorge war zu hören, ob wir bei unserer immer höher werden Arbeitslosigkeit und Armut im eigenen Land diese wirksame Arbeit dort weiter unterstützen werden. Ich möchte Sie alle bitten, es weiterhin zu tun, weil dieses christliche Engagement so wichtig ist und unmittelbar hilft. Danke!Ulf Brodowski

Osvino Both und Ulf Brodowski Ein starkes Zeichen der Verbundenheit Die Dankbarkeit der Kinder

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Rundbrief

September 2005 Mitgliederversammlung

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Mitgliederversammlung 2005

Die Mitgliederversammlung fand am 16.04.2005 statt.Im Jahre 2004 haben fünf Paten ihre Patenkinder und die Einrichtungen in Passo Fundo sowie die Patenkinder und Projekte in Porto Alegre besucht.Obwohl wir 43 neue Paten gewinnen konnten, haben wir in 2004 sieben Paten verloren. 16 Paten sind in diesem Jahr verstorben.Per 31.12.2004 hatten wir in Passo Fundo und Porto Alegre 1.532 deutsche Paten mit 1.903 Patenkindern. In Passo Fundo werden jedoch 3.230 Kinder und Jugendliche betreut, in Porto Alegre sind es 342 Kinder und Jugendliche.Schwerpunkt der Arbeit in Passo Fundo und Porto Alegre war neben der schulischen und beruflichen Bildung die gesundheitliche Vorsorge und Begleitung. So wurden z.B. in Porto Alegre im 1. Halbjahr 2004 (für das 2. Halbjahr lagen zum Stichtag noch keine Zahlen vor) 1.692 Untersuchungen und Behandlungen honorarfrei vorgenommen. Bei den öffentlichen Gesundheitsstationen wurden 828 Behandlungen vorgenommen. In den drei Ambulatorien der Jugendzentren Ipiranga, Bom Jesus und José Alexandre Zachia in Passo Fundo wurden insgesamt 32.219 Behandlungen durchgeführt. Für Medikamente und Hilfsmittel wurde ein Betrag von rd. 2.000,00 &; aufgewendet.In der Berufsschule in Passo Fundo (CEP) haben im Jahre 2004 1.295 Auszubildende ihr Abschlusszertifikat erhalten. An der Errichtung der Berufsausbildungseinrichtung in Porto Alegre beteiligte sich die Kinderhilfe im Jahre 2004 mit einem Betrag in Höhe von 83.000,00 €. Der Rohbau steht bereits.Die Fa. ilumi (Paten Frau Pfeiffer und Herr Wengenroth) hat sich nach einem Besuch des Patenkindes in Porto Alegre spontan bereit erklärt, unsere Homepage komplett neu zu gestalten und ins Internet einzustellen (für die Kinderhilfe kostenfrei). Auch die weitere Pflege wird übernommen. Für dieses Engagement herzlichen Dank.In Passo Fundo wurden für die Projektarbeit aufgewendet: Im Jahre 2003 Insgesamt 689.984,28 € Davon hat die Kinderhilfe finanziert: 480.430,00 € Finanzierungsanteil 61,09 % In Porto Alegre wurden 2004 insgesamt verwendet: Im Jahre 2004 255.164,09 € Finanzierung durch Kinderhilfe Berufsausb.-Einrichtung (100 %) 83.000,00 € Aufw. f. Projektarbeit 172.164,09 € Finanzierung durch Kinderhilfe 131.838,81 € Finanzierungsanteil 76,58 % Die übrigen Mittel wurden von den brasilianischen Partnern aufgebracht. Jahresabschluss per 31.12.2004 Einnahmen 2004 Ideeller Bereich (Patenschaften, Sonderspenden usw.) 1.216.006,36 € Einnahmen aus Vermögensverwaltung (Zinseinnahmen) 12.280,46 € Gesamteinnahmen 2004: 1.228.286,82 € darin enthalten aus Aufl. v. Rücklagen 621.298,00 € 594.708,36 € Ausgaben 2004 Ideeller Bereich 645.556,33 € andere steuerfreie Zweckbetriebe (Versicherung) 175,02 € Gesamtausgaben 2004 (einschl. Überweisungen nach Brasilien) 645.731,35 € Gewinn / Nicht verteilter Jahreserfolg: 582.555,47 € Zur Ermittlung der Verwaltungskosten sind von den Gesamtausgaben in Höhe von 645.556,33 &; abzuziehen: Zahlungen an Passo Fundo 405.210,00 € Zahlungen an Porto Alegre 203.000,00 € Medikamente für Passo Fundo 0,00 € Aufw.-Entsch. (aus Rücklage) 4.100,00 € 612.310,00 € Verwaltungskosten 33.246,33 € Verwaltungskosten 2004 5,59% Vermögensübersicht Aktiva: Anlagevermögen 5.602,00 € Umlaufvermögen 615.215,74 € 620.817,74 € Passiva: Investitionsrücklage 17.866,60 € Freie Rücklage 17.866,60 € Investitionsrücklage 12.984,84 € Zweckgebundene Rücklage 2.172,99 € Zweckgebundene Rücklage 5.237,84 € Gewinnvortrag 5.237,84 € Gewinn / Nicht verteilter Jahreserfolg: 582.555,47 € 582.555,47 € 620.817,74 €

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Rundbrief

September 2005 Sonderhilfen

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Sonderhilfen

Weihnachtsbasar des Berufskollegs Essen-Ost Seit über 30 Jahren ist es am Berufskolleg Ost der Stadt Essen Tradition, dass sich die Schüler in den letzten Wochen vor Weihnachten für einen guten Zweck einsetzen. Diesmal wurde ein Projekt der Kinderhilfe Passo Fundo e.V. ausgewählt, wobei das Geld für die Ausstattung des im Bau befindlichen Berufsschulzentrums in Porto Alegre verwandt werden soll. Damit beim Sammeln der Spaß nicht zu kurz kommt, ließen sich Schüler und Lehrer des Berufskollegs wieder die verschiedensten Aktivitäten einfallen. Vom Pizzabacken bis zum Fußballturnier, von der Gestaltung von Weihnachtskarten bis zur Versteigerung, der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Am Ende stand ein Betrag von 3000,- Euro, die in Porto Alegre gut angelegt sind.Michael KrickAllen Schülerinnen und Schülern und dem Lehrerkollegium gilt unser herzlicher Dank.

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Rundbrief

September 2005 Patenbriefe

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Patenbriefe

Auszüge aus Kinderbriefen... Meine Mutter hat uns verlassen und ließ uns 6 Kinder bei der Oma, die sehr krank ist. Sie benötigt eine weitere Operation. Sie hat Nierensteine, kann nicht mehr laufen, hat große Schmerzen, alles ist geschwollen. Dennoch sorgt sie für uns, gibt uns Liebe und Zärtlichkeit, als wäre sie unsere Mutter. ...Sie ist eine Kämpferin...... Ich werde Sie nie vergessen und wenn ich heute in meinem Leben viele Augenblicke der Freude genießen kann, dann habe ich das alles Ihnen zu verdanken....Hier in Brasilien bedeutet das Lernen alles für uns Ju-gendliche. Jeden Tag erklären uns die Lehrer, dass das Lernen das einzige ist was uns keiner nehmen kann...Auszüge der Betreuer...Eduardo spürte starke Schmerzen in den Beinen und hatte oft Fieber und Erbrechen. Er wurde an der Wirbelsäule operiert, an der sich ein infektiöser Abszess gebildet hatte. Aufgrund einer zweiten Meningitis wurde er erneut operiert.... Wenn er wieder nach Hause kann, wird er, um ins Jugendzentrum zu kommen, einen Rollstuhl benutzen müssen...... Genau in dem Teil der Hütte, in dem die Schwestern wohnen, stürzte die Wand und das Dach ein. Zum Glück nur dieses eine Zimmer, obwohl die ganze, sehr alte Hütte in einem sehr schlechten Zustand und von Holzwürmern zerfressen ist. Es wurde niemand verletzt, da die Kinder im Hof spielten...Der Rest der Hütte wurde abgestützt, muss aber nun komplett restauriert werden....Eine Nachbarin stellte eine Garage zur Verfügung, dort kann die Familie schlafen, bis irgendeine Maßnahme getroffen wird....... Manchmal geschehen Dinge gegen unseren Willen...Wir haben gemeinsam mit der Familie versucht, Daniel auf unterschiedlichste Weise zu helfen,zu fördern, ihn auf den rechten Weg zu bringen. Dennoch hat er den Weg der Drogengewählt...Trotz aller Anstrengungen, u.a. Einweisung in eine Entzugsanstalt fürDrogenabhängige, gelang es uns nicht seine Denkweise zu ändern. Aus diesem Grunde, und weil er aus Passo Fundo weggezogen ist, mussten wir ihn vom Patenschaftsprogrammabmelden...... Sie haben uns und die Familie Ihres Patenkindes Rudimar sehr glücklich gemacht... Nun ist Ihr Patenkind mit seiner Familie in eine andere Stadt gezogen, auf der Suche nach besseren Lebensverhältnissen....Jedoch gelingt es nur wenigen eine bessere Arbeitsstelle zu finden. Die meisten kehren dann an ihren alten Wohnort zurück....Bei Rudimars Familie war dies nicht der Fall... Auszug aus einem Patenbrief... Ihren unermüdlichen Einsatz bewundern wir und möchten weiter mit dazu beitragen, jungen Menschen und Familien eine bessere Startchance zu geben, die dann in der eigenen Umgebung ein starkes Licht für andere werden, die allein nicht die Kraft haben....

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Rundbrief

September 2005 Kinderbriefe

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Kinderbriefe

An erster Stelle möchte ich Sie um Entschuldigung bitten, weil ich nicht eher geschrieben habe. Ich möchte Ihnen für das Geld danken, das Sie mir geschickt haben und von dem ich mir viele Dinge kaufen konnte. Ich habe Neuigkeiten für Sie.Ich habe ein Kind im Alter von einem Jahr und zwei Monaten. Er ist am 22. April 2003 zur Welt gekommen, wog 3,170 kg und maß 49;5 cm. Er kam per Kaiserschnitt zur Welt und ich war 2 Tage lang auf der Mütterstation. Es hat sich aber gelohnt, denn er ist wunderbar. Er kann noch nicht selbst laufen, aber es wird nicht mehr lange dauern, denn er ist ein sehr aufgewecktes Kind.Von dem ersten Geld, das ich erhielt, habe ich Kleidung für ihn gekauft und mich riesig darüber gefreut. Vom zweiten Geld konnte ich ihm ein paar Süßigkeiten zu Ostern kaufen und ein paar Dinge für seinen Geburtstag. Da habe ich ihm ein Paar Tennis-Schuhe gekauft, eine Kombination, einen Schnuller, eine Schleife für den Schnuller, eine Schnabeltasse für Saft und ein paar Dinge für mich sowie noch ein Geschenk für meinen Mann. Ich bin verheiratet und sehr glücklich, Gott sei Dank. Ich und mein Mann, wir verstehen uns sehr gut. Er arbeitet außerhalb auf dem Lande und sein Lohn reicht aus, um den Unterhalt für unser Häuschen aufzubringen und es mit Möbeln auszustatten. Man tut eben, was man kann. Bei Leão XIIl habe ich einen Lehrgang als Friseuse besucht. Leider konnte ich ihn nicht beenden, weil es mir in den letzten Tagen vor der Geburt meines Babys nicht besonders gut ging. Nun besuche ich wieder die 7. Klasse.Mein Sohn besucht den Kindergarten und ich besuche dieSchule.Ich danke Ihnen von ganzem Herzen für alles, was Sie fürmich getan haben und möchte Ihnen mitteilen, dass Sieeinen ganz besonderen Platz in meinem Herzeneinnehmen. Wenn mein Kind älter ist, werde ich ihmerzählen, dass er sein erstes Paar Tennis-Schuhe DankIhrer Unterstützung bekommen hat. Ich werde die Tennisschuhe aufbewahren, um sie ihm zu zeigen. Ich möchte gern, dassSie nun ein anderes Kind an meiner Stelle in Patenschaftnehmen, denn ich werde nun ausscheiden.Pate, möge Gott Sie mit seinem Segen versehen, weil Sieeine so gute Person sind. Ich bin mir sicher, dass einanderes Kind, das ebenfalls Ihre Unterstützung benötigt,sehr dankbar und sehr glück-ich sein wird. Genauso, wieich, als ich Ihre Unterstützung benötigte.Ich hoffe, dass Ihnen meine Briefe und die Grußkartengefallen haben, die ich Ihnen liebevoll geschickt habe.Sobald es möglich ist, werde ich Ihnen ein Foto von derwunderschönen Familie schicken, die ich gegründet habe.Ich würde Sie sehr gern kennen lernen, aber leider ist dasja nicht möglich. So würde ich mich wenigstens über einFoto von Ihnen freuen. Möge Gott Sie mit seinem Segen versehen und stets bei Ihnen sein.Ich, mein Sohn João Victor und mein Mann Gustavedanken Ihnen für Ihre Unterstützung. Vielen Dank undvergessen Sie mich nicht. Bitte entschuldigen Sie, wennIhnen etwas nicht gefallen haben mag.Eine feste Umarmung von mir und meiner Familie.GOTT SEI MIT IHNEN! ICH HABE SIE LIEB.Michele Cristina Scharlau

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September 2005 Reisebericht

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Reisebericht

JUBILÄUMSREISEGenau an dem Tag, an dem ich vor 25 Jahren in PORTO A-LEGRE ankam, empfing mich auch diesmal Osvino, jetzt Bischof von Novo Hamburgo, mit Neli am Flughafen. Obwohl sie nicht genau wissen konnten, dass ich es war, der meinen Bruder Winfried begleiten würde, begrüßten uns ganz herzlich auch Lourdes und Ivo von unserem Projekt in Porto Alegre am Flughafen. Wir durften die überaus großzügige Gastfreundschaft im Bischofshaus genießen, die deutsch und italienisch geprägte Gegend kennen lernen, die Caritaszentrale in POA mit dem Neubau für die Berufsausbildung besuchen und als Höhepunkt dort einen großen Gottesdienst mit Dom Osvino erleben. Zu diesem waren die Kinder und Familien aus allen 9 Pfarreien unseres Projektes mit ihren Pfarrern und Betreuerinnen zusammengekommen als Dank an die Paten und Bitte um weitere Unterstüt-zung. Darüber hat sogar das Fernsehen in ganz Brasilien berichtet. In Passo Fundo trafen wir die Bischöfe Dom Urbano und Dom Ercilio gleich dreimal &; ihr Ausdruck für die Wichtigkeit unsererHilfe für die Kinder in der Stadt &;, hatten einen Churrasco Abend mit dem Vorstand der Leão XIII und konnten dort auch alle Kinderstätten, Jugendzentren und Werkstätten der Berufsausbildung besuchen. Ich empfand tiefe Dankbarkeit und große Begeisterung über das Hilfswerk und vor allem, was daraus in all den Jahren geworden ist. Nicht nur, dass ich kein einziges Kind in Passo Fundo fand, das bettelte oder seine Dienstleistungen anbot (alle bedürftigen Kinder aus den Favelas werden durch die Leão XIII aufgefangen und betreut), sondern ich traf Erzieherinnen und sogar eine Leiterin eines Jugendzentrums, die früher selber als Kind im Zentrum aufgenommen war! Was ist da alles geschehen! Es zeigte mir aufs Neue, dass all die ehrenamtliche und finanzielle Hilfe sich lohnt und die vielen Patenschaften eine unbeschreiblich wirkungsvolle Entwicklungshilfe vor Ort sind.Weitere Hilfe, die inzwischen auch von brasilianischer Seite fließt, bleibt notwendig, da besonders in Porto Alegre die größere Not in den Armengebieten zu finden ist. Die Sorge war zu hören, ob wir bei unserer immer höher werden Arbeitslosigkeit und Armut im eigenen Land diese wirksame Arbeit dort weiter unterstützen werden. Ich möchte Sie alle bitten, es weiterhin zu tun, weil dieses christliche Engagement so wichtig ist und unmittelbar hilft. Danke!Ulf Brodowski Begegnung mit meinem Patensohn Filipe in Passo Fundo - oder der lange Arm von Leão XIIIVon Anfang an habe ich das Projekt meines Bruders Ulf für die Kinder in Passo Fundo miterlebt und unterstützt. Zu Beginn der Patenschaft wechselten meine Patenkinder sehr rasch (durch Ortswechsel). Es war aber immer eine Freude, von ihnen Fotos und Zeichnungen zu erhalten. Vor über 10 Jahren wurde Filipe unser Patenkind. Mit ihm entstand über die Zeit ein persönliches Verhältnis. Briefe, Ansichtskarten und Fotos vertieften den Kontakt und auch die Geburtstage wurden nicht vergessen. Seinen 18. Geburtstag konnte er im Herbst 2004 feiern. Das war mir ein Anlass, eine Reise nach Brasilien zu planen und die erfolgreiche Arbeit in Passo Fu-do kennen zu lernen.Dieser von Anfang an nicht als Touristenreise geplante Besuch mit meinem Bruder wurde zu einer großen Erlebnisreise. Wir trafen mit so vielen unterschiedlichen und immer freundlichen Menschen zusammen und sahen die vielen Einrichtungen für die Kinder und Jugendlichen. Welch großartiges Werk ist da entstanden! Wir waren dankbar, dass wir uns bei unseren Gastgebern immer wieder in häuslicher Atmosphäre wohl fühlen konnten. Dom Osvino und Neli, Lourdes und Ivo Guizzardi, Sirlei und Darcisio Staudt haben sehr viel für uns getan, ihnen gilt mein herzlicher Dank.In Passo Fundo erhielt ich die Nachricht, dass Patensohn Filipe beim Heer seine Grundausbildung ableisten muss und in dieser Woche im Manöver ist. Ein Treffen mit ihm noch am letzten Tag meines Besuches schien aussichtslos, da er für die Heimfahrt mehr als 4 Stunden benötigte. Am späten Nachmittag haben wir als letztes Jugendzentrum &;Victor Issler&; besucht. Dorthin ist auch Filipe all die Jahre gegangen und die langjährige Leiterin konnte mir viel über ihn erzählen und über seine Erfolge (Zertifikate) bei den Lehrgängen&; Informatikkurs und Wartung von PC&;s berichten. Wir beschlossen, seine Eltern aufzusuchen. Auf dem Fußweg dorthin hat uns die Leiterin viel über die positive Entwicklung dieser Siedlung und ihrer Bewohner vermittelt. Die Eltern und die älteste Schwester mit Kind empfingen uns freundlich, erfrischten uns mit Eis und Früchten und stolz zeigte uns der Vater seine einfache Schlosserei ( er hat die Fenster des Jugendzentrums mit Gittern versehen, da dort wiederholt eingebrochen wurde und zuletzt sogar bei durchgesägten Gittern ein Computer gestohlen und darüber hinaus sogar der gesamte Zaun gestohlen wurde).Nach einer Stunde dann die Überraschung: Filipe kommt! Herzliche Begrüßung, Austausch von Geschenken und trotz gewisser Schüchternheit eine frohe Unterhaltung. Die Bedeutung und der Einfluss von Leao XIII hat sich hier gezeigt. Die Mitarbeiter haben alles dran gesetzt, dass dieses Treffen stattfinden konnte. Wie wir hinterher erfuhren, wurde in den letzten Tagen viel telefoniert und verhandelt &; bis hin zum Kommandanten. Respekt und herzlichen Dank für diesen schönsten Moment meiner Reise &; und Patensohn Filipe hatte auch noch eine Überraschung für mich: er holte seine hübsche Freundin, um sie mir vorzustellen. Winfried Brodowski

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Rundbrief

September 2005 Neues aus Porto Alegre

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Neues aus Porto Alegre

Aus der Vielzahl der Meldungen aus Porto Alegre möchten wir nur ein paar herausgreifen.Vorbereitung auf den WeltjugendtagAus Porto Alegre wurden acht Jugendliche ausgewählt, am XX. Weltjugendtag für das Projekt Kinderhilfe und Familienbetreuung teilzunehmen. Mit Begeisterung bereiteten sie sich auf ihre Reise vor. Sie trafen sich einmal pro Woche in der Zentrale des SAS, wo sie sich über das Projekt der Kinderhilfe, über Kirche und über Deutschland informierten. Die Vorbereitungen, die sie zu einer Gemeinschaft machen sollten, haben im 2. Halbjahr 2004 begonnen und wurden in 2005 fortgesetzt. Im Oktober 2004 haben diese Jugendlichen die Familientreffen ihrer eigenen Gruppen geleitet. Dabei haben sie über das gesprochen, was sie in den Vorbereitungstreffen gelernt haben, vor allem über die Ziele der Kinderhilfe. Von den Müttern und den Erziehungsberechtigten forderten sie eindringlich größeres Interesse und mehr Engagement bei der Erziehung und Bildung der eigenen Kinder, weil sie beides für die Zukunft der Kinder für so wichtig erachten.HandarbeitenDas Erfreuliche bei den Handarbeitsgruppen ist, dass daran auch viele Kinder teilnehmen. So zum Beispiel in der Pfarrei São Judas Tadeu - POA 5, wo Jugendliche Webereiartikel herstellen, während die Mütter Brot, Kuchen und Gebäck produzieren und in der Gemeinde verkaufen. Diese Aktion ist ein voller Erfolg, nicht zuletzt wegen der Reklame, die die Pfarrer dafür machen.In der Pfarrei São Vicente Martir - POA 3 hatten 10 Mütter eine besonders gute Idee: sie backten Weihnachtskuchen. Das Geschäft ging sehr gut, auch finanziell gesehen. Dieses reizte andere Mütter aus der Gruppe, nach einer weiteren Einkommensalternative zu suchen. In der Pfarrei Santa lsabel - Viamão - POA 2 stellten Mütter Winterbettdecken her, und der finanzielle Erfolg lässt sie weiter machen.Zwischen POA 11 und POA 12 gab es einen Ideenaustausch. Mütter der Pfarrei Santa Rosa de Lima - POA 11 lehrten Mütter der Gruppe São Cristovão - POA 12 Stoffmalerei. Dieser Versuch ist gut angekommen. Viele Mütter von POA 12 entwickelten diese Arbeit weiter und können durch den Verkauf der Artikel das Einkommen der Familie verbessern.AbmeldungenIm zweiten Halbjahr wurden 17 Kinder abgemeldet, die meisten von ihnen, weil ihre Familien umgezogen sind. In Brasilien kommt es häufig vor, dass Familien, die am Stadtrand wohnen, öfters umziehen, um nahe ihrer Arbeitsstelle zu wohnen. Ebenso ziehen sie oft um, damit sie in der Nähe ihrer Familienangehörigen wohnen können. Ein Teil der Kinder und ihre Familien wurden allerdings von der Kinderhilfe und Familienbetreuung abgemeldet, weil die Familien kein Interesse daran hatten, ihre Situation zu verbessern und mit dem Projekt zusammenzuarbeiten. In solchen Fällen sind die Familien nur auf die finanzielle Unterstützung aus, und das ist mit Sicherheit nicht der Sinn des Projektes.Eine weitere Meldung scheint uns interessant, nämlich dasProgramm &;Sauberes Haus"Im Dezember wurde ein Intensiv-kurs, ein Qualifizierungskurs für Putzarbeit gegeben, um dendie Mütter selbst gebeten hatten, da Putzhilfen sehr gefragt sind.

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Rundbrief

September 2005 Neues aus Passo Fundo

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Neues aus Passo Fundo

Im Jahre 2004 betreute die Assistência Social Diocesana Leão XIII täglich mehr als 3.230 Kinder und Jugendliche und servierte im Durchschnitt 4.588 Mahlzeiten täglich.GesundheitNeben vielen schon bekannten Aktivitäten gibt es in Zusammenarbeit mit ABORGS eine Ausbildung von Zahnarztassistentinnen, um die zahnärztliche Versorgung noch zu verbessern.Dazu dient auch das Projekt Jean Carlos Vargas. Im Rahmen dieses Projektes wurden 138 Zahnprothesen hergestellt und finanziert für solche Personen, die für diese Kosten nicht aufkommen können. Z.B. finanzierte die Familie von Jean Carlos die Zahnprothese und das Sekretariat für Gesundheit kam für die Behandlungskosten auf. Die Assistência rechnet als weitere Verstärkung mit Praktikanten der Universität für Medizin, Zahnheilkunde, Psychologie, Krankenpflege und Pharmacie.BerufsausbildungInsgesamt 1.295 Lehrlinge waren im Jahre 2004 in der Berufsschule eingetragen, 768 erreichten davon den Abschluss. Aber hunderte Jugendliche blieben ohne Ausbildung, weil die Kapazität der Berufsschule nicht ausreicht.In 2005 unterstützt der neue Bürgermeister die Schule wieder mit 15.000 Reais monatlich, vor allem für Personalkosten.Die erste Rate eines Bundeszuschusses aus Brasilia ist für den Erweiterungsbau der Berufsschule eingetroffen, aber viel zu gering, um etwas Ordentliches in Gang zu setzen. Vielleicht können wir aus Deutschland mit einem Zwischendarlehen dem Erweiterungsprojekt genügend Schwung geben.Kunst, Kultur und FreizeitgestaltungAnhand von Workshops wurden bedeutende Aspekte zu Kunst, Kultur, Sport und Freizeit ausgearbeitet. Sie halfen bei der Entwicklung der Kinder und Jugendlichen und wurden in allen Tagesstätten und Jugendzentren durchgeführt. Die Kinder beteiligten sich am Folklorefestival, der Buchmesse und der Prozession Unserer Lieben Frau Aparecida.

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Rundbrief

September 2005 Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht Rundschreiben September 2005

VorwortWeltjugendtag 2005Passo FundoPorto AlegreMitgliederversammlung 2005ReiseberichteKinderbriefKinder- und PatenbriefeSonderhilfen

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Rundbrief

September 2005 Vorwort

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Vorwort

Liebe Freunde, liebe Paten!Sie werden sicher verstehen, dass wir diesen Rundbrief erst im September verschicken; denn wir wollten uns die einmalige Gelegenheit, Ihnen aktuelle Bilder und Berichte vom Weltjugendtag noch in dieser Ausgabe zu präsentieren, nicht entgehen lassen.Mit großer Freude und Begeisterung sind unsere brasilianischen Gäste, gut vorbereitet, in der Pfarrei St. Peter und Paul in Duisburg - Huckingen am 11. August eingetroffen.Nach einem festlich gestalteten Gottesdienst war am Samstag, dem 13. August, dann Zeit und Raum für intensive Begegnungen zwischen den Jugendlichen, unseren brasilianischen Freunden und Mitarbeitern, ihren Paten und Mitgliedern des Vereins, den Gastfamilien, der Gemeinde sowie 18 Jugendlichen aus Bosnien. Bei Speis und Trank im Pfarrgarten herrschte bereits trotz bestehender Sprachbarrieren reger Austausch zwischen allen Anwesenden. Leuchtende Augen sah man dann bei der gelungenen Darbietung der Jugendlichen aus Porto Alegre und Passo Fundo mit ihren landestypischen Tänzen und Liedern aus ihrer Heimat. Die Jugendlichen ernteten viel Beifall.Besonders intensiv war sicherlich die Begegnung der Jugendlichen mit ihren Paten. Aber für uns andere war es ebenfalls eine große Bestärkung in unserer Arbeit und schenkte uns in besonderer Weise Motivation und neuen Schwung. Diese Begeisterung möchten wir weitergeben und mit Ihnen teilen. Heinrich Lanius Heinz Eichwald 1. Vorsitzender 2. Vorsitzender

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Rundbrief

September 2005 Weltjugendtag

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Weltjugentag 2005

Meet the World -Gäste sind ein Segen&;Öffne deine Tür und öffne auch dein Herz. Hand in Hand, wir schließen nun den ganzen Erdkreis ein, für seinen Frieden die Baumeister zu sein.&;Im Sinne dieser Textzeilen aus dem diesjährigen Lied zum Weltjugendtag 2005 öffneten sich in den Gemeinden der deutschen Bistümer viele Türen zahlreicher Gastfamilien, die bereitwillig Jugendliche aus 193 Ländern dieser Welt bei sich aufnahmen.Unsere Freunde aus Brasilien fanden in den ersten Tagen Unterkunft in der Duisburger Gemeinde St. Peter und Paul. Nach fröhlicher Begrüßung am Düsseldorfer Flughafen wurden sie herzlichst von der Gemeinde und allen Gastfamilien im Pfarrgarten begrüßt. Auch mit den anderen angereisten Jugendlichen aus Bosnien war schnell Kontakt geschlossen. Am Freitag, dem 12.8., wurde auf ungewöhnliche Weise zwischen den Gemeinden Serm und Mündelheim eine Verbindung geschaffen: an einer rekordverdächtig langen Frühstückstafel wurde gemeinsam im Duisburger Süden gefrühstückt. Im Anschluss wurden die Gastgemeinden erkundet und der Tag schloss mit einer Großveranstaltung im Innenhafen von Duisburg. Der Samstag stand dann ganz im Zeichen der Kultur und vielfältige Veranstaltungen an sehenswerten Standorten standen zur Auswahl.Die gemeinsame Feier eines festlichen Gottesdienstes zusammen mit der Gemeinde bildete den Auftakt zu einem Abend der Begegnung. Die Paten der Jugendlichen waren angereist, um ihre Patenkinder in Deutschland willkommen zu heißen. Bei dieser Gelegenheit sahen sich die meisten von Ihnen zum ersten Mal. Trotz bestehender Sprachbarrieren war schnell Kontakt geschlossen und mit Übersetzungshilfe ein erster Austausch geschafft &; bewegende Augenblicke.Im Pfarrsaal präsentierten dann die Jugendlichen aus Porto Alegre und Passo Fundo einstudierte Tänze und Lieder aus ihrer Heimat und ernteten stürmischen Applaus.Nach gemeinsamen Gottesdiensten in den Gemeinden machte man sich dann auf den Weg zur Veltins Arena auf Schalke zur Aussendungsfeier mit Bischof Genn. Schon Stunden vor der eigentlichen Feier herrschte bei den rund 30.000 Pilgerinnen und Pilgern Hochstimmung im Stadion. Hunderte von Fahnen der vielen Gastnationen begleitet von Sprechchören aller Sprachen ergaben ein wunderbar farbenprächtiges Bild. Es herrschte Hochstimmung! &;Wir sind gekommen, um Ihn anzubeten.&; Im Sinne des Mottos des Weltjugendtages 2005 sangen und beteten junge Christinnen und Christen aus aller Welt gemeinsam und waren so vereint im Glauben.Am 15.8. machten sich dann alle auf den Weg zur zweiten Station dieses Weltjugendtages.400.000 Jugendliche, zuvor auf deutsche Bistümer verteilt, pilgerten an den Rhein und bezogen Quartier in Bonn, Köln und Düsseldorf. Unsere brasilianischen Freunde wurden herzlich in den zwei Gemeinden St. Norbert und St. Theresia in Düsseldorf-Garath aufgenommen und von Pfarrer Carl Wenzel Heix, selbst Pate, begrüßt.Am Nachmittag des 16.8. fanden dann in Bonn mit Bischof Bode, in Köln mit Kardinal Meißner und in Düsseldorf mit Kardinal Lehmann die Eröffnungsgottesdienste statt. Wie schon zuvor herrschte an allen Orten eine ausgelassene Stimmung &; eine kaum zu beschreibende Atmosphäre. In den darauffolgenden Tagen bot sich den Pilgerinnen und Pilgern ein buntes Programm mit Katechesen unter Leitung verschiedener Bischöfe, Gottesdienste, Andachten, Festivals u.v.m. in Köln, Bonn und Düsseldorf. Köln war fest in der Hand der Jugendlichen. Sie prägten das bunte internationale Straßenbild und hatten die Innenstadt sowie die Plätze rund um den Dom fest im Griff. Ein Highlight war dann die Ankunft des Papstes und seine Fahrt auf dem Rhein. Hunderttausende säumten die Ufer und die Sprechchöre riefen fast ohne Unterlass jubelnd &;Benedetto&;. Die Sonne strahlte zur Begrüßung am Rhein und Jugendliche verharrten stundenlang an der Wegstrecke um den Papst zu sehen. Der absolute Höhepunkt waren dann jedoch die Feierlichkeiten auf dem Marienfeld. Bereits zur Vigil waren rund 700.000 gekommen und zum Abschlussgottesdienst sollten es dann ca. 1 Million werden. So nahm ein bewegender Weltjugendtag sein Ende.

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Rundbrief

Januar 2003 Vorwort

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Vorwort

Liebe Freunde, liebe Paten!das Jahr 2002 ist für Brasilien und auch für unsere Freunde in Passo Fundo und Porto Alegre sicher ein Meilenstein in der Entwicklung des Landes. Die Zeitschrift ?Topicos? nennt die Wahl des neuen Präsidenten Luiz Inacio (Lula) da Silva eine historische Zäsur. Denn zum ersten Mal hat im vierten Anlauf ein Mann aus dem einfachen Volk die Wahl gewonnen und zwar mit der höchsten Prozentzahl, die es je in Brasilien gab. Wenn er von Januar 2003 an regiert, wird er sicher nicht alles ändern können,aber viele Erwartungen ruhen auf ihm. Auch wir erhoffen, dass die neue Regierung die Erweiterung der Berufsschule endgültig positiv bescheidet und die erwarteten Gelder bewilligt, zumal die Hälfte der Gesamtsumme die Weltbank mitfinanziert. Die Probleme haben sich vor allem bei Kindern unter 14 Jahren verschärft. Der Jahresbericht der ?Kindernothilfe? 2001 zeigt sehr deutlich, dass ?im Drogenhandel man sich schnell darüber klar geworden ist, dass die beste Arbeitskraft die derKinder von bis zu 12 Jahren ist. Je jünger, desto weniger Gesetze werden gebrochen.?Von daher können wir nur begrüßen, dass die Landwirtschaftsschule inPasso Fundo einem Projekt gegen die Drogenabhängigkeit zur Verfügung gestellt wurde; wir wünschen allen Beteiligten, vor allem den Kindern und Jugendlichen dort Erfolge bei der Therapie und Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Sie sehen, die Herausforderungen nehmen nicht ab, unsere Hilfe ist nach wie vor gefragt. Für Ihre Mitarbeit im vergangenen Jahr 2002 danken wir Ihnen ganz herzlich. Dass Sie uns weiter unterstützen, erhoffen wir auch im Neuen Jahr 2003, das für Sie, unsere Freunde in Brasilien und uns ein gutes Jahr werden möge.Das wünschen Ihnen Heinrich Lanius Heinz Eichwald1. Vorsitzender 2. Vorsitzender

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Rundbrief

Januar 2005 Kinder- und Patenbriefe

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Kinder- und Patenbriefe

Auszüge aus Briefen der Betreuer...Aufrichtigen Dank für Ihre Geste der Nächstenliebe, für das Hörgerät, das Sie Carolin geschenkt haben. Nachdem die Ärztin Carolina das Gerät eingesetzt hatte, waren alle in der Praxis sehr gerührt, als sie das Mädchen lächeln sahen. Sie konnte zum ersten Mal die Stimmen der anderen hören.(...) Gesten wie die Ihre bewegen uns dazu unseren schweren Weg mit den von der Gesellschaft ausgeschlossenen Kindern weiterzuführen....Mit großer Traurigkeit müssen wir Sie über den Tod Ihres Patenkindes Guilherme informieren. Er hatte Probleme mit seinem Stiefvater. In einem schwachen Moment nahm er sich sein Leben. Die Mutter möchte Ihnen für die glücklichen Momente danken, die Sie ihrem Sohn bereitet haben, wenn auch nur für kurze Zeit....Wir geben uns große Mühe, Bruno zum Sprechen zu bringen. Untersuchungen haben ergeben, dass Bruno weder stumm noch taub ist. Der Arzt vermutet ein Sprachproblem und hat ihn zu einer Sprachheilärztin überwiesen. Hier käme der Junge auf eine Warteliste und müsste etwa 2 Jahre auf eine kostenlose Behandlung warten. Wir hoffen mit dem Verantwortlichen für Gesundheitsfragen in der Leão XIII, die für Bruno dringend notwendige Betreuung ein wenig schneller voranzubringen.... Luciano war erst 10 Jahre alt und wurde von einem Serienkiller ermordet. Er lockte arme Kinder mit Geld an. Die ganze Gemeinde war sehr betroffen, denn es waren 12 Kinder, denen er das Leben nahm und deren Familien er verzweifeln ließ. Wir aus dem Jugendzentrum versuchen mit allen Mitteln seiner Schwester, Ihrem Patenkind, über dieses Trauma hinwegzuhelfen.... Ihre Patentochter erhielt ein Unterrichtsstipendium an einer sehr guten Privatschule. Der Deutschunterricht läuft ebenfalls sehr gut. Wie Sie wissen, ist Ihre Patentochter sehr fleißig.Aus dem Brief einer Mutter...Wir sind eine arme Familie, aber Sie ermöglichen uns das Leben anders zu sehen. Wir sind glücklich, nicht mehr alleine zu sein und jemanden zu haben, der uns seine Hand hinhält und uns den Weg zeigt.Auszüge aus Kinderbriefen...Ich habe nicht geschrieben, weil ich nicht richtig schreiben kann. Ich bin 15 Jahre alt und besuche die 4.Klasse der Grundschule und hier, bei der Leão XIII einenLehrgang für Gebäudetechnik. Im letzten Jahr habe ich bereits einenSchlosserlehrgang besucht. All das dank Ihrer Unterstützung....Ich werde Ihnen ewig dankbar sein für alles, was ich bekommen habe...Dank Ihrer Unterstützung konnte ich mehrere Lehrgänge besuchen und meine Mittelstufe abschließen. Das ermöglichte mir, eine gute Arbeitsstelle zu finden, sodass ich nun meiner Familie helfen kann. Für all das werde ich Sie nie vergessen.Auszüge aus Patenbriefen...Gerne übernehmen wir die Patenschaft für ein weiteres Kind. Verbunden damit möchten wir Ihnen ein großes Kompliment machen für die hervorragende Arbeit für die Kinder in Brasilien. Bei unserem Besuch in Passo Fundo vor einigen Jahren konnten wir sehen, dass jeder Cent richtig ankommt....Wenn die derzeitige Patenschaft beendet ist, möchte ich keine neue eingehen. Es ist mir nicht möglich, den Kontakt zu einem Patenkind in der Weise aufrecht zu halten, bzw. herzustellen, wie ich es selbst für angemessen und sinnvoll erachte. Der monatliche Spendenbeitrag bleibt von dieser Entscheidung unberührt und unverändert.Suelen...Seit 3 Jahren wird das Kind schon gesundheitlich betreut. Die Ärzte hofften auf Besserung. Die letzte Untersuchung ergab ein ernsthaftes Herzproblem. Sie musste sofort, da Lebensgefahr bestand, operiert werden, am Tag ihres 9. Geburtstages. Jetzt ist sie wieder zu Hausemit einer großen Narbe auf der Brust. Um diese Wunde nicht zu verletzen, sollte das Mädchen, auf Anordnung des Arztes, nicht mehr im selben Bett mit seinen Geschwistern schlafen. Das Projekt schenkte dem Mädchen ein zweistöckiges Bett und einen Kleiderschrank.Im Gebet gedenken wir unserer verstorbenen Paten und Wohltäter: Herrn Dr. Aloys Funk aus Essen Frau Liane Gilles aus Essen Herrn Dr. Erich Peyer aus Lonay ( Schweiz) Frau Inge Pribilla aus Berlin Frau Antonie Schüpp aus BochumSchwester Gloria Delgadoist in den wohlverdienten ?Ruhestand? gegangen und beendet damit ihre Arbeit bei der Assistência Social Diocesana Leão XIII in Passo Fundo.Wir danken ihr für ihren unermüdlichen Einsatz und wünschen ihr von Herzen weiterhinGottes Segen.Ihrer Nachfolgerin Julmara Castilhos (Mara)wünschen wir für ihre neue Aufgabe eine glückliche Hand und viel Erfolg bei der Leitung und Begleitung aller sozialpädagogischen Programme, der Auswahl und der Aus- und Fortbildung des Betreuungspersonals der Assistência Social Diocesana Leão XIII.

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Januar 2005 Neues aus Porto Alegre

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Neues aus Porto Alegre

Bestandenes Juraexamen!Dankesbrief eines ehemaligen Patenkindes an die Leiterin des Projekts Kinderhilfe und Familienbetreuung, Frau L. Guizzardi, und an die Mitarbeiter der KinderhilfeSehr geehrte Frau Guizzardi,Meine Geschichte ist wie die vieler anderer brasilianischer Jugendlicher der unteren Mittelschicht.Zu meiner Familie gehören meine Eltern Antonio und Nilza sowie mein Bruder, der im Dezember 1987 verstorben ist.Unter dem Tod meines Bruders haben wir sehr gelitten. Wir suchten Zuflucht in der Pfarrei São Judas Tadeu, um den Schmerz zu mildern. Dort fanden wir den nötigen geistigen Frieden, und mit vielen Gebeten haben wir die schwierige Zeit überstanden.Mein Weg in der Pfarrei São Judas Tadeu begann 1987. Jenes Jahr war für mein Leben besonders wichtig, weil ich in dieser Zeit angefangen habe zu singen und entdeckt habe, dass ich eine Begabung für Musik habe. Mit der Zeit lernte ich klassische Gitarre und Flöte zu spielen und nahm auch teil am Kinderchor der UFRGS, der Staatlichen Universität. Außerdem sang und singe ich bis heute in der Liturgiegruppe der Pfarrei São Judas Tadeu.Ende 1993 schlug der Pfarrer meine Mutter als Caritasbetreuerin für das Sekretariat für Sozialleistungen (SAS) des Erzbistums Porto Alegre vor. Für sie war es eine sehr gute Gelegenheit, aber gleichzeitig auch eine Herausforderung, weil meine Mutter vorher die ganze Zeit meinem kranken Bruder gewidmet hatte, der ernste Herzprobleme hatte und spezielle ärztliche Behandlung brauchte. Deshalb war das für sie keine leichte Aufgabe. Aber meine Mutter war immer eine Frau mit viel Mut. Sie nahm die Stelle an und begannin der Gruppe POA 5 des Projekts Kinderhilfe und Familienbetreuung zu arbeiten.Mein Vater ist pensionierter Beamter. Sein Gehalt beträgt R$ 500,- pro Monat. Er hatte keine Gelegenheit zu studieren, hat aber immer viel gearbeitet, um die Familie zu ernähren und mein Studium zu bezahlen.Für ihn ist es wichtig in ein Studium zu investieren, denn er glaubt, dass diese Investition die Sicherheit für eine gute Zukunft ist.Nach drei Arbeitsjahren meiner Mutter im Projekt habe ich auch dort begonnen, jedoch als Patentochter, als eine der ersten Jugendlichen in der Universität. Wegen der finanziellen Schwierigkeiten, eine private Uni zu bezahlen, hat das SAS mir die Möglichkeit eröffnet, mich in zwei Studienfächern zu unterstützen, wodurch ich an dem Glauben festhalten konnte, meinen großen Traum von der Beendigung meines Studiums nicht aufgeben zu müssen. Ich habe das Jurastudium in der PUC im Juli 1998 begonnen und werde Anfang August dieses Jahres den Abschluss machen.Es ist auch wichtig, daran zu erinnern, dass ich im SAS die Gelegenheit hatte, meine erste Arbeitsstelle zu bekommen, auf der ich 11 Monate als Telefonistin gearbeitet habe.Ihr werdet euch fragen, warum ich dort nicht weiter geblieben bin. Ich war 17 Jahre alt und noch etwas unreif. Ich habe die große Chance, die mir gegeben wurde, berufliche Erfahrung zu sammeln, nicht genutzt.Trotz dieses Fehlers hat die Leitung der Institution noch an mein Potential geglaubt. Besonders Frau Lourdes hat mir verziehen und weiter vertraut, obwohl ich sie damals sehr enttäuscht habe. Heute schätze ich sie als eine gute Freundin, eine edle Person, die anderen hilft.Ich bin sehr stolz, sie zu kennen und habe viel von ihr gelernt. Eins davon ist die Solidarität.Die negative Erfahrung, meine Arbeit geschmissen zu haben, war sehr wichtig für meine persönliche Entwicklung. Mit den Fehlern kam auch die Reife, und ich habe gelernt, demütig zu sein und nie vor Schwierigkeiten zurückzuweichen.Während des Studiums habe ich dann auch drei Praktika gemacht, alle in meinem Fach. Das letzte, das im März zu Ende war, erfolgte bei der Generalstaatsanwaltschaft, wo ich im kriminalistischen Bereich tätig war.Obwohl ich nicht im SAS mitarbeitete, machte ich im Projekt weiter. Mit Müttern und Kindern habe ich künstlerische Aktivitäten durchgeführt, wie singen, tanzen, Theater spielen, Geschichten erzählen etc.Im Zusammenleben habe ich viel Liebe zu den Kindern gewonnen, die zu meiner persönlichen Reife sehr viel beitrugen.Das lächelnde Gesicht eines jeden Kindes ist sehr beglückend.Ich merke, dass die geleistete Arbeit sehr gut angenommen wird und dass ich auch teilweise Freude in das Leben der Kinder bringe.Das SAS war für meine persönliche und berufliche Reife ein wichtiger Bereich, nicht nur wegen der finanziellen Unterstützung, die auch wichtig ist, sondern wegen der Freunde, die ich in den sechs Jahren gewonnen habe.Menschen wie Dr. Ivo, Frau Lourdes, Carine, Rosane und viele andere haben mich Hoffnung,den Glauben an mich selbst und den Glauben an Gott gelehrt.Ich werde sie nie vergessen.Dies alles wäre aber nie passiert, wenn es das Projekt Kinderhilfe und Familienbetreuung nicht gäbe, das sich mit der Unterstützung der Kinderhilfe Passo Fundo e.V. entwickelt hat.Deshalb möchte ich meinen herzlichsten Dank an alle Leiter, Mitarbeiter und Paten der Kinderhilfe aussprechen, die so viel Gutes für die Kinder und Jugendlichen in Brasilien tun.Allen diesen Personen, die mit dem SAS verbunden sind, habe ich viel zu danken: für die Kraft, die Unterstützung und den Ansporn, den sie mir immer gegeben haben,denn mein Erfolg, dieses Studium zu beenden, kam durch diese Hilfe zustande.Vielen Dank an alle, die sich an der Verwirklichung dieses Traums beteiligt haben, weil eine Jugendliche von 23 Jahren aus einer armen Familie das Jurastudium beenden konnte. In einem Land wie Brasilien, wo nur 10% der Bevölkerung zur Universität gehen, ist dies mit Sicherheit ein großes Ereignis!Porto Alegre, 14.Juni 2004Denise Cristina ParanhosMelchiadesBerufsausbildungseinrichtung in Porto AlegreIm Mai 2004 konnte endlich mit den Bauarbeiten des ?Mensageiro da Caridade? begonnen werden.Nachdem wegen des sandigen Baugrundes zunächst zwölf Meter tiefe Stabfundamente gesetzt werden mussten, wächst nun das Gebäude. Die erste Zwischendecke ist bereits betoniert.Wir hoffen, dass die Bauarbeiten zügig vorangehen und der geplante Termin der Fertigstellung Ende Juni 2005 eingehalten werden kann.Die Kinderhilfe Passo Fundo beteiligt sich an den Baukosten mit 186.000,00 Euro.Dank verschiedener Aktionen, wie z.B. der August-Everding-Realschule in Bottrop, des Aktionskreises Dritte Welt in Stolberg, der kath. Kirchengemeinde Hl. Familie in Mettmann und etlicher Einzelspender ist bisher ein zusätzlicher Betrag in Höhe von rund 30.000,00 Euro für diesen Zweck eingegangen.Wir sind froh und dankbar, dass es uns mit der Hilfe unserer Paten und Spender auch in Porto Alegre gelingen wird, eine Einrichtung zur beruflichen Qualifizierung von bedürftigen Jugendlichen aus dem Projekt ?Kinder und Familienbetreung Porto Alegre? zu schaffen.

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Rundbrief

Januar 2004 Neues aus Porto Alegre

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Neues aus Porto Alegre

In Porto Alegre laufen alle Projekte mit Erfolg weiter, so das Gesundheitsprogramm, die verschiedenen Kleinprojekte, die Handarbeitsgruppen, der Computerkurs und die Nachhilfe bei Schulproblemen.Leider gab es zwei Ereignisse, die die Arbeit und die Hilfsleistungen der Caritas vor Ort schwer beeinträchtigten:Da ist zum einen der Brand am 21.07.2003, bei dem niemand verletzt wurde, bei dem aber ein Teil des SAS-Gebäudes völlig zerstört wurde, und zwar das Magazin und die Werkstätten des Mensageiro da Caridade, wo die für die Bedürftigen gestifteten Sachen (Möbel, Kleidung usw.) gelagert und repariert wurden.Der Brand hat das Secretariado da Açao Social in dreifacher Hinsicht getroffen: ? zum einen die Zerstörung des Gebäudes und der darin gelagerten Waren, ? zum zweiten die Tatsache, dass zurzeit keine Dinge mehr zu verkaufen sind und der Erlös fehlt, und dem Bischof von Novo Hamburgo, Dom Osvino José ? zum dritten, dass die mit den Reparaturen Beschäftigten arbeitslos sind und dort im Augenblick keine Jugendlichen mehr ausgebildet werden können. Kinderhilfe initiiert hat.Das zweite schlimme Ereignis war ein starkes Unwetter, das Mitte Oktober eine Reihe von Häusern samt Mobiliar und Kleidung stark beschädigte. Eines der Häuser wurde völlig zerstört. Der Familie von Edson Felipe da Silva Rodrigues blieb nichts als das, was sie am Leibe trug. Die Familie wurde in einer Schule einquartiert, wo es aber noch nicht einmal die Möglichkeit gibt, Wäsche zu waschen. In dieser Notlage benötigt die Familie Hilfe von allen Seiten, von der Gemeinde und von der Caritas.

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Januar 2004 Kinder- und Patenbriefe

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Kinder- und Patenbriefe

Auszüge aus Kinderbriefen:... Ich habe eine gute Nachricht für Sie. Anfang Juni habe ich als Pequeno Aprediz (dt. Ü. = kleiner Lehrling) zu arbeiten angefangen. Ich arbeite von 13.30 Uhr bis 17 Uhr und erhalte einen Beutel Lebensmittel. Es ist nicht viel, hilft aber beim Unterhalt der Familie, weil die Lebensmittel hier in Brasilien sehr teuer sind. Ich lerne nebenbei weiter, weil ich weiß, dass ich, wenn ich mit dem Lernen aufhöre, diese Arbeit verliere.... Sie können sich nicht vorstellen, wie traurig ich bin, weil meine Eltern sich getrennt haben. Meine Mutter ging nach einer Woche Trennung und hat seit einem Monat nicht mehr nach mir und meinen Geschwistern geschaut. Jetzt leben wir bei meiner Großmutter. ... So ist es gut, dass das Jugendzentrum existiert und auch, dass es Menschen wie Sie gibt, die uns helfen, auch wenn sie auf der anderen Seite dieser Welt leben. ...... Ich habe Leukämie. ... Meiner Mutter ging es sehr schlecht, als der Arzt ihr den Ernst der Lage mitteilte. Sie war im 5. Monat schwanger und verlor durch diesen Schock ihr Baby. Sie kann nicht mehr arbeiten, weil sie sich um mich kümmern muss. Mein Vati verdient sehr wenig. Meine Mutti hilft, indem sie Brot für den Verkauf backt. Während dieser Zeit konnten wir immer mit der Unterstützung von Freunden und dem Jugendzentrum rechnen. Sie halfen immer, wenn wir Hilfe brauchten. ...Eine Umarmung nach Hause und eine an die Schulklasse.... Mit der Hilfe, die ich von Dir erhalte, möchte ich meine Ziele erreichen und in Zukunft meinen Brüdern und Schwestern helfen, die ich so sehr liebe. Jeder Tag, der vergeht, lässt mich verstärkt zu dem Schluss kommen, dass ich im Leben siegen muss. Auch deshalb, liebe Patin, vielen Dank.Auszug aus einem Patenbrief:... Da unser Patenkind jetzt 18 Jahre alt ist und wir nur eine kleine Rente haben, stellen wir hiermit die Patenschaftszahlung ein. Es war eine jahrelange gute Zusammenarbeit mit Ihnen und wir hoffen, dass Passo Fundo und Porto Alegre für die Zukunft gute Früchte tragen.Liebe Patin, ich lebe in einem Keller. Im Winter regnet es viel, der Boden ist ständig nass, die Wände sind feucht ... Die Präfektur baut gerade ein paar Häuser und ein Viertel für Leute wie uns, die unter solchen Bedingungen leben müssen. Meine Mutter hofft sehr, dass wir eines dieser Häuschen bekommen.... Du bist für mich der wichtigste Mensch, weil Du mir durch Deine Hilfe Gelegenheit gibst, etwas zu lernen. ... Ich wohne weiterhin mit meinen Brüdern bei meinem Vater. Da ich als älteste Tochter meinen Brüdern Vorbild sein muss, gibt es oft Schwierigkeiten. Aber ich bitte Gott um Hilfe und das gibt mir Kraft. ...... Inzwischen habe ich einen Arbeitsvertrag in der Metallfabrik, habe meine Würde errungen und bin ein Arbeiter mit allen Rechten. ... Ich meine, dass ich mich heute als Bürger betrachte und das verdanke ich Ihnen und der Unterstützung des Jugendzentrums.

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Januar 2005 Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht Rundschreiben Januar 2005

VorwortPasso FundoPorto AlegreKinder- und Patenbriefe

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Januar 2005 Vorwort

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Vorwort

Liebe Freunde, liebe Paten!Öfters werden wir gefragt, wie die soziale Situation in Brasilien aussieht und welche finanziellen Möglichkeiten die Eltern unserer Patenkinder haben. In einem Artikel der deutsch/ brasilianischen Hefte ?Tópicos? 2/2004 wird die letzte Anhebung des Mindestlohns dargestellt: von 240 auf 260 Real (etwa 75 Euro monatlich). So viel oder so wenig bringt ein Straßenfeger oder ein Dienstmädchen am Ende eines Monats nach Hause. Davon kann natürlich keine Familie leben. Also müssen noch andereQuellen erschlossen werden um zu überleben. Da bleiben als Ausweg nur Nebentätigkeiten oder der Wechsel in die Schattenwirtschaft, wo (vielleicht) mehr pro Arbeitsstunde bezahlt wird und keine Steuernzu zahlen sind, aber sich eben auch im Notfall kein soziales Netz spannt. Da bleibt nur noch als letzte Lösung die Familiensolidarität, die in Brasilien sehr hoch angesiedelt ist, aber eben kein Ersatz ist für gerechte Löhne.Manche Eltern unserer Kinder haben aber nicht einmal diesen niedrigen Mindestlohn, sondern sind arbeitslos.Hier können wir für die Zukunft Abhilfe schaffen, wenn unsere Kinder und Jugendlichen durch eine gute Berufsausbildung eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben. Darum richten wir gemeinsam unsere Anstrengungen auf den Bau einer Berufsschule in Porto Alegre.Wir danken Ihnen allen, dass Sie uns dabei tatkräftig unterstützen.Wir wünschen Ihnen allen ein gutes Neues Jahr 2005.Heinrich Lanius Heinz Eichwald1. Vorsitzender 2. Vorsitzender

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Januar 2005 Neues aus Passo Fundo

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Neues aus Passo Fundo

Wie schon im Rundbrief vom August 2004 möchten wir an dieser Stelle wesentliche Infos, Grundsätze und Leitziele aus dem Jahresbericht der Assistência Social Diocesana Leão XIII wiedergeben.Sozialpädagogische Betreuung in den JugendzentrenDie Leão XIII unterhält sechs sozialpädagogische Zentren, auch Jugendzentren genannt. Diese betreuen die Kinder und Jugendlichen halbtags neben ihrem Grundschulbesuch.Hauptziel der Jugendzentren ist es, die Kinder in menschlicher, sozialer und christlicher Hinsicht zu bilden. Die Arbeit der Jugendzentren beginnt bei der Betreuung der Kleinsten, begleitet die Kinder während ihrer Grundschulzeit und findet ihren Abschluss während der Berufsausbildung der Jugendlichen. Die sechs Jugendzentren befinden sich in unterschiedlichen Stadtvierteln mit sozialen Brennpunkten.Ernährung und HygieneIm Jahre 2003 gab die Leão XIII in ihren Einrichtungen täglich durchschnittlich 4422 Essen aus, wobei für viele Kinder die in den Kindertagesstättenund in den Jugendzentren gereichten Speisen die einzige Mahlzeit des Tages war. Hieraus erkennt man die besondere Bedeutung der hier servierten Mahlzeiten, denn wir alle wissen, dass falsche und nicht ausreichende Ernährung eine der Hauptursachen für Krankheiten ist und dass eine vielseitige, ausgewogene und vollwertige Ernährung für die körperliche und geistige Entwicklung unabdingbar ist. Einige der Jugendzentren bereichern ihren Speiseplan mit Gemüse aus eigenem Anbau.Neben dem Speiseplan fand auch das Thema Hygiene in der Arbeit der Betreuungszentren besondere Beachtung. Hygiene wurde nicht nur den Kindern durch Unterricht, Gespräche, Filme und besondere Aktivitäten nahe gebracht; es wurde auch versucht, bei den Eltern das entsprechende Bewusstsein zu wecken, damit für die Kinder Hygiene zum Alltag wird: z.B. das Händewaschen vor dem Essen, regelmäßiges Wechseln der Kleidung und der Bettwäsche, das tägliche Waschen und Kämmen, Schneiden der Fingernägel usw.GesundheitDie Leão XIII hat sich zum Ziel gesetzt, auch im gesundheitlichen Bereich die Benachteiligung der Bedürftigen zu reduzieren und die Gesundheit aller und damit das Leben zu verbessern. Anfangs richtete die Leão XIII ihr Hauptaugenmerk auf die Behandlung bestehender Krankheiten. Dann aber rückten Vorbeugung, Förderung der Gesundheit, das Wissen um Risikofaktoren, gesundheitsbewusste Lebens- und Verhaltensweisen in den Vordergrund. Um dies zu erreichen, achtet die Leão XIII auf:1. regelmäßige Untersuchungen von Körper und Rachen2. Impfkampagnen und Vorbeugeuntersuchungen3. Gesundheitsmärkte und Besuche bei den FamilienFolgendes wurde durchgeführt:1. ein Lehrgang für Erste Hilfe und Kontrolle der Wasserqualität2. Überweisungen zu Ärzten der Allgemeinmedizin und zu Spezialisten, zu Psychologen und zu Fachärzten3. Erwerb von Brillen und Medikamenten, Einweisungen in Krankenhäuser, u.a. für Operationen4. Anfertigung von ZahnprothesenIn diesem Zusammenhang wurden besonders die Action Medeor und die Kinderhilfe Passo Fundo e.V. hervorgehoben, mit deren Spenden Medikamente für die Bedürftigen gekauft werden können.BerufsausbildungDer Jahresbericht betont, dass Hunger, Elend und Kriminalität durch die Schaffung von neuen Arbeitsstellen bekämpft werden können und dass mit einer entsprechenden beruflichen Ausbildung die Jugendlichen in der Zukunft eine echte Chance haben, zumal in allen beruflichen Bereichen größere Anforderungen an sie gestellt werden. Die kontinuierliche Arbeit der Leão XIII in dem Feld der Berufsausbildung trägt zum Prozess der sozialen Eingliederung der Jugendlichen bei.Das CEP-Leão XIII - das Ausbildungszentrum der Leão XIII - wurde 1971 gegründet und seitdem wegen der steigenden Nachfrage bereits zweimal erweitert, zuletzt im Jahre 2003. So konnte das CEP-Leão XIII 600 Lehrplätze in folgenden 16 Lehrgängen anbieten: 1. Kochkunst 2. Kunsthandwerk 3. Verwaltungsgehilfe 4. Friseur 5. Schneiderei und Näherei 6. Koch 7. Schreibmaschinenschreiben 8. Elektriker 9. Informatik10. Weberei11. Montage und Wartung von Computern und lokalen Netzwerken12. Tischlerei13. Bäckerei und Konditorei14. Schlosserei15. Projekttechniker16. DreherIn den Lehrgängen sollen die Jugendlichen ihre eigenen Fähigkeiten weiter entwickeln. Das CEP-Leão XIII stellt dazu die entsprechenden Konditionen, und die in den Jugendzentren geleistete sozialpädagogische Arbeit wird fortgesetzt. Am Ende der Berufsausbildung ist der Einstieg der Jugendlichen ins Berufsleben vorgesehen.

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August 2003 Kinder- und Patenbriefe

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Kinder- und Patenbriefe

[...] Weiterhin verfolge ich mit Freude die Entwicklung der Kinderhilfe. Ein Besuch vor Ort hat mich einmal mehr von dem Konzept und seiner Umsetzung überzeugt. So kann ich die Kinderhilfe - neben der Studienförderung Passo Fundo - weiterhin mit Nachdruck empfehlen. Vielen Dank für Ihr aller Engagement!Liebe Familie!Es ist immer eine Freude zu schreiben. Ich bedanke mich für das Geld, meine Mutter konnte davon dringend benötigte Lebensmittel kaufen, da mein Vater kein Unterhalt gezahlt hatte. Ende letzten Jahres ist mein Bruder an Aids gestorben. Nun bin ich das einzige Kind meiner Mutter.Gott sei Dank hat sie eine Alkoholentziehungskur begonnen - eine Auflage des Gerichts - damit sie bei mir bleiben konnte.Liebe Umarmung von Ihrem Patenkind.Hallo liebe Patin!Ich schreibe Ihnen, um sie wissen zu lassen, dass es mir und meinem Sohn gut geht. Ich bin sehr glücklich, denn ich habe die Hauptschule beendet. Jetzt kann ich eine weiterführende Schule in meinem Stadtviertel besuchen. Ich bin sehr glücklich, dass meine Patenschaft weitergeht.Ein Kuss von Ihrem Patenkind und ihrem Sohn.Lieber Pate!Mir geht es wieder super! Ohne Ihre Hilfe hätte ich die erforderliche Behandlung nicht erhalten können. Danke für die Kraft und Unterstützung die Sie mir gegeben haben. Leider werde ich die Lehrgänge der Leão XIII nicht weiter besuchen können. Mein Vater hat in einer anderen Stadt eine Arbeit gefunden und wir werden mit ihm gehen. Dankeschön aus tiefstem Herzen.Liebe Paten!Dieses Mal habe ich Ihnen eine schlechte Nachricht mitzuteilen. Der Vater von Priscila ist erschossen worden. Eine Tragödie! Ihre Mutter ist ganz verzweifelt, denn der Vater sorgte für den Unterhalt der Familie. Sie hat jetzt eine Arbeit als Hausangestellte gefunden[...] Liebe Leute, ich bewundere Ihre Arbeit sehr. Ich wünsche Ihnen Glück, Frieden und Gesundheit. Alles Liebe.Lieber Pate!Ihr Patenkind hat große schulische Probleme, ihm fehlen Konzentration und Disziplin. Tiago kommt aus sehr lockeren Familienverhältnissen. Seine Eltern kümmern sich nicht um ihn. Hier im Jugendzentrum helfen wir so gut es geht. Langsam erlangt er wieder etwas Selbstbewusstsein. Danke für alles, was Sie für den Jungen tun.Liebe Patin!Die familiäre Situation der Familie ist furchtbar. Die Mutter ist arbeitslos, der Vater arbeitet als Gelegenheitsarbeiter, findet jedoch oft keine. Sie leben in einer Hütte in der lediglich ein Raum aus Stein gebaut ist. Zimmer, Küche und Bad sind aus Holz errichtet und enthalten viele Löcher. Der Fußboden schwankt beim Laufen. Oft fehlt es an Lebensmitteln. Deshalb sind sie dankbar für die Existenz des Jugendzentrums, in dem die Kinder Nahrung und Erziehung erhalten.

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Rundbrief

Januar 2004 Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht Rundschreiben Januar 2004

VorwortPasso FundoReiseberichtPorto AlegreKinder- und Patenbriefe

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Rundbrief

Januar 2004 Vorwort

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Vorwort

"Für Dich, der mein Leid in Freude wandelte, danke!? Liebe Freunde, liebe Paten!Es ist schon sehr beeindruckend, Spruchbänder mit solchen oder ähnlichen Aussagen in großen Buchstaben und mit vielen Zeichnungen versehen, in den Einrichtungen der Assistência Social Diocesana Leão XIII oder den Familiengruppen der Kinderhilfe und Familienbetreuung in Porto Alegre anzutreffen. Noch beeindruckender ist jedoch die unbeschreibliche Freude der Kinder und Jugendlichen und deren Eltern über Besuch aus Deutschland. Dieses durften wir (Ehepaar Eichwald sowie der Pate H. Stadtmann und sein Sohn Tobias) wieder einmal bei unserer 3-wöchigen ?Visita? Ende September letzten Jahres in Passo Fundo, Marau, Carazinho und Porto Alegre neben der sprichwörtlichen Gastfreundschaft der Brasilianer erfahren und erleben. Die Entwicklung geht überall gut voran, dank des großartigen und von hoher Motivation getragenen Einsatzes aller Verantwortlichen und MitarbeiterInnen in Passo Fundo und Porto Alegre (s. auch die Reiseberichte im Innenteil von F. Harlinghaus und H. Stadtmann). Es gibt viele gute Ideen. So will z. B. auch die Caritas in Porto Alegre ein Berufsbildungszentrum errichten, um Jugendlichen nach der Schule eine qualifizierte Ausbildung zu ermöglichen. Das ist allerdings ohne finanzielle Hilfe von außen nicht möglich. Wir wollen diese Herausforderung annehmen und hoffen dabei zuversichtlich auf Ihre Mithilfe.Mit diesem Rundbrief erhalten Sie die Zuwendungsbestätigung für das Jahr 2003, sofern Sie diese erbeten haben. Viele Paten erhalten auch wieder einen Kinderbrief, -gruß und/oder ein Foto.Für Ihre Hilfe im vergangenen Jahr danken wir Ihnen ganz herzlich. Welche Wirkung diese erzielt, bringt das obige Spruchband zum Ausdruck. Ihnen allen wünschen wir ein gutes Jahr 2004.Heinrich Lanius Heinz Eichwald1. Vorsitzender 2. Vorsitzender

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Rundbrief

Januar 2004 Neues aus Passo Fundo

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Neues aus Passo Fundo

Feierliche Eröffnung der Fazenda Esperança.Die ehemalige Landwirtschaftsschule wurde am 27. Juli feierlich als ?Farm der Hoffnung? eröffnet. Zur Zeit können 16 drogensüchtige Frauen aufgenommen werden, später sollen es bis zu 32 Frauen sein, die dort behandelt werden, um sich in einer gesunden und glücklichen Weise (so die Zeitung O Naçional) erneut in die Gesellschaft einbringen zu können. Pater Hans Stapel, der Gründer von Fazenda Esperança, konnte vor insgesamt 500 Besuchern die Ziele dieser Einrichtung erläutern, einmal um den Drogenabhängigen zu helfen und gleichzeitig auch vielen Personen eine Chance zu bieten, sich dabei einzubringen.Großer Andrang bei der BerufsschuleTrotz der Auslagerung von Teilen der Berufsschule und der Renovierung und Erweiterung der alten Gebäude können immer noch nicht alle Kandidaten ausgebildet werden. So haben im August 1300 Jugendliche einen Platz in der Berufsschule gesucht, aber nur die Hälfte konnte aufgenommen werden. Wir hoffen weiter auf den endgültigen Bescheid aus Brasilia, dass der Neubau beginnen kann.Mord an JugendlichenSchon beim Besuch von Herrn Heinz Eichwald, seiner Frau Ursula und Herrn Stadtmann mit Sohn in Passo Fundo wurde über einige Morde an Jugendlichen gesprochen. Seit dem 8. Oktober ist ein Patenkind aus dem Jugendzentrum Ipiranga verschwunden und es ist zu befürchten, dass es einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Passo Fundo ist wegen dieser Vorgänge bundesweitin die Schlagzeilen geraten.

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Rundbrief

Januar 2004 Reisebericht

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Reisebericht

Zu Besuch bei ThaniseDer große Moment ist da ? die erste Begegnung mit meinem Patenkind Thanise in Porto Alegre, das ich bis dahin nur über die Angaben auf dem Personalbogen kannte. Große Kinderaugen, wie ich sie bereits beim Besuch vieler Kinderkrippen und Jugendzentren in Passo Fundo erleben konnte, erwarten mich - so einen großen Paten (2 m) hatte sie wohl nicht erwartet. Auch hier werden wir wie an allen anderen Orten unserer bisherigen Reise (im April 2003) mit einer großen Herzlichkeit und Wärme empfangen.Thanise hat 7 Geschwister, von denen noch 6 zu Hause wohnen. Die Mutter hat sich von ihrem drogenabhängigen Mann getrennt, damit sie die Unterstützung der Kinderhilfe nicht verliert.Mit der Arbeitskraft der ganzen Familie und der finanziellen Unterstützung der Kinderhilfe(2000 ?) hat sich nun die Wohnsituation deutlich verbessert. Statt in der baufälligen kleinen Holzhütte wohnen sie nun in einem kleinen Steinhaus bestehend aus Schlafraum, kleiner Küche und Dusche.2 Räume für 7 Personen, aber ein festes kleines Haus und ein stabiles Dach über dem Kopf. Der selbst gelegte Fliesenboden wurde von der Mutter aus eigener Kraft finanziert. Sie arbeitet in einer Putzfirma und hat sich bereits zur Leiterin einer Putzkolonne hochgearbeitet. Die Wände des kleinen Hauses sind weder innen noch außen verputzt und Fenster fehlen auch noch, aber alles ist sehr sauber und gepflegt.Die Nachbarn unmittelbar nebenan (siehe Foto rechts) wohnen noch immer in einer trostlosen Holzhütte.Wie selbstverständlich führt man uns in ihr kleines Haus und Thanise bedient uns stolz mit Kuchen und Tee. Als sie die mitgebrachten Geschenke sieht, ist sie völlig aus dem Häuschen. Heute ist ihr großer Tag, ihr Pate ist zu Besuch und die Presse hat sich angekündigt.Wir haben die Gelegenheit, Thanise´ Mutter sowie 5 weitere Geschwister kennen zu lernen. Außer Thanise hat noch ihr jüngerer Bruder einen Paten.Der Besuch vor Ort gibt uns ganz neue Einblicke. Thanise ist ein lebenslustiges, aufgewecktes und sehr freundliches Kind, das man sofort ins Herz schließt. Der Entschluss, auch ihre nur 1 Jahr ältere Schwester, Andresa, die an diesem Tag etwas traurig und bekümmert ist, denn schließlich dreht sich heute alles um Thanise, über eine Patenschaft zu unterstützen, ist schnell gefasst.Hier kommt die Hilfe genau an die richtige Stelle.Die Courage und Tatkraft dieser Mutter mit ihren 8 Kindern ist bewundernswert und hat uns beeindruckt. Wie viel doch mit relativ wenig Geld im Monat bewirkt werden kann. Wir möchten diesen Kindern mit unserer Unterstützung eine selbständige Zukunft ermöglichen. Sie sollen die Chance zum Schulbesuch und zu einer guten Ausbildung erhalten.Die Arbeit, die hier durch das Projekt >Kinderhilfe und FamilienbetreuungWir danken von ganzem Herzen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort.Frank HarlinghausIn Begleitung des Ehepaares Eichwald und meines Sohnes Tobias besuchte ich im September 2003 meine Patenkinder in Porto Alegre und Passo Fundo.In Porto Alegre wurden wir am Flughafen vom Ehepaar Lourdes und Ivo Guizzardi sowie Neli Balensiefer und Bischof Osvino Both herzlich begrüßt. Im Dienstwagen des Bischofs, einem VW- Polo, ging es nach Novo Hamburgo, wo wir im Haus des Bischofs während unseres Aufenthaltes in Porto Alegre die nicht zu überbietende brasilianische Gastfreundschaft erfahren durften.Noch am gleichen Nachmittag begannen die Besuche, zunächst mit einem Besuch in den Gebäuden der Caritas von Porto Alegre. Hier werden Möbel, Elektrogeräte, Computer, die von Bewohnern der Stadt ausrangiert wurden, von Jugendlichen überarbeitet, instandgesetzt und in den Verkaufsräumen der Caritas zum Kauf angeboten. Man konnte den Stolz und das Selbstbewusstsein der Jugendlichen spüren, die bei dieser Arbeit ausgebildet werden und dann ihre Kenntnisse an andere Jugendliche weitervermitteln. Hier in Porto Alegre ist ein Berufsbildungszentrum geplant, wie es bereits in Passo Fundo besteht, um Jugendlichen nach der Schule eine qualifizierte Ausbildung zu ermöglichen und damit die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Die Kinderhilfe Passo Fundo wird bei der Finanzierung dieses Vorhabens einen wesentlichen finanziellen Beitrag leisten.In Porto Alegre läuft die Arbeit der Caritas in den Favelas nicht über Jugendzentren sondern über Familiengruppen. Zusammen mit den einzelnen Betreuern der Menschen in den Favelas, mit Frau Lourdes Guizzardi als Leiterin dieser Arbeit sowie Neli Balensiefer als unermüdlicher Dolmetscherin, besuchten wir die einzelnen Gruppen in den Pfarrzentren. Überall wurden wir herzlich begrüßt, die Kinder und Eltern erfreuten uns mit Gesang, Flötenspielen, Theaterspielen und zeigten ihre Freude über den Besuch aus Deutschland. Es wurde Essen und Trinken angeboten, Geschenke ausgetauscht und über die Gemeinschaft und die Aktivitäten in den einzelnen Gruppen berichtet.Besonders im Gedächtnis bleiben zwei Aufführungen: Jugendliche zeigten ein Schauspiel, in dem der Oberengel die Engel auf die Erde schickt, um zu erfahren, wie es dort zugeht. Die Engel kommen zurück und berichten nacheinander: Die Menschen führen Krieg miteinander, vernichten sich, so sagt der erste Engel. Der zweite Engel beklagt, dass eine große Ungerechtigkeit herrsche, die Einen hätten alles und die Anderen nicht einmal genug zu essen. Der dritte Engel berichtet, dass Menschen die Erde ausbeuten und die Umwelt zerstören. Als der Oberengel das hört, will er die Welt vernichten. Aber im letzten Augenblick kommt der Engel der Hoffnung: ?Ich habe Menschen gesehen, die über die Feindschaft der Nationen hinweg sich für den Frieden einsetzen, die für eine gerechtere Welt und eine faire Weltwirtschaftsordnung kämpfen, die den Armen die Hand reichen und zu einem würdigen Menschenleben verhelfen und in der Dunkelheit das Licht der Hoffnung anzünden.? Nun überlegt sich der Oberengel alles noch einmal und lässt die Welt weiterbestehen.Sehr ergreifend war auch der Gesang der Mütter in der Gemeinde Judas Thaddäus, die von dem erzählten, was sie im Innersten spüren, was man normalerweise nicht sagt. Es endet mit dem Wunsch, dass, wenn ihr Lebensweg zu Ende geht, es nicht heißt, wir haben umsonst gelebt. Wenn man dann in die Gesichter schaut und die Tränen in den Augen sieht, ahnt man, was diese Menschen ausdrücken wollen.Der Besuch der Patenkinder in ihren Hütten in den Favelas verlangt einem Mitteleuropäer doch einiges ab, da wir uns eine derartige Armut nicht vorstellen können. Was soll man einer Mutter als Alleinerziehende von sechs Kindern sagen, deren Mann sich tot getrunkenhat, die Sozialversicherung nicht klebte, beim Tod Schulden hinterließ, so dass sie ihre karge Hütte verlassen mussten und nun auf ca. 12 Quadratmetern in einem Verschlag ohne sanitäre Einrichtungen mit 7 Personen leben muss? Und doch, wenn man dann die leuchtenden Augen sieht und das Patenkind sagt: ?Ich habe meinen Freunden gesagt, dass mein Padrinho aus Alemanha kommt. Sie haben gesagt, jetzt bist du ganz verrückt geworden! Aber du hast mich nicht im Stich gelassen und bist gekommen?, dann merkt man, wie wichtig es für diese Menschen ist, dass jemand an ihrem Schicksal Anteil nimmt, sei es durch Briefe, Postkarten oder Besuche.In Passo Fundo wurden wir von der Familie Staudt ganz toll betreut, sei es bei den Besuchen der Patenkinder in den einzelnen Jugendzentren oder wenn es um das leibliche Wohl ging. Herzlichen Dank für alles. In Passo Fundo werden die Kinder vom Babyalter bis zum Ende der Schulzeit in den einzelnen Jugendzentren betreut. Durch Basteln, Spiel und Musik werden die Kinder dem Alter entsprechend in ihrer Entwicklung gefördert; im Schulalter können die Schulaufgaben dort erledigt werden, und die Kinder können evtl. Nachhilfeunterricht erteilt bekommen. Alle Jugendzentren haben eine Küche, so dass die Kinder zumindest einmal am Tag eine nahrhafte, warme Mahlzeit erhalten. Man konnte in allen Jugendzentren spüren, dass die Kinder sich wohlfühlen und gerne dort sind.Im Berufsausbildungszentrum konnten wir uns über die Ausbildung der Jugendlichen in einem Beruf überzeugen. Die Jugendlichen waren voll bei der Sache und man spürte, dass sie wissen, dass es eine Chance ist, ein neues Leben zu beginnen.Ein Besuch beim Rundfunk zum Mittagsmagazin gehörte ebenfalls zum Programm. Der Reporter fragte, ob in Deutschland etwas über den neuen Präsidenten Lula und sein Programm berichtet würde. Ich konnte dies im Interview bestätigen, bezweifelte jedoch, ob es Lula gelingen wird, sein Programm gegen die Interessen der Reichen im eigenen Land und gegen die Interessen der reichen Länder durchsetzen zu können. Vielmehr sei eine neue Wirtschaftsordnung erforderlich, die reichen Länder dürften ihre Märkte nicht abschotten sondern müssten sie öffnen und mit den Ländern der dritten Welt einen wirklich fairen Handel betreiben.Dass auch die Stadt Passo Fundo die Arbeit der Kinderhilfe schätzt, wurde durch eine Sondersitzung des Stadtparlamentes sichtbar. Herr Staudt berichtete über die Arbeit und verwies auf die Hilfe, die aus Deutschland seit Jahren geflossen sei. Herr Eichwald brachte in seiner Rede zum Ausdruck, dass er auch jetzt wieder große Fortschritte in der Arbeit erkannt habe und dass es schön sei, wenn gemeinsames Handeln zum Erfolg führen würde.Sowohl in Porto Alegre als auch in Passo Fundo spürte man, dass alle Mitarbeiter ohne Ausnahme bis in die Haarspitzen motiviert sind, um die Arbeit in den Favelas und mit den Armen zum Erfolg zu führen.Jeder Euro, der gespendet wird, bringt reichlich Zinsen.Zum Schluss möchte ich meinen Arbeitskolleginnen und Kollegen recht herzlich danken für das gesammelte Geld, dass sie mir mitgegeben haben, meinem Chef, Herrn Otto Greither, der mich in meinem Bemühen ideell und finanziell so großzügig unterstützt. Damit war es möglich, vor Ort die Finanzierung einiger baulicher Verbesserungen sowie in zwei Fällen eine medizinisch notwendige Unterstützung zuzusagen. Vielen Dank!Heinz Stadtmann

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Rundbrief

August 2003 Neues aus Porto Alegre

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Neues aus Porto Alegre

Einrichtung der neuen Gruppe POA 12Ende letzten Jahres erreichte uns ein Brief aus Porto Alegre,in dem von der Einrichtung der Gruppe POA 12 in der Pfarrei São Cristóvão berichtet wurde. Darin heißt es sinngemäß: Die Eröffnung der Gruppe fand am 25.10.2002 um 18.30 Uhr im Rahmen einer Dankesmesse statt.Der Pfarrer der Gemeinde, Padre José Antonio Heinzmann, hatte schon einige Monate vorher begonnen, die Gemeinde auf diesen Tag vorzubereiten. Während der Sonntagsmessen erklärte der Pfarrer der Gemeinde bereits die Ziele des Projekts und die Vorteile, die es der Gemeinde bringen kann. Während der Hl. Messe sprach dann Dr. Ivo Guizzardi, Leiter der Caritas des Erzbistums von Porto Alegre (SAS), und beschrieb die Arbeit des Projektes, dessen Geschichte und die Methodologie der Aktion des Projektes. Danach wurde der Leiterin des Projektes, Lourdes Cecilia Fantin Guizzardi, das Wort erteilt, um die Erklärungen für die betreffenden Familien zu vollenden. Noch während der Hl. Messe wurden die ersten Zahlungen an die betroffenen Familien weitergegeben. Während der Hl. Messe sang der Kinderchor, der von den Müttern und von Jugendlichen der Gemeinde trainiert worden war. Durch die starke Unterstützung seitens des Pfarrers haben wirfür die Zukunft dieser Gruppe große Hoffnung. Fünfte Versammlung in Porto Alegre mit allen Kindern und vielen Erwachsenen der Pfarreien in der Pfarrei São Cristóvão St. Rita, eine kleine gerade neu errichtete Kirche, ist bis zum letzten Platz gefüllt.Schon von draußen kann man die Versammelten, Patenkinder, Eltern und Betreuerinnen, laut singen hören. Eine fröhliche Stimmung empfängt uns an diesem Gründonnerstagnachmittag bei unserer Ankunft. Beim Einzug in die Kirche verschlägt es einem fast den Atem und ein Kloß steckt im Hals, mit so viel Freude, Begeisterung und Wärme werden wir, völlig fremde Menschen, Paten aus dem fernen Deutschland, willkommen geheißen. Über dem Altarraum hängt ein großes gemaltes Banner, mit dem allen Paten in Deutschland viel Dank ausgesprochen wird. In diesem Moment bin ich richtig beschämt, wird man doch mit so viel Dank überhäuft und so reich beschenkt, obwohl man aus unserer Sicht doch eigentlich nur wenig tut. Nach einer kurzen Begrüßung und einleitenden Worten von Ivo Guizzardi folgt ein bunt gemixtes Programm, gestaltet von allen Gemeindegruppen des Projekts >Kinderhilfe und FamilienbetreuungEs wird gesungen und getanzt und es herrscht eine ausgelassene Stimmung voller Begeisterung. Dieses Zusammentreffen der einzelnen Gemeindegruppen sowie die Begegnung mit den Paten ist für alle Ansporn zu neuem Engagement. Was könnte einen mehr motivieren als Hunderte von strahlenden Kinderaugen und Menschen, die einen sofort ins Herz schließen und aus Fremden Freunde werden lassen.Kinderhilfe und FamilienbetreuungProjektbericht vom zweiten Halbjahr 2002 von Dr. Ivo Guizzardi (in Auszügen): Für das Gesundheitsprogramm muss zunächst die freiwillige Mitarbeit von vielen Ärzten hervorgehoben werden. In diesem Semester gab es 169 Fälle zu verzeichnen, in denen ärztliche Untersuchungen, zahnärztliche Behandlungen und Laboranalysen notwendig waren. Kleinprojekte in Familien gab es nur drei, allerdings recht umfassende. Sie wurden in Zusammenarbeit der Familien durchgeführt.27 Kinder wurden in diesem Zeitraum abgemeldet, da diese Familien die Bedingungen des Projektes nicht mehr erfüllten. Die Gründe für die Abmeldung sind fast immer dieselben: Wohnungswechsel oder Desinteresse der Familien. Auch die Handarbeitsgruppen der Mütter wurden weitergeführt und zu einem vorweihnachtlichen Treffen eingeladen.Der angebotene Nachhilfeunterricht für die Schulkinder hatte einen besonderen Erfolg zu verzeichnen, da weitaus weniger Kinder als früher das Klassenziel nicht erreicht haben.Die Eröffnung der Gruppe POA 12 wurde schon in einem gesonderten Bericht hervorgehoben. Leider gibt es nicht nur Gutes zu berichten. Mitte November 2002 wurde in der Nähe von POA 9 die Betreuerin überfallen. Die Räuber haben das ganze Geld für die Zahlung der Familien im November geraubt. Auf Grund dieses Vorfalls ist der Zahlungsmodus von der Leitung des Projektes geändert worden. Das Geld wird jetzt einem Handelsunternehmen überwiesen, bei dem die Familien ihren Betrag in Form von Lebensmitteln, Schulmaterial und anderen notwendigen Sachen, die im Projekt vorgesehen sind, erhalten können. Diese Form der Zahlung haben nahezu alle Familien als gut angesehen, da so alle an Sicherheit gewonnen haben.

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Rundbrief

August 2003 Sonderhilfen

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Sonderhilfen

AnbauAllans Eltern versuchten aus eigener Kraft ihr kleines Haus zu vergrößern, doch die Geldmittel reichten nicht aus. Wir haben ihnen das noch nötige Material (? 363,64) gegeben, damit sie den Bau beenden konnten. Mit Hilfe anderer Familienwar das Haus in nur 20 Tagen fertig.Ein neues DachDie Familie lebt in einem Haus dessen Holzdach stark beschädigt und schon morsch war.Eine Reparatur war dringend notwendig. Durch das Projekt erhielt die Familie Baumaterial (? 1.274,30), um den Umbau durchführen zu können.Zwei neue HäuserDie Holzhütte von Rogers Familie war ganz morsch und viel zu klein. Die Eltern versuchten ihren Traum von einem neuen Haus zu verwirklichen und begannen Baumaterial zu kaufen. Aber es reichte nicht, so sehr sie sich auch bemühten. Sie erhielten durch das Projekt das noch fehlende, notwendige Material (? 4.339,98 / R$ 2.350,00)Auch die Holzhütte der Familie von Daiane und Daniele war ganz morsch. Die Eltern hatten keine Möglichkeit ein neues Haus zu bauen. Auch sie erhielten von der Leitung des Projektes das notwendige Baumaterial (? 3800,71 / R$ 2.058,00).Gemeinsam mit anderen Eltern des Projektes konnten alle Familien die Bauvorhaben beenden.Alle sind herzlich froh und dankbar für die erhaltenen Hilfen.

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Rundbrief

August 2003 Reisebericht

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Reisebericht

Weihnachten 2002 machten meine Frau Eva und meine Tochter Kathrin (9 Jahre) den Vorschlag, eine Patenschaft für ein Kind zu übernehmen. Da meine Schwester bereits seit vielen Jahren ein Patenkind in Passo Fundo hat und vom Konzept überzeugt ist, haben wir uns ebenfalls für die 'Kinderhilfe Passo Fundo' entschieden. Allerdings wollten wir gerne einem Kind in Porto Alegre helfen, da von Anfang an ein persönlicher Kontakt zum Kind vorgesehen war und Porto Alegre relativ leicht von Europa aus über São Paulo zu erreichen ist.Im März diesen Jahres war es dann soweit: Im Rahmen eines Aufenthaltes in Salvador de Bahia wollte ich auch unser 6-jähriges Patenkind Thais besuchen.Zur Vorbereitung informierte ich mich bei Frau Balensiefer, der Übersetzerin vor Ort, über alles Wichtige wie z.B. Geschenke für Thais, Ankunft, Unterkunft, Telefonnummern etc.Dementsprechend wurde die Reisetasche für unser Patenkind immer voller: Schulsachen, Spielsachen und Plüschtiere unserer Tochter, ein paar Süßigkeiten sowie Kleidung wurden eingepackt.Am 23. März kam ich bei herrlichem Wetter morgens (nach einem 16-Stunden-Flug über Paris und São Paulo) in Porto Alegre an und wurde von 2 Mitarbeiterinnen am Flughafen abgeholt und gleich ins Büro der Kinderhilfe gebracht. Dort stellte man mich den örtlichen Mitarbeitern vor und ich bekam einen ersten Einblick in die Arbeit, als man mir die Werkstätten zeigte, in denen Jugendliche ein Handwerk erlernen, indem sie z.B. alte Möbelstücke, Kühlschränke, Elektrogeräte vom Schrottplatz wieder herrichten und danach verkaufen.Spontan wurde ich von Ivo und Lourdes Guizzardi, einem Ehepaar, das sich für die Kinderhilfe engagiert, eingeladen, anstatt im Hotel während meines Aufenthaltes bei sich im Haus zu wohnen.Vielen Dank an dieser Stelle nochmals für die Gastfreundschaft an Familie Guizzardi!!!Nachdem mir am ersten Tag die Stadt auf einer Rundfahrt gezeigt wurde, kam es am nächsten Tag dann zum Treffen mit unserem Patenkind. In Begleitung von (aus Sicherheitsgründen) mehreren Mitarbeitern der Kinderhilfe fuhren wir in den Stadtteil, in dem Thais mit ihrer Familie wohnt Als die geteerten Straßen endeten, ging es nur noch zu Fuß weiter. Die Häuser wurden immer armseliger, dafür die Straßenhunde immer zahlreicher. Während des Fußmarsches erfuhr ich von Donna Lourdes, dass Besuche tagsüber in der Favela relativ sicher wären, weil die Mitarbeiter der Kinderhilfe überall bekannt sind. Und da diese Hilfe von den Bewohnern sehr dankbar angenommen wird, werden die Helfer respektiert. Allerdings nur bis Einbruch der Dämmerung, denn danach wird es auch für sie zu gefährlich.Am Abend erfuhr ich, dass es wenige Stunden nach unserem Besuch eine der häufigen, groß angelegten Polizeirazzien der Militärpolizei gab, bei der jede Hütte, auch die von Thais, komplett auf den Kopf gestellt wurde. Und der Bruder von Thais' Mutter wurde bei einem Überfall 2 Wochen vorher in der Favela ermordet. Dies nur, um die Umstände, in denen die Kinder aufwachsen,etwas verständlicher zu machen.Als wir bei der Hütte von Thais ankamen, war zunächst niemand zu Hause. Wir konnten dennoch eintreten, da in der Favela die Häuser nicht abgeschlossen sind. Zum Stehlen gibt es ja nichts und ein Schloss würde sowieso nichts bringen in einer Gegend, welche die Polizei nur in großen, schwer bewaffneten Gruppen betritt (...im Gegensatz zu den Wohnvierteln der Mittelschicht und der Reichen, die wie Festungen mit Alarmanlagen, riesigen Vorhängeschlössern und Stahlgittern an allen Fenstern gesichert sind.... ). Drei kleine Räume, kaum Einrichtungsgegenstände, ein Bett müssen sich 3 Kinder teilen, aber alles relativ sauber. Im Gegensatz zu einer anderen Hütte, die mir später gezeigt wurde: 5 Kinder in schmutziger Kleidung, die an diesem Tag noch nichts gegessen hatten, Müll auf dem Boden und Haustiere überall.Nach einigen Minuten dann großes Hallo von draußen: In Begleitung ihrer Tante, die tagsüber auf mehrere Kinder aufpasst, kam Thais. Schüchtern, mit großen Augen, begrüßte sie uns.Um die Stimmung aufzulockern, holte ich erst mal eine Packung Gummibärchen heraus. Thais gab zunächst allen anderen Kindern und den Betreuern, bevor sie selbst probierte (...wäre das bei unseren Kindern genauso...?). Als ich dann die anderen Geschenke auspackte, wurde sie immer lockerer und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus: Plüschtiere meiner Tochter, Stifte, Schulsachen, Haarspangen und Bekleidung. Spontan verschenkte sie auch hier einen Teil der Spielsachen an die anderen Kinder, die ihr neugierig beim Auspacken zuschauten.Als ich ihr einige neue Fotos von zu Hause zeigte, erkannte sie gleich unseren Hund und meine Tochter mit Namen. Für mich ein gutes Zeichen, da ich jetzt sicher war, dass die Briefe und Fotos aus Deutschland auch angekommen waren.Anschließend beschlossen wir, in ein Einkaufszentrum in der Stadt zu fahren, wo wir den Nachmittag verbringen wollten. Auf dem Weg zurück zu den Autos wurden mir noch einige andere Hütten gezeigt, die ebenfalls im Kinderhilfe-Projekt sind. Überall wurden wir freundlich begrüßt. Donna Lourdes fragte Thais, wo der Vater sei. Es stellte sich heraus, dass er die Familie wenige Tage zuvor wegen einer anderen Frau verlassen hatte. Und nun hätten die Mutter und die Kinder Angst, aus dem Projekt wieder herausgenommen zu werden. Auf dem Weg in die Stadt wurde mir bewusst, dass Thais und ihr älterer Bruder Junior, den ich eingeladen hatte mitzukommen, zum ersten Mal in ihrem Leben in einem Auto fuhren. Nach wenigen Kilometern dann ein rührender Moment: Wir näherten uns dem modernen Stadtzentrum von Porto Alegre und bei einigen Hochhäusern, an denen wir vorbeikamen, merkte ich, wie die Kinder diskutierten. Auf meine Frage, was los sei, fragte mich Thais, ob dies Deutschland sei und ob ich in einem der Hochhäuser lebte, weil ich doch von weit herkäme. Mir wurde klar, dass die Kinder der Favela nie ihren eigenen Stadtteil verlassen und die Stadt, an deren Peripherie sie leben, für sie eine völlig andere Welt ist.Den Nachmittag verbrachten wir in einem modernen Shoppingcenter, auf das jede deutsche Stadt stolz wäre. Die Kinder kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus: Rolltreppen, Klimaanlagen, Boutiquen, und natürlich McDonalds... . Wir kauften noch Schuhe und Kleidung für die Schule, und schon war der Nachmittag vorbei. Da es schon spät am Nachmittag war, konnten wir nicht mehr in die Favela zurück, und so trafen wir uns mit der Mutter der Kinder in der Kirche des Stadtteils. Dort lernte ich den Priester kennen, der sich ebenfalls für das Kinderhilfe-Projekt engagiert. Zu meiner Überraschung sprach er mich, obwohl noch nie in Deutschland gewesen, in einem seltsamen Deutsch an. Es stellte sich heraus, dass seine Vorfahren vor über 100 Jahren eingewandert waren und in seiner Familie auch heute noch Deutsch gesprochen wird. Dieser Mann hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, alle paar Jahre in einer anderen Gemeinde eine richtige Kirche aus Stein zu bauen - ausschließlich in Eigeninitiative mit den Gemeindemitgliedern! Er lud mich dann gleich noch mit meiner Familie für den Sommerurlaub ein inklusive großem Fest mit der ganzen Gemeinde! Endlich kam auch die Mutter von Thais von der Arbeit, um ihre Kinder abzuholen: Traurig, weil der Mann weg war und voller Angst, das Kinderprojekt verlassen zu müssen, konnte sie von Donna Lourdes und dem Priester in diesem Punkt beruhigt werden.Normalerweise werden nur Familien unterstützt, in denen die Eltern arbeiten oder bei gemeinsamen Projekten der Gemeinde mithelfen. So will man sicherstellen,dass sie sich auch um ihre Kinder kümmern und das Geld nicht für Drogen und Alkohol ausgeben.Regelmäßig gehen die Mitarbeiter deshalb auch in die Favelas, um nachzusehen, ob die Kinder Essen bekommen haben, ob die Wohnung sauber gehalten wird und ob die Kinder saubere Kleidung anhaben. Da eine Familie aber nichts dafür kann, wenn der Vater sie verlässt, war die Angst von Thais' Mutter unbegründet. Der Tag ging viel zu schnell zu Ende und etwas traurig, aber jeder für sich voller neuer Eindrücke, verabschiedeten wir uns und ich versprach Thais wiederzukommen. Mir war gleich klar, dass nun nach dem persönlichen Kennenlernen, die Beziehung zum Patenkind viel emotionaler sein würde.Am meisten hat mich beeindruckt, wie dieses kleine Mädchen, das noch nie Geschenke bekommen hatte, alles mit ihren Freunden und Geschwistern geteilt hat. Allen Mitarbeitern der Kinderhilfe hier nochmals herzlichen Dank für ihre Gastfreundschaft und vor allem für ihre großartige Arbeit, die sie in Porto Alegre für die Kinder leisten.Und allen Patinnen und Paten kann ich einen persönlichen Besuch, ob in Passo Fundo oder in Porto Alegre, nur empfehlen.Thomas Schnell

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Januar 2003 Besuch aus Passo Fundo

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Besuch aus Passo Fundo

In der Zeit vom 19. November bis 1. Dezember 2002 war der Direktor der Assistência Social Diocesana Leão XIII, Darcisio Staudt, Gast der Kinderhilfe Passo Fundo e.V.Der Besuch diente nicht nur der Kontaktpflege, sondern vor allem den notwendigen Überlegungen zur Planung und Realisierung des neuen Berufsausbildungszentrums und erforderlicher Veränderungen in den bestehenden Gebäuden der Berufsschule. Weil sich neben der Berufsschule der Leão XIII auch eine staatliche Schule befindet, müssen die Kurse mit hoher Lärmemission ausgelagert werden. Davon betroffen sind die Schreiner, Dreher, Schlosser und Elektriker.Die Stadtverwaltung von Passo Fundo hat in einer aufgelassenen Kaserne hierfür einen Gebäudekomplex kostenlos zur Verfügung gestellt und übernimmt zusätzlich die Kosten für Strom und Wasser. Die Kaserne liegt nur einige hundert Meter von der jetzigen Berufsschule entfernt. Der Umzug der Kurse soll bis Ende Januar 2003 abgeschlossen sein.Danach muss ein Umbau in der jetzigen Berufsschule erfolgen, um u.a.a) das Platzangebot für die Auszubildenden zu erweitern b) die gesetzlichen Auflagen bezüglich der Toiletten und Waschräume und behindertengerechter Zugänge zu erfüllen.Die Umbaukosten sind mit 111.200,00 ? veranschlagt.Die Staatsregierung hat einen Zuschuss in Höhe von rund 86.000,00 ? in Aussicht gestellt. Da die Assistência Social Diocesana Leão XIII über keine weiteren Mittel verfügt, wird die Restfinanzierung von der Kinderhilfe erbeten.

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Januar 2003 Schüler übernehmen Patenschaft

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Schüler übernehmen Patenschaft

Im Rahmen einer Projektwoche an der Geschwister Scholl Schule in Brakel, die unter dem Motto ?Wir und unsere Welt? stand, erarbeitete kürzlich eine Schülergruppe die Ursachen von Landflucht, zunehmender Verarmung und Rechtlosigkeit der Massen in zwei Ländern Lateinamerikas. Dies geschah an Hand zweier ganz konkreter Beispiele, da eine der beiden Projektleiterinnen in ständigem Kontakt zu dem Steyler Missionar Pater Ulrich Kollwitz steht. Mit großem Engagement setzt Pater Ulrich sich für die konkreten Nöte der Armen und Unterdrückten ganz besonders in den Flüchtlingsdörfern des ?Choco? in Kolumbien ein, damit sie menschenwürdig leben können und nicht weiterhin vor gewaltsamen Übergriffen der paramilitärischen Gruppen und der Guerilla fliehen müssen.Die zweite Projektleiterin pflegt persönliche Kontakte zu den Menschen in einer Favela in Porto Alegre, Südbrasilien. Vor Ort lernte sie die Arbeit der ?Kinderhilfe Passo Fundo?, die vor zwanzig Jahren im Bistum Essen ihre Anfänge nahm, und auch ihre beiden Patenkinder mit all ihren Sorgen und Nöten kennen.Somit erhielten die Schüler reichlich Informationen durch persönliche Erfahrungsberichte, Fotos, Texte und auch ein Video. Doch sie hatten auch viel zu lesen. Unter anderem bot die Lektüre des Taschenbuches von Gudrun Pausewang, ?Ich habe Hunger. Ich habe Durst.?, eine weitere Möglichkeit, sich besser in die Lage eines Armen zu versetzen. Schließlich war man sich bald einig, dass vom Reden alleine noch keinem geholfen ist. Durch den Verkauf von 500 Kugelschreibern und kleinen Geschenkartikeln während des im Anschluss an die Projektwoche stattfindenden Präsentationstages wollte man so viel Geld erwirtschaften, um einen Grundstock für eine Patenschaft zu erhalten. Viele Schüler der GSS erklärten sich auf einer Unterschriftenliste dazu bereit, einmal jährlich 50 Cent zu spenden, damit die Patenschaft fortgesetzt werden kann.Am Freitag, dem 28. Juni werden Schüler der Projektgruppe auf dem Brakeler Wochenmarkt die Restbestände der Waren zum Verkauf anbieten und allen Interessierten Rede und Antwort stehen. Auch die Kontaktadresse der ?KinderhilfePasso Fundo? ist bei dieser Gelegenheit zu erfahren.Die Projektgruppe freut sich mit ihren beiden Lehrerinnen über den Erfolg ihrer Arbeit und wartet gespannt auf eine Nachricht von ihrem Patenkind aus Brasilien.Bericht: Gabriele Koehler

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August 2003 Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht Rundschreiben August 2003

VorwortPasso FundoPorto AlegreSonderhilfenReiseberichtKinder- und Patenbriefe

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August 2003 Vorwort

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Vorwort

Liebe Freunde, liebe Paten!Wer einmal in Brasilien war, wird so schnell diese Reise nicht vergessen. Die herzliche Gastfreundschaft, das Gefühl schon immer dazu zu gehören, öffnet jedem Besucher das Herz. So erging es auch fünf Mitreisenden, die alle zum ersten Mal in Brasilien waren, in den Osterferien diesen Jahres. Es ist zugleich beeindruckend, zu sehen, wie mit dem Geld aus Deutschland gearbeitet wird; das bezieht sich nicht nur auf die materielle Seite, obwohl es dabei schon viele positive Erfahrungen gibt, wenn Menschen sich in der Nachbarschaft gegenseitig helfen, um endlich als Ersatz für eine Bretterbude ein kleines Haus aus Stein zu bauen.Das bezieht sich auch auf die Haltung der Menschen in den Pfarreien in Porto Alegre. Erwachsene, die bis dahin schüchtern und zurückhaltend waren, entwickeln sich zu selbständigen Menschen und übernehmen Verantwortung für sich, ihre Familien und für ein ganzes Viertel.Besonders beeindruckend war für uns die 5. Versammlung in Porto Alegre mit allen Kindern und vielen Erwachsenen der Pfarreien in der Pfarrei São Cristóvão. Sogar der neue Erzbischof Dom Thadeo Grings war ein interessierter Teilnehmer. Die Begeisterung aller Anwesenden hat auch uns erfasst und Mut gemacht, mit unserem Bemühen für diese Menschen nicht nachzulassen. Auch andere Paten haben diese Erfahrung gemacht, wie Sie in diesem Rundbrief lesen können.Das bestärkt uns darin Sie weiter um Ihre Mithilfe zu bitten, weil wir wissen, dass Ihre Hilfe ankommt und vielfältige Wirkung zeigt.Heinrich Lanius Heinz Eichwald1. Vorsitzender 2. Vorsitzender

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August 2003 Neues aus Passo Fundo

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Neues aus Passo Fundo

Eröffnung der neuen Werkstätten und des Umbaus der BerufsschuleAm 15. April 2003 war es endlich soweit, die neuen Werkstätten in der ehemaligen Kaserne wurden feierlich eingeweiht; der Asphalt roch noch ganz frisch und die Farbe war gerade trocken.Unter großer Anteilnahme der Medien, zahlreicher Repräsentanten des öffentlichen Lebens, an der Spitze der Bürgermeister Oswaldo Gomes, des Bischofs und des Altbischofs von Passo Fundo und vieler Mitarbeiter der Leão XIII konnten die neuen Werkstätten in der ehemaligen Kaserne der Stadt eingeweiht werden.Der Umzug der lärmintensiven Berufe war notwendig geworden, weil im Wohnumfeld der Berufsschule einige Beschwerden der Anwohner eingegangen waren. Die Stadt Passo Fundo beteiligte sich sehr stark an diesem Projekt und an den weiteren Aktivitäten der Leão XIII, so dass ein neues Logo diese intensive Zusammenarbeit deutlich macht. Anschließend war Gelegenheit die neuen Werkstätten zu besichtigen und dabei auch die Auszubildenden in ihren Fachgebieten in Aktion zu erleben. Untergebracht sind hier die Schlosserei, die Elektroabteilung, die Schreinerei und die Dreherei.Zahlreiche Interviews mit regionalen Fernsehsendern sorgten für zusätzliche Information in der ganzen Region.Durch den Umzug der vier Ausbildungsgruppen in die ehemalige Kaserne wurde im Hauptgebäude genügend Raum frei, um Auflagen durch die Behörden zu erfüllen und für die verbliebenen Gruppen größere Räumlichkeiten zu schaffen.In erstaunlich kurzer Zeit war das Ziel erreicht, vielleicht hat auch der Termindruck geholfen, dass Besuch aus Deutschland kam und dann die Eröffnung stattfinden sollte.Wir konnten uns selbst vor Ort in den ersten Tagen überzeugen, wie noch mit Hochdruck und atemberaubenden Gerüsten gearbeitet wurde, die bei uns jede Bauaufsicht hätte abreißen lassen. Nun erstrahlt die Berufsschule innen und außen in neuem Glanz.Der Altbischof von Passo Fundo Dom Urbano Allgayer segnete den Umbau und anschließend wurde das obligatorische Band in den brasilianischen Nationalfarben durchschnitten. Die anschließende Besichtigung zeigte den gelungenen Umbau, verschaffte Einblick in die neuen Räumlichkeiten und die Konzeption der Ausbildungsgruppen.ls Abschluss dieses ereignisreichen Tages bestand nun die Möglichkeit, sich im Versammlungsraum zu stärken und miteinander zu reden. Dabei hatte die Ausbildungsgruppe der Hauswirtschaft hervorragende Arbeit geleistet und versorgte alle Gäste mit Speis und Trank.Viele Gespräche am Rande zeigten einmal mehr die Dankbarkeit unserer Freunde in Passo Fundo über die großzügige Unterstützung durch die Kinderhilfe Passo Fundo und machten Mut, auch die Pläne für einen Erweiterungsbau zu unterstützen und zu fördern.Die Gespräche zeigten aber auch, dass sich jetzt die Stadt Passo Fundo stärker einbringt und monatlich durch einen namhaften Geldbetrag Hilfe leistet und so die Leão XIII in die Lage versetzt, sicherer in die Zukunft hinein zu planen.Aus Passo Fundo hat uns kurz nach Drucklegung des letzten Rundbriefes die Nachricht von einer Straßensammlung zu Weihnachten erreicht. Wir wollen kurz darüber berichten, auch wenn uns jetzt im Hochsommer der Gedanke an Weihnachten fehl am Platze zu sein scheint.11. Straßensammlung zu Weihnachten in Passo FundoAm 6.12.02 fand in Passo Fundo an fünf verschiedenen Stellen die 11. Straßensammlung zu Weihnachten statt. Die Leão XIII, die Caritas der Diözese, und die Stadt engagierten sich gemeinsam in diesem Projekt, mit dem Ziel, Spenden für festliche Weihnachtsfeiern in allen Zentren der Leão XIII aufzubringen. Zu den Weihnachtsfeiern waren alle 2.705 bedürftigen Kinder und Jugendlichen eingeladen, die täglich in den verschiedenen Einrichtungen der Leão XIII betreut und versorgt werden.Für die Straßensammlung und für großzügige Spenden wurde in den örtlichen Tageszeitungen von Passo Fundo geworben. Das Bemerkenswerte aber war, dass die Bürger der Stadt auch aufgerufen wurden, Patenschaften für bedürftige Kinder ihrer Gemeinde zu übernehmen, um die Arbeit der Caritas zu unterstützen. Wir sehen also, dass auch in Brasilien selbst die Idee unserer ?Kinderhilfe? mehr an Einfluss gewinnt: durch Patenschaften und besondere Aktionen den Bedürftigsten zu helfen.Workshops für Gemüseanbau Ein weiterer interessanter Zeitungsartikel aus Passo Fundo beschäftigt sich mit den ?Workshops? für Gemüseanbau in einigen Jugendzentren der Leão XIII, ein zusätzliches, fakultatives Angebot. Interessierte Schüler können in 5 Gärtnereien bei den Jugendzentren an entsprechenden Kursen teilnehmen. Dort lernen sie alles von der Bodenaufbereitung, über Bestellung des Bodens bis zum Gemüseanbau und der Ernte. Die Schüler sind für alle Aufgaben und Arbeiten in den Gärten zuständig und verantwortlich. Diese erlernen und erledigen sie zusätzlich zu ihrem ?normalen? Tagesprogramm. Ziel der ?Gartenworkshops? ist, dass Jugendliche ihr dort erworbenes Wissen an Eltern, Nachbarn und Freunde weitergeben. Das geerntete Gemüse wird teils unter den Kursteilnehmern aufgeteilt, teils bereichert es den Speisezettel der Jugendzentren, teils wird es aber auch an die Gemeinde verkauft. Vom Erlös können neues Saatgut, Geräte, Dünger usw. angeschafft werden. Interessant scheint auch der Hinweis in dem Artikel, dass die Kursteilnehmer die Kompostierung der Gartenabfälle und Humusherstellung erlernen.Aus der MitgliederversammlungWir gedenken unseres verstorbenen Gründungsmitgliedes, Frau Irmgard Aengenvoort . Frau Aengenvoort hat sich in vielfältiger Weise bei der Kinderhilfe Passo Fundo eingebracht, bevor sie sich weiteren existentiellen Aufgaben widmete, z.B. bei amnesty international. Frau Aengenvoort wurde wegen ihres sozialen Engagements das Bundesverdienstkreuz am Band verliehen. Auch die Kinderhilfe Passo Fundo hat ihr herzlich zu danken.Ebenfalls verstorben ist ein ?Mann der ersten Stunde?, Herr Hans Herzog. Herr Herzog hat mit Pfarrer Brodowski und weiteren Soldaten in Köln-Wahn die ersten Aktionen bezüglich der späteren Kinderhilfe gestartet und durchgeführt. Auch ihm gebührt unser aufrichtiger Dank. Die Zahl unserer Patenschaften hat im Jahre 2002 leider um 20 abgenommen. Zum 31.12.2002 hatten wir insgesamt 1670 Paten mit 1962 Patenkindern,davon in Passo Fundo 1.404 Paten mit 1.655 Patenkindern und in Porto Alegre 266 Paten mit 307 Patenkindern. In Passo Fundo wurden per 31.12. insgesamt 2.722 Kinder und Jugendliche gefördert. In Porto Alegre haben 35 Kinder noch keinen Paten, werden jedoch schon mit Mitteln der Kinderhilfe gefördert. Am Gesundheitsprojekt in Porto Alegre beteiligten sich 122 Ärzte der verschiedensten Fachrichtungen mit honorarfreien Behandlungen der am Projekt teilnehmenden Familien. Lediglich erforderliche Medikamente und Hilfsmittel werden von der Kinderhilfe übernommen. Hierfür wurden im Jahre 2002 insgesamt 2.298,07 ? aufgewendet. Das Gesundheitsprojekt untersteht dem medizinischen Berater des Gesundheitsdienstes, Herrn Dr. Emerson Capp. Am 25.10.2002 wurde in Porto Alegre eine weitere Projektgruppe (POA 12) in der Pfarrei São Cristóvão mit 20 Kindern und ihren Familien eröffnet. Im Jahre 2002 haben in Passo Fundo 304 Auszubildende ihre Ausbildung abgeschlossen und ihr Abschlusszertifikat erhalten. Durch die Auslagerung der Kurse für Schreiner, Schlosser, Dreher und Elektriker aus dem Gebäude der Berufsschule in die ehemalige Kaserne konnte die Berufsschule umgebaut und erweitert werden. Die Maßnahmen wurden am 15. April 2003 mit einer feierlichen Einweihung abgeschlossen und bieten nun Ausbildungsplätze für mehr als 640 Jugendliche, 37 % mehr als im Vorjahr. Wichtiger Bestandteil der Arbeit war auch die Aus- und Fortbildung des Betreuungspersonals auf unterschiedlichsten Ebenen. Auch hierfür wurden von der Kinderhilfe Finanzmittel bereitgestellt.Ermittlung der Verwaltungskosten: Spenden 619.343,82 ? Zinsen 16.212,88 ? 635.556,70 ? Gesamtausgaben 388.326,20 ? % Versicherung -159,42 ? Zahlungen an Passo Fundo -208.741,12 ? Zahlungen an Porto Alegre -150.000,00 ? Verwaltungskosten 29.425,66 ? entspricht 4,63% In Passo Fundo wurden für die Projektarbeit aufgewendet: 553.285,24 USD Davon hat die Kinderhilfe finanziert: 332.229,00 USD Finanzierungsanteil: 60,05 % In Porto Alegre wurden insgesamt aufgewendet: 190.564,09 ? Davon hat die Kinderhilfe finanziert: 146.437,57 ? Finanzierungsanteil: 76,84 %

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Januar 2003 Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht Rundschreiben Januar 2003

VorwortPasso FundoPorto AlegreKinder- und PatenbriefeSchüler übernehmen PatenschaftBesuch aus Passo Fundo

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Januar 2003 Neues aus Passo Fundo

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Neues aus Passo Fundo

Hingabe und ZuneigungVanessa Corteis, Studentin der Sprachwissenschaften, kümmert sich zur Zeit in der Kinderkrippe ?Rita Sirotsky? als Betreuerin um die Kinder. In ihrer Kindheit war sie selbst einmal eines dieser Kinder und besuchte mehr als drei Jahre lang diese Einrichtung. Jetzt erwidert sie die Hingabe und Zuneigung, die sie damals dort erhielt.?Meine Mutter arbeitete in einem Supermarkt als Kassiererin und mein Vater als Fahrer. Da sie niemanden hatten, der auf uns aufpassen konnte, habe ich zusammen mit meiner jüngeren Schwester den Kindergarten besucht,? berichtet uns Vanessa.Die Studentin kam mit 4 Jahren in den Kindergarten, um die Vorschulklasse zu besuchen. ?Dort lernte ich auch Lesen und Schreiben?, erinnert sie sich.Vom 7. Lebensjahr an besuchte sie regelmäßig die Schule für die Grund- und Mittelstufe. Trotzdem ging sie auch weiterhin parallel ins Jugendzentrum. ?Ich besuchte vormittags die Schule und belegte nachmittags im Jugendzentrum Kurse für Textilmalerei, Häkeln, Stricken und nahm außerdem noch an kulturellen Aktivitäten teil?, erzählt sie.Als sie schließlich 14 Jahre alt war, begann die Schülerin mit dem Besuch der Lehrgänge der Einrichtung von Leão XIII.. Dort belegte sie einen Schreibmaschinenkurs, einen Kurs für Bürogehilfen und einen Informatikkurs. Sie sagt: ?Im Kindergarten beginnst du dich zu entwickeln und zu sozialisieren. Anstatt zu Hause zu bleiben und fernzusehen, wie es viele andere Kinder tun, lernst und spielst du und wirst mit Zuneigung und Hingabe betreut und die Eltern nutzen diese Einrichtung, weil sie arbeiten gehen müssen. (...) Heute bin ich zum zweiten Mal begünstigt, weil ich ein Stipendium bekommen habe, um im Kindergarten Betreuerin sein zu können. Mir gefällt diese Arbeit sehr gut. Dieser Austausch kommt allen zugute: den Kindern, den Eltern und den Betreuerinnen.?(aus: UPF Journal, Juni 2002)Lehrgänge der Leão XIII haben eine riesige WartelisteDie Berufsschule João XXIII der Assistência Social Diocesana Leão XIII muss ihre Einrichtungen ausbauen. Derzeit werden an der Berufsschule 538 Lehrlinge ausgebildet, wobei sich weitere 350 Jugendliche auf der Warteliste für einen Lehrstellenplatz befinden. Daher reichte die Berufsschule dem Bildungsministerium ein Projekt zur Erweiterung der berufsbildenden Lehrgänge ein. Das geplante Projekt sieht den Ausbau der Einrichtungen, die Modernisierung der Gerätschaften sowie die Eröffnung neuer Kurse vor.Die Einrichtung, welche seit mehr als zwei Jahrzehnten für ihren Unterhalt Gelder des deutschen Vereins ?Kinderhilfe Passo Fundo? empfängt, muss weitere Mittel für die Erweiterung der räumlichen Struktur aufbringen. Ein bereits bewilligter größerer Betrag wurde bisher aber noch nicht ausgezahlt. Im Verlauf einer öffentlichen Audienz zum Rechenschaftsbericht der Landeshaus-haltskasse wurde dem Vertreter der Landesregierung eine ca. 2230 Namen umfassende Unterschriftensammlung überreicht, welche die Freigabe der Gelder verlangt. Mit diesen Mitteln wird es möglich, die Arbeiten für die Grundsteinlegung des neuen Gebäudes aufzunehmen, das Teil des neuen Projektes zur Vergrößerung darstellt.Die Dauer der Kurse beläuft sich auf einen Zeitraum von mindestens einem Semester. Die Zielgruppe der Einrichtung sind die bedürftigen Jugendlichen, die aus den einzelnen Jugendzentren von Leão XIII ausscheiden. Um in die Berufsschule aufgenommen zu werden, bedarf es eines Mindestalters von 14 Jahren. Die Betreuung erstreckt sich jedoch letztendlich auch auf die Väter und Mütter dieser Jugendlichen sowie andere Interessierte. Die Erweiterung der Berufsschule wird weitere 600 Lehrplätze schaffen. Darcisio Staudt, der Direktor der Einrichtung, berichtet, dass für die Umsetzung des gesamten Projektes eine Summe von R$ 3 Millionen benötigt werde. Der überwiegende Teil der Gelder, nämlich 2 Millionen R$, sei für den Kauf von Gerätschaften vorgesehen. Der restliche Betrag werde für den Bau des neuen Gebäudes verwendet.(aus: Diário da Manhã. 24. Mai 2002)

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Januar 2003 Neues aus Porto Alegre

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Neues aus Porto Alegre

45 Jahre Caritas in Porto AlegreDie Caritas von Porto Alegre Secretariado de Ação Social da Arquidiocese de Porto Alegre - kurz SAS (Sekretariat der Sozialleistungen von Porto Alegre) bestand im Januar 2002 45 Jahre.Im Rahmen einer offiziellen Feierstunde wurde im Mai 2002 die Caritas von der Stadt Porto Alegre besonders geehrt, und zwar vor allem auch für ihr Projekt KINDERHILFE UND FAMILIENBETREUUNG.Zur Erinnerung: 1992 erweiterte die Caritas ihre Aufgaben um dieses Projekt, wobei das Besondere ist, dass in diesem Projekt die Kinder nicht aus ihren Familien und ihrer Umgebung herausgerissen werden, sondern vielmehr in ihren Familien betreut werden. So werden die Familien mit in die Betreuung integriert und können möglicherweise als Vorbild für weitere Familien dienen. Die Anzahl der an dem Projekt teilnehmenden Pfarreien ist mittlerweile auf 12 angewachsen. Der letzte Neuzugang im September 2002 war die Pfarrei São Cristovão - POA 12. Regelmäßige Besuche der Betreuer/Sozialarbeiter bei den Kindern in den Familien und regelmäßige Treffen mit den Familien in den Gemeindezentren garantieren den Erfolg.Das Projekt KINDERHILFE UND FAMILIENBETREUUNG leistet folgendes:monatliche finanzielle Unterstützung für die teilnehmenden Kinder, Sachhilfe beim Bau,Erhalt und Wiederaufbau von Wohnungen, Informationen zu einer Vielzahl von Themen, z.B. zu Haushaltsführung, Gesundheitsvorsorge, Ausbildung usw., Stärkung des inneren Familienzusammenhaltes, Zusammenwachsen der verschiedenen Familien in den Gemeinden.Hier ein paar Zahlen aus dem Jahr 2001: 352 Kinder aus 317 Familien wurden von der KINDERHILFE direkt unterstützt. Weitere 1003 Kinder dieser Familien erfuhren indirekte Unterstützung. Das Geld für dieses Projekt stammt aus Patenschaften. Es gibt brasilianische Paten sowie die deutschen Paten unseres Vereins.Musik als BotschafterDie Pfarrei POA 9 gründete einen Kinderchor und verbreitet so die Ideen der KINDERHILFE weiter. Andere Pfarreien folgen diesem Beispiel und richten jetzt selbst eigene Kinderchöre ein. Der Chor von POA 9 ist schon mehrfach aufgetreten und hat sein Können unter Beweis gestellt. Er wurde zu weiteren Konzertauftritten eingeladen. Es ist erfreulich zu sehen, welche Talente in manchen Kindern stecken. Ihre Stimmen und ihre Instrumentalkenntnisse sind förderungswürdig.Gesundheitsbetreuung weiter auf ErfolgskursMittlerweile machen 122 Ärzte verschiedenster Fachrichtungen bei der im Februar 2001 begonnenen Gesundheitsbetreuung mit. Im ersten Halbjahr 2002 nahmen sie 139 Behandlungen in ihren Sprechstunden an unseren Kindern vor.Abmeldungen vom ProjektIn diesem Halbjahr wurden 28 Kinder vom Projekt KINDERHILFE abgemeldet, die meisten, weil ihre Familien weggezogen sind. Einige der Abmeldungen wurden aber auch von der Caritas vorgenommen, weil die Familien mit ihren Kindern kein Interesse und keine Mitarbeit mehr zeigten.Schulbildung - Ausbildung ? WeiterbildungDer ehrenamtlich geleitete Computerkurs wird weiter sehr gut besucht.Alle Kinder des Projekts im Schulalter gehen auch tatsächlich zur Schule und erhalten - wenn erforderlich - in den Gemeindezentren Nachhilfe. In allen Zentren werden weiter Handarbeitskurse gegeben.Die Caritas fördert drei Studenten, deren Fachrichtungen Sport, Architektur und Jura sind.

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Januar 2003 Kinder- und Patenbriefe

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Kinder- und Patenbriefe

Liebe Patin,hier im JZ haben wir den Müttern anlässlich des Muttertages eine schöne Ehrung erwiesen. Wir haben ihnen Tee, Kuchen und Kekse serviert und sie mit schönen Geschenkschachteln überrascht.Ein Küsschen, LetitiaLiebe Paten!Etwas sehr Trauriges ist passiert. Unsere Hütte hat Feuer gefangen und wir haben alles verloren, auch Schulmaterial und Schuhe. Es ist nichts übrig geblieben. Jetzt sind wir beim Onkel untergebracht.Bloß gut, dass wir hier im JZ zwei Mahlzeiten bekommen. Dank für alles!GiseleLiebe Patin!Bruno und seine Familie leben in sehr schwierigen Verhältnissen und schlechtenhygienischen Bedingungen, Ursache für die Atemwegserkrankung und das Untergewicht des Jungen. Seine Mutter hat einen Karren gemietet, um damit Schrott auf der Strasse zu sammeln. Ihre Hilfe erreichte uns zum Zeitpunkt größter Not.Eine Umarmung!Verehrter Pate!Dieses Jahr ist der kleine Cesar in die 1. Klasse gekommen. Er ist ein unruhiges Kind. Die hygienischen Verhältnisse zu Hause sind miserabel, es gibt weder Wasser noch Strom. Die Mutter trinkt viel und wurde mit Hepatitis ins Krankenhaus gebracht. Der Junge muss psychologisch betreut werden.Er sendet Ihnen eine Umarmung.Liebe Maria!Jose ist ein toller Junge und zeigt vortreffliche schulische Leistungen. Seine Familie lebt in großen Schwierigkeiten. Um zu überleben, sammeln die Eltern Altpapier. Das JZ ist der einzige Ort, wo Jose und seine Geschwister ihre Grundbedürfnisse nach Nahrung und Sicherheit befriedigen können.Eine Umarmung!ClaudiaLiebe Patin!Dieses Mal schreiben wir im Namen ihres Ex-Patenkindes. Volmar arbeitet in einer Futterfabrik als Supervisor für Qualitäts-kontrolle. Er hat verschiedene Lehrgänge besucht, u. a. zum Techniker in Vieh- und Landwirtschaft.Gott wird es Ihnen zu vergelten wissenLiebe Patin!Angelo und seine Geschwister wohnen bei der Oma. Sein Vater ist angeklagt, seine Frau getötet zu haben.Nach dem Tod seiner Mutter war Angelo sehr schwierig.Mittlerweile ist er ruhiger geworden. Die Oma hat Schwierigkeiten, den Unterhalt für ihre Enkel zu gewährleisten.Lieber Pate!Leider habe ich eine sehr traurige Nachricht. Im letzten Jahr sind zwei Geschwister von Valerie ertrunken. Ihre Schwester starb bei dem Versuch den kleinen Bruder zu retten. Inzwischen hat die Mutter, die zu diesem Zeitpunkt schon schwanger war, einen sehr hübschen Jungen bekommen.Viel Gesundheit, Friede und Glück.Lieber Pate!Aline lebt in schwierigsten Verhältnissen. Vater und Bruder sind Alkoholiker und sehr gewalttätig. Im letzten Jahr wurde Aline vom eigenen Vater vergewaltigt, misshandelt und von ihm entführt. Als es herauskam, wurde der Vater verhaftet und sie kam zur Mutter zurück, die nicht ihr, sondern der Version des Vaters glaubt. Um Aline kümmert sie sich nicht. Mit Hilfe von Freunden, uns und psycholgischer Betreuung versucht sie, wieder in ein nomales Leben zurückzufinden.Leitung S. L. GonzagaLiebe Patin!Ich finde keine Worte, um auszudrücken, wie glücklich diese Familie über Ihre Geschenke war. Jetzt schlafen Gislaine und ihre Geschwister in warmen und sauberen Betten.Eine feste Umarmung.Sehr geehrte Damen und Herren!Es freut mich sehr, dass mein bisheriges Patenkind einen Arbeitsplatz gefunden hat. Selbstverständlich werde ich auch mein neues Patenkind unterstützen und mich bemühen,solange als möglich auch für dieses Kind eine gute Patin zu sein.Lieber Herr Eichwald![...] Mich beeindruckt noch immer mein ehemaliges Patenkind, wie sie es geschafft hat, sogar die Hochschule zu besuchen. Sie sagte mir damals, dass sie all das Gute, das sie erfahren hat, weitergeben wolle; deshalb will sie Erzieherin werden. Ich erzähle das auch hier weiter, damit die Leute sehen, dass unsere Bemühungen nicht in die Leere laufen. [...]K. H.Ostwestfalen Zeitung 22.06.2002

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August 2002 Kinderbriefe

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Kinderbriefe

Lieber Pate!Mit Freude schreibe ich Ihnen im Namen von Nathalia und ihren Eltern, die sehr dankbar sind für Ihre Hilfe. Im neuen Haus hatten sie kein Bett und schliefen alle auf der Erde. Von dem Geld konnten sie zwei Betten für Nathalia und ihre Schwestern kaufen. Sie erbitten Gottes Segen für Sie und senden eine liebe Umarmung.Liebe Patin,die Nachrichten sind nicht gerade sehr gut. Die Mutter von Gisele ist von zu Hause weggegangen und überließ der Oma ihre vier Kinder. Die Oma arbeitet als Hausangestellte und verdient zu wenig um die Familie zu unterhalten.Umarmungen an alle. G. M. - SekretärinMein lieber Pate,ich besuche gerade die 6. Klasse und es gefällt mir sehr gut in der Schule. Hier bei Leao XIII habeich mich für einen Informatikkurs eingeschrieben. Ich arbeite außerdem als Hilfsarbeiter, um so zu Hause mitzuhelfen.Zur Schule gehe ich abends. Eine große Umarmung. LeandroLieber Pate,Ihre Hilfe ist von großer Bedeutung bei der Erziehung. Die Familie hat ernste Schwierigkeiten, alle Kinder in der Schule zu halten. Jessica ist nun in die 1. Klasse gekommen, besucht regelmäßig die Schule und das Jugendzentrum. Sie arbeitet jedoch sehr langsam, es gelingt ihr nicht, dem Arbeitstempoder Klasse zu folgen. Um ihr zu helfen, wird sie künftig hier im Jugendzentrum psychologische Betreuung erhalten.Bis bald!Lieber Pate,mein Vati ist sehr krank, er hat einen Tumor im Magen. Meine Mutti arbeitet jetzt als Näherin, aber trotzdem haben wir Schwierigkeiten alle Medikamente zu kaufen, die mein Vati benötigt. Eine Umarmung von Ihrer Patentochter. SusaneLieber Pate,Ich bin gerade auf Arbeitssuche, ich muss meiner Familie helfen. Ich werde jetzt im 1. Semester eine weitere Ausbildung belegen, will mich noch mehr spezialisieren, um mich so besser auf dem Arbeitsmarkt einbringen zu können. Eine liebevolle Umarmung. Dejanira

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August 2002 Aktionen

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Aktionen

Charity-Walk zugunsten der KinderhilfeAm Samstag, dem 27.4.2002 machten Kinder von Düsseldorf-Garath und Hellerhof mit einigen Erwachsenen einen Charity-Walk zugunsten der Kinderhilfe Passo Fundo, nun schon zum 3. Mal. Wir zogen von der Montessori-Grundschule los, von wo die meisten der Kinder kamen und gingen nach Hellerhof in das Gemeindezentrum Johannes-Haus. Der Weg ist ungefähr 3 km lang. Der strömende Regen hat eine grö¶ßere Teilnehmerzahl verhindert, wir aber hatten viel Spaß dabei. Unterwegs machten wir eine kleine Vertrauensübung, denn die Kinder sollten erfahren, wie wichtig das Vertrauen ist auch unter den Kindern im fernen Brasilien. Am Ziel angekommen hörte natürlich der Regen auf, und es gab Mürbchen und Kakao, so dass wir alle wieder zu Kräften kamen. Nachher sahen wir uns Bilder an, besonders aus Ipiranga, wo meine Patenkinder leben. In der anschließenden Messfeier wirkten die Kinder mit und bauten so eine Gebetsbrücke von Düsseldorf nach Passo Fundo.Der Betrag, der zusammenkam, lässt sich auch sehen:882 EuroKarl-Wencel Heix, Pfarrer687,97 Mark für die ?Kinderhilfe Passo FundoSelbst gebastelte Werke sowie Trödel boten die Kinder der Mendener Regenbogenschule am Freitag Vormittag auf ihrem Weihnachtsbasar an. Dank der großen Nachfrage kam eine Gesamtsumme von 687,97 Mark zusammen. Der Erlös ist für die ?Kinderhilfe Passo Fundo? in Brasilien bestimmt. Die Ursprünge der Hilfe gehen zurück ins Jahr 1960, als das Diözesan-Sozialwerk Leao XIII gegründet wurde. Mit Patenschaften wurde die Tätigkeit der Kinderhilfe ab 1981 ausgeweitet. Geehrter Pate E.,mit großer Liebe schreiben wir Ihnen im Namen aller Familien des Projektes > Kinderhilfe und Familien-betreuung des Erzbistums Porto Alegre Insgesamt wurden 311 Beutel Grundlebensmittel ausgeteilt, so dass alle Familien ein würdiges Weih-nachtsfest feiern konnten.Deshalb erhalten Sie unsere liebe Umarmung und Danksagung von allen Familien dieses Projekts.Vielen Dank und herzliche Grüße!Dr. Ivo Guizzardi

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August 2002 Sonderhilfen

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Sonderhilfen

Ein neues BacksteinhausFelipe wohnte mit seiner Familie in einer kleinen Holzhütte, die zerfault und voller Holzwürmer war. Jemand, tief erschüttert über diese Situation, spendete Geld, um der Familie ein Backsteinhaus zu ermöglichen.Die Leitung des Projektes fand ein geeignetes Haus, aber das Geld reichte nicht. So gab sie das noch fehlende Geld und kaufte das notwendige Material (? 1595,64) damit der Vater noch notwendige Reparaturen durchführen konnte.Reparatur einer MauerEine Mauer vor dem Haus, die dem Schutz der Kinder diente,wurde von einem Geistigbehinderten, der ohne Medikamente lebte, in einem Anfall von Aggressivität eingeschlagen.Da der Familie das Geld für den Wiederaufbau fehlte, kaufte das Projekt das notwendige Baumaterial (? 233,63). So konnte der Vater mit Hilfe der Nachbarn die Mauer wieder aufbauen.Finanzielle Unterstützung für sanitäre AnlagenDie Familie versuchte das Haus langsam zu verbessern - bis der Vater arbeitslos wurde. Mit dem Entlassungsgeld kaufte er Baumaterial, aber für ein WC und eine Dusche reichte es nicht. Die Leitung des Projektes übernahm die Kosten für das nötige Baumaterial (? 207,86), so dass die Arbeiten beendet werden konnten.

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August 2002 Neues aus Porto Alegre

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Neues aus Porto Alegre

Die Solidarität macht UnterschiedeSolidarität hat die Kraft, Schicksale umzuschreiben. Ein Beispiel dafür ist Vivian da Silva Caetano, die in einem Viertel im Osten der Hauptstadt wohnt. Bis vor kurzer Zeit lebte diese Frau mit ihrem Ehemann, dem Schwiegervater und acht kleinen Kindern in einer miserablen Hütte mit zwei kleinen Räumen. Oft verbrachte die Familie Tage, ohne etwas zu essen zu haben.Heute hat sich ihr Leben dank fremder Großzügigkeit komplett verändert. Sie wohnen jetzt in einem Ziegelhaus mit sechs Räumen, einige davon zwar ohne Putz und Decke, aber alle sind groß, komfortabel und möbliert. In einem Programm des Sekretariats der Erzdiözese von Porto Alegre erhielt die Familie materielleUnterstützung. Aber nicht nur die finanzielle Hilfe und die Körbe mit Grundnahrungsmitteln, sondern die Aufwertung ihres Selbstwertgefühls, dadurch dass sich andere Menschen um sie und ihr Schicksal bemühten, eröffneten ihnen neue Perspektiven.In den Hungerzeiten schliefen alle elf Personen im gleichen Zimmer. Ein Eimer diente als Bad. Das eingehende Geld reichte nicht einmal für Milch für die Kinder. Als eines Tages nicht einmal mehr Salz im Haushalt zu finden war, musste Vivian zum Äußersten greifen und drei ihrer Kinder zum Vormundschaftsrat bringen.Mit dem Einschluss in das Programm der Erzdiözese kamen Spenden von Baumaterial, von gebrauchten Möbeln und von Nahrungsmitteln. Die Kinder konnten lernen und der Ehemann wurde Schreiner. Vivian lernte, Puppen zum Verkauf herzustellen. Noch heute erhält sie 80 Reais im Monat und einen Lebensmittelkorb für die fünf Kinder.Kinder des CPM partizipieren an KulturaufführungKinder und Jugendliche des Zentrums für die Förderung der Minderjährigen (CPM) der Stadt Gottes (aus Porto Alegre) nahmen an der dritten Kulturaufführung der Region Süd teil.Die Veranstaltung wurde von der Organisation der Förderung des Kindes und des Jugendlichen (AMENCAR) vom 16. bis zum 19. Oktober im Park des Arbeiters in São Leopoldo durchgeführt. Es nahmen verschiedene Delegationen unter anderem aus Rio Grande do Sul und auch aus den Staaten von Santa Catarina und Parana an der Kulturaufführung teil.Motiviert durch das Thema ?Erschaffen mit Freiheit und lernen mit der Kunst?, konnten die Teilnehmer all ihre Kreativität durch die Nutzung künstlerischer Hilfsmittel unter Beweis stellen. Der Koordinator der Region Süd der AMENCAR, Sergio Soares, bestätigte, dass mit Hilfe der Kunst und der Kultur die Kinder lernen, dass sie Rechte haben und respektiert werden müssen. ?Der positive Faktor ist, dass sie diese Werte leben und nicht nur etwas über das Thema der Nicht-Gewalt hören.? Die Vorführung hatte auch bildenden Charakter. ?Da sie an der Organisation teilnehmen und lernen sich auszudrücken, werden sie gleichzeitig aufgeklärte Bürger und Teilnehmer an der Gesellschaft?.Soares sagte, dass eine weitere Dimension, die durch die Vorführung erreicht wurde, ein Stimulus für eine Kultur des Friedens war. Wenn ein Kind eine Waffe erhält, lernt es gewalttätig zu sein. Wenn es jedoch eine Kultur des Friedens lernt, wird es lernen andere zu respektieren und mit ihnen umzugehen. Das praktische Ergebnis ist, dass es nicht in Drogen, Alkohol und sexuelle Belästigung, welche Kinder heute bedrohen, involviert wird.Die AMENCAR ist eine ökumenische Organisation. Mittlerweile werden 90 % der Projekte mit Organisationen, die an die katholische Kirche gebunden sind, in verschiedenen Regionen des Staates durchgeführt.Der freiwillige Dienst der Betreuung im Gesundheitswesen wächst Im Februar 2001 begann die Gesundheits-betreuung mit 34 Medizinern. Sieben Monate später machten schon 96 Ärzte bei dem Projekt mit. Jetzt sind es schon 115 ehrenamtlich mitwirkende Ärzte ? Spezialisten der verschiedensten Fachrichtungen, Therapeuten und Psychologen. Die meisten Behandlungen werden vor Ort vor-genommen. Die Erzieher vermitteln den Arztbesuch der Kinder und Familienangehörigen. Die Kontrolle über Termine für Konsultationen und medizinische Eingriffe erfolgt durch das Sozialsekretariat der Caritas der Erzdiözese von Porto AlegreFolgende Zahlen sprechen für sich: 58 Untersuchungen bei Spezialisten 103 Familien erhielten ärztliche Verordnungen 146 Zahnarztbehandlungen 806 Vorsorgeuntersuchungen1613 Erstversorgungen in den öffentlichen BehandlungszentrenDas Programm der Gesundheitsbetreuung hat schon Aufmerksamkeit erregt. Es wurden bereits mehrere Berichte in Fachzeitschriften veröffentlicht.Im Bereich der Schul- und Berufsbildung sind ebenfalls Erfolge zu verbuchen: 1 Jurastudentin steht kurz vor ihrem Examen 2 Schülerinnen machen Abitur 7 Schüler erlangen bald die mittlere Reife 18 haben eine Ausbildungsstellen bei der Caritas und in den Gemeinden.Immer mehr Kinder werden durch unsere Schülernachhilfe erfolgreich gefördert.Den neuen Computerkurs ? auch ehrenamtlich geleitet ? besuchen 16 Jugendliche.

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August 2002 Neues aus Passo Fundo

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Neues aus Passo Fundo

Neues aus der BerufschuleDie Berufsschule stellte 14 Kurse bereit, wobei der neue Kurs für technische Projektzeichner (CAD) besonders hervorgehoben wird. Dieser wurde dank einem Projekt ermöglicht, welches von der Stiftung Mauricio Sirotsky Sobrinho und der Kinderhilfe Passo Fundo e.V. finanziert wird. Es konnten auch neue Maschinen und Geräte für die weiteren Kurse wie etwa den Tischlerei-, Schlosserei- und lnformatikkurs erworben werden.Mit Geldern desselben Projektes wurde außerdem ein Multimediaraum eingerichtet, welcher der gesamten Schulezugute kommt. Die Beteiligung der Schüler des Kurses für Kochkünste am wöchentlichen Programm der Radiostation Planalto verdient ebenfalls an dieser Stelle besonders hervorgehoben zu werden. Dabei wurden den Hörern Informationen und Rezepte übermittelt.Eine der größten Herausforderungen an die Berufsschule sind die unzureichenden Ausbildungsplätze; über 300 Bewerber mussten wegen fehlender Plätze abgewiesen werden.Deshalb wurde Ende des Jahres 2001 dem Bildungsministerium ein Antrag zum Bau eines neuen ?Berufsausbildungszentrums? eingereicht, worin innerhalb des Programms zur Erweiterung der beruflichen Ausbildung (PROEP) eine Mitfinanzierung beantragt wird Wenn der Antrag angenommen werden sollte, wäre dies ein bedeutender Schritt bei der Erweiterung der Angebote zur Berufsausbildung in Passo Fundo. Erste positive Anzeichen sind bereits erkennbar: so war schon ein Vertreter des Bildungsministerium aus Brasilia in Passo Fundo, um das Projekt näher in Augenschein zu nehmen.Landwirtschaftliche Berufsschule Santo AntaoIm Jahre 2001 beging die landwirtschaftliche Berufsschule Santo Antao ihr 12-jähriges Bestehen.Acht Schüler schlossen in den Bereichen Gemüseanbau, Gewächshauskultur, Geflügelzucht, Fischzucht, Schweinezucht und Regenwurmzucht ihre Kurse ab.Außer dem technischen Unterricht sowie dem praktischen Unterricht über landwirtschaftliche Techniken wurden mit den Schülern auch Aktivitäten der Allgemeinbildung, spirituellen Erziehung sowie sportlichen und rekreativen Aktivitäten durchgeführt.Die landwirtschaftliche Berufsschule war im Jahre 2001 jedoch weiterhin Gegenstand von Untersuchungen und Analysen, um festzustellen, ob der Fortbestand der Schule noch sinnvoll ist. Am Ende des Jahres entschied sich die leitende Direktion zur Schließung der landwirtschaftliche Berufsschule, da kaum noch Interessenten für diese Ausbildung zu finden waren, weil auch in Brasilien eine Umstrukturierung der Landwirtschaft stattfindet und ein größerer Einsatz von Maschinen immer weniger ausgebildete Fachkräfte erforderlich macht.Es wird eine andere Nutzungsmöglichkeit untersucht, welche mit der bereits bestehenden Infrastruktur der Einrichtung vereinbar ist. Aus diesem Grunde entschied sich die Leitung der Einrichtung dazu, das Grundstück sowie die Landflächen der Schule nicht zu veräußern. Der Pachtvertrag verpflichtet den Pächter, die gleiche Menge landwirtschaftlicher Erzeugnisse an die Kinder- und Jugendzentren zu liefern, die zuvor von der Landwirtschaftsschule produziert wurde.Allen, die im Laufe der Jahre ihr Bestes gaben, damit die landwirtschaftliche Berufsschule ihre Ziele erreichte, gilt unser aufrichtiger Dank und unsere Anerkennung.

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August 2002 Vorwort

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Vorwort

Veränderte Situationen in Passo Fundo und Porto Alegre bringen für die gemeinsame Arbeit neue Herausforderungen. So wird die Landwirtschaftsschule in Passo Fundo nach dreijähriger Überlegungsphase verpachtet, weil sie die ihr zugedachten pädagogischen Ziele nicht erreichte und sich in einem großen Defizit befand.Gleichzeitig stellt sich in der Berufsschule eine große Nachfrage von Bewerbern ein, die mit den bestehenden Ausbildungsplätzen nicht befriedigt werden kann. Deshalb wurde Ende des Jahres 2001 dem Bildungsministerium in Brasilia ein Projekt zum Bau eines neuen ?Berufsausbildungszentrums? eingereicht.Wir hoffen zuversichtlich auf die Genehmigung aus Brasilia, die Unterstützung durch die Gemeindeverwaltung in Passo Fundo und auch auf Ihre Hilfe, damit dieses notwendige und großartige Projekt verwirklicht werden kann.Heinrich Lanius Heinz Eichwald

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Rundbrief

August 2002 Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht Rundschreiben August 2002

VorwortPasso FundoPorto AlegreAktionenSonderhilfenKinderbriefe

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Januar 2001 20 Jahre Kinderhilfe Passo Fundo

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.20 Jahre Kinderhilfe Passo Fundo

Am 17. Oktober 1981 wurde laut Eintrag des Vereinsregisters Essen die Satzung der Kinderhilfe Passo Fundo errichtet. Für uns ist das ein Anlass, diesen Tag feierlich zu begehen. Da der Termin in die Herbstferien von Nordrhein-Westfalen fällt, laden wir zum 20. Oktober 2001 ganz herzlich ein: ? zum Pontifikalamt im Essener Dom um 18.30 Uhr mit dem Bischof von Passo Fundo, Dom Ercilio Simon und dem Bischof von Novo Hamburgo, Dom Osvino José Both, der zusammen mit Pfarrer Brodowski die Kinderhilfe initiiert hat. ? zur Begegnung mit unseren brasilianischen Partnern circa 20.00 Uhr in der Aula des Generalvikariates. Aus Passo Fundo werden der Leiter der Leão XIII, Darcisio Staudt mit seiner Frau Sirlei und aus Porto Alegre derLeiter der Caritas, Dr. Ivo Guizzardi mit seiner Frau Lourdes in unserer Mitte sein.Wir freuen uns jetzt schon auf diese Begegnung und hoffen auf Ihre rege Teilnahme. Im Gebet gedenken wir unserer verstorbenen Paten und Freunde Herrn Prof. Dr. F. W. Bosch aus Bonn Herrn Franz-Josef Eultgen aus Essen Herrn Herbert Hingmann aus Oberhausen Frau Christine Hoelscher aus Bottrop Herrn Willi Kuesters aus Essen Frau Maria Katharina Pelzer aus Eschweiler

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Januar 2001 Kinderbriefe

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Kinderbriefe

"Lieber Pate!Ich habe mich sehr über den Erhalt Ihres Briefes gefreut . ....Ich bin sehr glücklich über die Geburt meines Kindes. Er wiegt 3,870 Kg und misst 50 cm. Er ist ... ganz gesund. Sein Name ist Eduardo. Ich lerne weiterhin und mache einen Kurs. Während ich im Kurs bin, bleibt das Baby bei meiner Mutter. Mein Freund ... arbeitet in Porto Alegre undkommt nur alle 14 Tage nach Passo Fundo. Ich habe mich sehr über die DM gefreut, sie sind in einem guten Moment angekommen ... Ich habe ... Sachen für das Baby gekauft und einige Sachen für mich. Ich danke Ihnen dafür, dass Sie meine Situation verstehen und für die Hilfe, die Sie mir leisten. Eine Umarmung vonEliandra und Eduardo" "Liebe Patin...Mit großer Freude schreibe ich Ihnen im Namen Ihrer Patentochter Gislaine. Sie geht in die Vorschulklasse und kann noch nicht allein schreiben. Ihr Brief ist ... wieder in einem günstigen Moment angekommen, denn die kleine Gislaine, die ihren Vater nicht kannte, hat jetzt auch noch ihre Mutter verloren, welche im Monat Juli verstorben ist. Die Situation der Familie ... ist jetzt noch schlechter. Die Kinder leben durch die Hilfe anderer Spender und ... von ... Onkel und Tanten. Die älteste Schwester, welche erst 18 Jahre alt ist, passt auf die kleineren Geschwister auf. Das Leben von Gislaine ist ... sehr traurig, (sie) spielt nicht mehr mit den anderen und ist oft krank geworden. Ihr Brief hat sie dazu gebracht, dass sie merkte, dass es noch andere Leute auf der Weit gibt und ... sie auch gern haben, dass ihre Mutter nicht die einzige war, die sie gern hatte und dass sie ... ihr Leben weiterführen muss. ..., als ich Gislaine Ihren Brief vorlas, hat sie gelächelt und bald daraufhin Ihnen ein sehr schönes Bild gemalt um es Ihnen zu senden. ... Vielen Dank für Ihre menschliche und gütige Geste. Gislaine sendet Ihnen viele Küsschen und Umarmungen zu.Silvana - Sekretärin" Aus dem Personalbogen vom 14.1.1996:Cristiano, geb. 18.7.1989, 4 Brüder, 3 Schwestern.Zu Hause leben sie nur von dem, was die Mutter als Haushilfe verdient. Die älteren Geschwister sind aus der 1. Ehe. Der Vater verstarb und hat den Kindern nichts hinterlassen. Der Vater von Cristiano und seiner jüngeren Schwester hat die Vaterschaft nicht anerkannt und hilft auch in keiner Weise. Das Haus hat zwei Räume."Liebe Paten!... Dieses Jahr ist sehr traurig für mich. Im Juli ist meine Mutter ganz unerwartet verstorben. Wir haben alle geschlafen, als unser kleiner Bruder sehr viel geweint hat, und da unsere Mutti nicht aufgestanden ist, haben wir ... nachgesehen und da lag sie schon tot. Das war ein großer Schock für alle. Jetzt wohnen wir bei unserer Oma, aber uns fehlt unsere Mutter sehr. Im Jugendzentrum werde ich mit viel Liebe und Aufmerksamkeit von allen behandelt. ... (auch) werden wir (von dort) mit einigen Lebensmitteln unterstützt, ... Wir sind viele und manchmal ist das Essen wenig. Ich weiß, Paten, dass ich alles, was ich erhalte, dank Ihrer Hilfe habe ...Eine UmarmungCristiano" Liebe Paten!Ihr Patenkind und seine Familie wünschen für Ihr Leben Frieden und Gottes Segen. Sie haben (von dem Geld) einen Kühlschrank gekauft, damit sie die Lebensmittel besser aufbewahren können. Sie haben auch Schuhe, Kleidung und einen Ball für Yuri gekauft. Sie senden eine feste Umarmung und vielen Dank für alles, besonders für dieses reiche Geschenk.HerzlichNormaBetreuerinCarazinho, 06.09.2000Hallo . .....Es sind nun schon fast 10 Jahre vergangen. 10 Jahre der Patenschaft, und ich kann Ihnen dafür nur danken. So viele gute Dinge, die ich gelernt habe und lerne, so viel Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Ich habe nur eine große Traurigkeit: Sie wissen so viel über mich, und ich weiß gar nichts über Sie. ... Patin, schreiben Sie mir ... und danke Ihnen sehr für all Ihre Hilfe. Mein Unterricht ist gut. In diesem Jahr besuche ich die 7. Klasse. Meiner Familie geht es trotz der Schwierigkeiten gut. Alle senden Ihnen Grüße zu.Viele GrüßeTaisLiebe Patin!Ich, Betreuerin, schreibe im Namen der Vanessa, um für die schöne Geste der Patenschaft zu danken. Die Familie hat sich sehr gefreut.Sie senden Ihnen eine liebe Umarmung und einen besonderen Kuss von Ihrem Patenkind.Herzliche Grüße!EdiBetreuerin

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Januar 2001 Sonderspenden

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Sonderspenden

Immer wieder werden wir gefragt, wie viel Geld ein Patenkind als Zusatzgeschenk erhalten sollte. Gerne geben wir Ihnen einen kleinen Überblick über einige Kosten in ca. DM-Beträgen: Bekleidung T-Shirt 13,00 Bluse 10,00 Strümpfe 1,20 Bermuda 7,00 Kombin. Hose/Shirt 25,00 Tuchhose 20,00 Unterwäsche 4,00 Winterjacke 32,00 Tennisschuhe 65,00 Gummistiefel 30,00 Gummisandale 7,00 Schuhe 38,00 Handschuhe 4,00 Schulmaterial Schreibheft 5,00 Bleistift 0,30 bis 1,20 Kugelschreiber 1,20 Buntstifte 4,00 Textmaker 4,00 10er Einlageblatt 4,00 Zeichenblätter 6,00 Wachsmalstifte 4,00 Mobiliar Gasherd 250,00 Tisch 125,00 Stuhl 30,00 Etagenbett 190,00 Matratze 125,00 Bettwäsche 50,00 Bettdecke 100,00 Kühlschrank 630,00 Spüle 100,00

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Januar 2001 Patenbriefe

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Patenbriefe

Grüß Gott, liebe Freunde,vielen Dank für die Nachrichten von der Kinderhilfe, die wir mit Interesse gelesen haben. Besonders hat uns der beiliegende Brief über unser Patenkind ... gefreut. In der Anlage sind 10 alte ...-DM Scheine, die auf der Bank noch umgetauscht werden. Gott segne Eure Arbeit für die Kinder.M. u. R. A. Sehr geehrte Damen und Herren,wir bedauern die Umstände, die zur Beendigung der o.g. Patenschaft führten, schäzten es aber auch, dass Sie Ihre Förderungsrichtlinien konsequent umsetzen. ... Wir möchten an dieser Stelle gerne unseren Dank und Respekt für Ihre stets gute Information und Betreuung ... zum Ausdruck bringen.B. u. Chr. S.Sehr geehrte Damen und Herren,... zwingt mich leider dazu, die Patenschaft zum 31.12.2000 zu kündigen. Wenigstens konnte ich einige Jahre lang einen finanziellen Beitrag für Ihre "gute Sache" leisten. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Glück und Erfolg für diese wichtige Aufgabe.1. G., L. Liebe Freunde der Kinder,herzlich danken wir Ihnen für Ihre Arbeit, womit vielen Kindern bessere Möglichkeiten gegeben werden, sich menschenwürdig zu entwickeln und mit Freude an der positiven Veränderung unserer Welt mitzuwirken.Heute überweisen wir Ihnen DM ... mit der Bitte, unserem Patenkind eine kleine Freude zu bereiten und den weit überwiegenden Teil nach Ihren Vorstellungen zur Förderung der gesamten Gruppe einzusetzen,in der Everton Cristiano lebt. Wir wünschen Ihnen .... . und Gottes Segen auch dafür, dass Sie weiterhin zum Wohl der benachteiligten Kinder so positiv wirken können.Ihre G. und H.-G. L.Meine lieben Patenkinder,ich wünsche euch ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes, glückliches und gesundes neues Jahr. Ich hoffe, dass es euch allen gut geht.Noch in diesem Jahr bekommt Ihr von mir 30,00 DM für euch persönlich und ich hoffe, dass ihr euch darüber freuen werdet. Kauft etwas an Kleidung oder Schuhe dafür. Mit geht es hier im Altersheim wieder besser. Ich wünsche euch alles Liebe, Gute und Gesundheit.Eure Patin J. L., M.

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Januar 2001 Studienförderung Passo Fundo e.V.

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Studienförderung Passo Fundo e.V.

Münster, den 4. Juni 2000 Sehr geehrte Frau ..., ... Herr .... vor einigen Jahren (wahrscheinlich bis 1992) hatten Sie bei der Kinderhilfe Passo Fundo e.V. in Essen ein brasilianisches Patenkind namens Marlusa Veceloski, wohnhaft in Passo Fundo. Ich möchte Ihnen gern erzählen, wie es Marlusa nach ihrem Ausscheiden als Patenkind der Kinderhilfe weiter ergangen ist. Sie selbst hat mich darum gebeten, wollte mir eigentlich auch eine persönliche Nachricht für Sie mitgeben, aber damit war sie vielleicht doch überfordert.Marlusa stammt aus desolaten Verhältnissen, der Vater ist Alkoholiker, die Eltern sind inzwischen geschieden, ein Bruder hat die Familie bis 1998 ernährt, kann aber wegen gesundheitlicher Probleme nicht mehr arbeiten. Die Familie lebt in großer Armut. Im Jahr 1992 wurde Marlusa aufgrund einer Empfehlung des Jugendzentrums Victor Issler Stipendiatin der Studienförderung Passo Fundo e.V. Sie war damals noch Schülerin und bereitete sich auf den 2° Grad vor, die Voraussetzung dafür, die Aufnahmeprüfung an einer Universität machen zu können. Diesen Schulabschluss erreichte sie 1994 und hatte damals den Wunsch, Medizin zu studieren. Die damaligen Betreuer der Studienförderung in Passo Fundo erkannten rechtzeitig, dass sie mit diesem Studium hoffnungslos überfordert gewesen wäre und rieten ihr, Krankenschwester zu werden. Sie begann die Ausbildung an der Universität Passo Fundo (der Ausbildungsgang an der Universität hat das höchste Niveau von drei möglichen Ausbildungsgängen), und beendete sie 1998. Zur Zeit arbeitet Marlusa, zusammen mit ihrem VerlobtenUmberto, in einer Kleinstadt (ca. 70 km nordwestlich von Passo Fundo), in einer kommunalen Gesundheitseinrichtung für Indios. Ihre Hauptaufgabe ist die Ausbildung von medizinischem Hilfspersonal für eine flächendeckende Gesundheitsberatung und Grundversorgung. Mein Mann und ich haben Marlusa erstmalig 1994 bei einem Aufenthalt in Passo Fundo kennen gelernt.Damals war sie sehr schüchtern. 1998 trafen wir sie wieder anlässlich eines Stipendiatentreffens in São João del Rei-Minas Gerais und waren sehr erstaunt, wie viel Selbstbewusstsein sie gewonnen hatte. Sie war Sprecherin ihrer Stipendiatengruppe und konnte die Ziele der Sozialprojekte der Gruppe gut darstellen. Zum dritten Mal begegneten wir Marlusa im April dieses Jahres in Passo Fundo, wieder bei einem Stipendiatentreffen, an dem sie diesmal als Altstipendiatin teilnahm. Wir erlebten sie als selbstbewusste junge Frau, die Freude an ihrem Beruf hat und die sich ihrer sozialen Verantwortung sehr bewusst ist. Auf unsere Frage: "Wie hat sich deine Lebenssituation durch die Kinderhilfe und Studienförderung verändert?" antwortete sie: "Es geht mir gut, ich habe eine Ausbildung und einen Beruf, was ohne diese Hilfe nie möglich gewesen wäre. Aber nicht nur mein eigenes Leben hat sich verändert, sondern das meiner ganzen Familie. Auch mein Verlobter ist Teil dieser Veränderung, denn ich habe ihn an der Universität kennen gelernt. Ich bin glücklich und dankbar für diesen Weg." Es ist für Marlusa sehr wichtig, dass Sie, liebe Familie .... erfahren, welchen Weg sie gegangen ist, denn auch Sie hatten einen nicht unerheblichen Anteil daran. Sie ist Ihnen von Herzen dankbar dafür. Als kleinen Gruß lege ich ein Photo von Marlusa und Umberto bei. Zu Ihrer Information lege ich auch ein Faltblatt der Studienförderung bei. Sollten Sie noch Fragen haben, rufen Sie mich gerne an. Mit freundlichen Grüßen Cornelia Wittkowski Wer mehr über die Studienförderung erfahren möchte, wende sich bitte an:Studienförderung PASSO FUNDO e.V.Vorsitzender:Prof. Dr. med. W. WittkowskiKösters Kämpken 6a48161 MünsterTel. 0 25 34/27 27 Bankverbindung:Bank im Bistum EssenKonto-Nr.: 473 500 18Bankleitzahl: 36 060 295

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Januar 2001 Mitteilungen aus Passo Fundo

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Mitteilungen aus Passo Fundo

Bericht über die Ausführung des Projektes "Gewächshaus" in MarauBei der Montage des Gewächshauses führten Leute aus der Gemeinde den gesamten Teil des Tiefbaus durch. Da das Gefälle des Grundstücks nicht besonders groß war, konnte diese Arbeit per Hand erledigt werden. Wir erhielten außerdem eine Spende von Saatgut und organischem Dünger. Ein Instrukteur dazu wurde uns von der Gemeinde-verwaltung zur Verfügung gestellt. Außerdem ist uns einmal pro Woche der Besuch eines Agronomen zugesagt worden. Die Wasserinstallation wurde auch in gemeinschaftlicher Arbeit ausgeführt, wobei zu bemerken ist, dass wir die Rohre hierfür vom Geld des Projektes kauften. Auch in der Tischlerei bekamen wir die Unterstützung der Gemeinde, und zwar zum einen in Form eines Elektrikers, der Bewohner jenes Stadtteils ist und die elektrischen Installationen umsonst für uns ausführte, und zum anderen durch einen Ausbilder, der uns von der Gemeindeverwaltung jeweils für drei Tage pro Woche zur Verfügung gestellt wurde, nachdem uns eine Spende von Holzresten und Nägeln zugegangen war. Das Gewächshaus ließ in der Gemeinde ein Gefühl von gegenseitiger Hilfe aufkommen, wobei die Mehrheit mit großer Zufriedenheit teilgenommen und mitgeholfen hat, da alle wussten, dass dies einmal für ihre Kinder nützlich sein wird und dass diese dort - außer zu lernen und eine Beschäftigung zu erhalten - auch noch etwas bekommen, das ihnen beim Unterhalt ihrer Familien hilft. Die Gemeinde ist auch zufrieden und glücklich über die Einrichtung der Mini-Tischlerei im Projekt, denn diese beschäftigt die Jungen, welche bisher zu den "Straßenkindern" gehörten. Wir wollen anhand dieses Geschenkes unseren tiefsten Dank an die KINDERHILFE für ihre Mithilfe bei der Ausführung dieses Projekts zukommen lassen. Salete Pol(Leiterin) Neuwahlen in Passo FundoAnfang Oktober wurden in Passo Fundo ein neuer Bürgermeister und die Abgeordneten des Stadtparlamentes gewählt. Dabei wurde Osvaldo Gomes neuer Bürgermeister; er war schon früher in diesem Amt und ist bekannt als ein guter Freund und Förderer der Assinstência Social Leão XIII. Als Abgeordneter des Stadtparlamentes wurde unser treuer Mitarbeiter João Pedro Souza Nunes gewählt und zwar mit der viertstärksten Zahl der Stimmen. João Pedro war Leiter der Landwirtschaftsschule und unter dem letzten Bürgermeister, Julio Teixeira, Sozialsekretär. So sind wir sicher, dass die Anliegen der Kinder und Jugendlichen in Passo Fundo gute Fürsprecher und Helfer haben. Wir gratulieren beiden herzlich auch von Deutschland aus zu ihrer Wahl.

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Januar 2001 Aus Porto Alegre

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Aus Porto Alegre

Dr. Ivo Guizzardi berichtet aus Porto Alegre: Die Hilfe an die 7 Schüler zur Erlangung der mittleren Reife (2° Grad) wird weiter gewährt. Die Zahl der Jugendlichen, die die mittlere Reife erlangen möchten, ist in diesem Jahr gestiegen. Aber die Caritas hatte keine Möglichkeit, allen finanziell zu helfen. Sie bekommen also das Patenschafts-geld und besuchen die staatliche Schule. Dank Eurer Hilfe konnten wir auch wieder mehrere Hilfen zur Verbesserung der Wohnverhältnisse in den Pfarreien S. C. de Jesus und São Carlos bewilligen. In der Pfarrei São Carlos ist dies die erste Hilfe dieser Art. Die Anfang des Jahres 1999 angeschafften Gemeinschaftsbacköfen sind von großem Nutzen. Die Mütter haben sich in Gruppen organisiert, um Brot, Plätzchen, Kekse, Torten, Salzgebäck usw. zu backen. Einen Teil dieser Produkte verkaufen sie. Den Erlös teilen sie unter sich auf und verbessern so das Einkommen ihrer Familien. Der Aufbau des Gesundheitsprogramms zu Gunsten der armen Familien geht voran. Jetzt können wir, weil die Finanzierung der Koordination sowie notwendiger Medikamente und Hilfsmittel durch die Kinderhilfe aus Deutschland gesichert ist, auch mit der ehrenamtlichen Mitarbeit von Ärzten rechnen. Einige Arzt- und Zahnarzt-behandlungen werden schon durchgeführt. Mit einem erfahrenen Arzt haben wir bereits einen Vertrag geschlossen. Mit Freude stellen wir fest, dass die Zahl der Patenschaften wächst. Zur Zeit betreuen wir insgesamt 351 Kinder. Davon haben schon 262 einen deutschen Paten. Hervorheben möchten wir die Initiative der Betreuerin von POA 2 Pfarrei Santa Isabel von Viamão. Sie hat durch ihre Initiative erreicht, dass einige Augenarztbehandlungen und Brillen für Schüler ihrer Gruppe durch ein (Sonder-) Programm des staatlichen Gesundheitsdienstes finanziert wurden. Die Leiterin des Projektes "Kinderhilfe und Familien-betreuung", Lourdes Cecilia Fantin Guizzardi, nahm Ende Juni an einem Interregionalseminar der brasilianischen Caritas über Kinder und Jugendliche im Zusammenhang mit der öffentlichen Politik teil. Bei dieser Gelegenheit stellte sie für ganz Brasilien die Erfahrung und Entwicklung des Projektes "Kinderhilfe und Familienbetreuung" im Erzbistum Porto Alegre vor. Um das Programm weiter zu führen, hat das Sekretariat besonders im Fernsehen mehrere Sendungen über die Arbeit und den Erfolg des Projektes gezeigt. Im Brief vom 6. November 2000 schreibt Dr. Guizzardi unter anderem: Jn den letzten Monaten besuchte die Leitung des Projektes alle Familien in allen acht Pfarreien. Es ist eine langfristige und mühsame Arbeit, für die man viel Geduld braucht. Diese Besuche sind sehr wichtig, weil außer der finanziellen Hilfe auch die persönliche Beratung notwendig ist. Betreffend des Gesundheitsprogramms haben wir allen Müttern des Projektes zu einer Krebs-vorsorgeuntersuchung geraten und den erstmaligen Arztbesuch organisiert. Bis jetzt wurden zwei Krebsfälle festgestellt. Für alle acht Pfarreien wurde je ein Inhalationsgerät beschafft, weil wir viele Familienmitglieder mit Atmungs-problemen antrafen. Auf Anregung der Projektleitung besuchen wieder 15 Eltern die Schule, 4 werden alpha-betisiert, 9 besuchen die Grundschule und 2 beenden die Mittelstufe. Zum Schluss möchten wir nochmals dem Vorstand der Kinderhilfe, allen Mitgliedern, Helfern und Paten ganz herzlich danken für die reiche und großmütige Hilfe, die Sie den Familien des Projektes leisten. Ein "Haus" für Familie BelmonteFamilie Belmonte wohnt in der Pfarrei Herz Jesu in Porto Alegre (POA 09) mit 5 Kindern im Alter von 5 bis 14 Jahren und einem Neffen im Alter von 26 Jahren in einem "Holzhaus" der Größe 5,40 x 5,40 m. Acht Familien-mitglieder leben also auf einer Wohnfläche von 29,16 qm. Der Vater (37) ist Nachtwächter und die Mutter (35) putzt tagsüber Wohnungen. Das Einkommen reicht aber nicht zur Erweiterung des "Hauses", obwohl die Grundstücks-größe dies zuließe. Eine großzügige Spende aus Deutschland ermöglicht der Familie jetzt, mit ent-sprechender Eigenleistung und mit Hilfe der übrigen Familien aus POA 09 ein neues "Haus" zu errichten. Geschichte der Familie Rodrigues aus POADie Familie von Adriana lebte immer in Abhängigkeit von anderen. Zuerst wohnten sie im Hause des Schwieger-vaters, später im Haus von Adrianas Paten - bis sie auch dort fortgeschickt wurden. In diesen Wohnungen hatte die Familie keinen eigenen Raum. Regina, ihre Mutter, hatte keine Freiheit in der Erziehung ihrer beiden Töchter, konnte keinen Besuch empfangen. Mit viel Mühe und mit ihrer Arbeit als schlecht bezahlte Putzfrau und Hausfrau ist es ihr gelungen, ein kleines Grundstück, auf dem schon eine kleine Holzhütte stand, zu kaufen. Für die Einrichtung von Bad und WC, das nicht vorhanden war, erhielt sie die Unterstützung der Projektgruppe, die mit dem Erlös eines Wohltätigkeitstees die Einrichtung mitfinanzierte. Aus Dankbarkeit überließ sie der Gruppe einen Teil des Grundstückes für einen gemeinsamen Gemüsegarten. Regina und ihre Töchter sind froh und glücklich Teil dieser Projektgruppe zu sein, sie ist ihre neue "Familie". Mit ihrer Hilfe haben sie die großen Probleme überstanden und gute, neue Lebensperspektiven erhalten. Sonderhilfe für die Gruppe POA 11Pfarrei Santa Rosa de Lima.Mit viel Eigeninitiative ist es der Gruppe POA 11 gelungen, eine kleine, gut durch-organisierte Bäckerei aufzubauen. Ein Industrieofen stand dieser Gruppe schon zur Verfügung. Mit dem Verkauf getragener Kleidung konnten sie eine Knetmaschine erwerben. Jetzt erhielten sie von der Projektleitung einen Mixer. Dieses neue Gerät verbessert die Arbeitsbedingungen und die Produktivität und verhilft damit allen Familien, die mitarbeiten, zu einem besseren Einkommen. Dr. Ivo Guizzardi

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Rundbrief

Januar 2001 Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht Rundschreiben Januar 2001

TitelseiteAus Porte AlegreAus Passo FundoPresseberichte aus PassofundoStudienförderung Passo Fundo e.V.PatenbriefeSonderspendenKinderbriefe20 Jahre Kinderhilfe Passo Fundo

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Rundbrief

Januar 2001 Titelseite

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Rundschreiben vom Januar 2001

"Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." (A. de Saint-Exupéry: "Der kleine Prinz") Häufig wurden wir im Jahre 2000 an diesen Satz erinnert, weil so viele von Ihnen ihr Herz haben sprechen lassen. Dafür danken wir Ihnen, auch im Namen der Kinder und Jugendlichen und aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Passo Fundo und Porto Alegre. Manche entwickeln sogar neue Ideen und erweitern ihre Hilfe durch zusätzlichen Einsatz auf Weihnachtsmärkten, Pfarrfesten, schulischen Veranstaltungen und Spenden bei persönlichen Anlässen. Das macht uns Mut und gibt uns die feste Hoffnung, dass unsere Kinderhilfe auch im 20. Jahr ihres Bestehens Garant für qualifizierte Hilfe im Süden Brasiliens sein kann. Nähere Informationen über die Jubiläumsfeier entnehmen Sie bitte der Rückseite dieses Rundbriefes. Schon jetzt laden wir Sie herzlich ein und bitten Sie, den Termin in Ihrem Kalender vorzumerken. Vielleicht ist dieser Anlass auch Gelegenheit, die Kinderhilfe pressemäßig erneut ins Gespräch zu bringen und unsere Arbeit zu erweitern. Für Anregungen und Unterstützung von Ihrer Seite wären wir sehr dankbar. Diesem Rundbrief liegen wieder die Zuwendungs-bestätigungen (früher Spendenbescheinigungen) für das Jahr 2000 bei, sofern Sie diese erbeten haben. Viele Paten erhalten auch wieder Post von ihren Patenkindern. Für das Jahr 2001, in dem die Kinderhilfe Passo Fundo 20 Jahre besteht, wünschen wir Ihnen Gottes Segen, Gesundheit und Freude am Dienst für den Nächsten. Stellvertretend für alle Patenkinder dankt Sergio Ihnen mit seinem besonderen Lächeln. Heinrich Lanius Heinz Eichwald

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Rundbrief

Januar 2006 Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht Rundschreiben Januar 2006

VorwortIn Erinnerung an Heinz EichwaldWeltjugendtag 2005 - Berichte aus Passo FundoWeltjugendtag 2005 - Berichte aus Porto AlegreKinder- und PatenbriefeAktuelles

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Rundbrief

Januar 2006 Vorwort

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Vorwort

Liebe Freunde, liebe Paten!dieser Rundbrief ist der schwierigste, den ich in den letzten Jahren auf den Weg gebracht habe. Er ist voller froher Berichte aus der Sicht unserer brasilianischen Patenkinder über den Weltjugendtag. In ihnen wird eine große Begeisterung und Glaubensfreude deutlich, hier sind Verbindungen und Beziehungen entstanden, die das Leben aller Beteiligten veränderten. Die Fülle und Vielfalt der persönlichen Erfahrungsberichte aus Brasilien haben uns veranlasst vom bisherigen Aufbau des Rundbriefes abzuweichen, um diesen einen besonderen Stellenwert einzuräumen; das Redaktionsteam hofft auf Ihr Verständnis.Zugleich ist dieser Bericht voller Trauer über den Tod unseres 2. Vorsitzenden Heinz Eichwald, der noch trotz seiner schweren Erkrankung an den Tagen der Begegnung zum Weltjugendtag teilnahm. Heinz Eichwald war von der Gründung der Kinderhilfe Passo Fundo an der 2. Vorsitzende und hat mit großer Umsicht die Geschicke des Vereins bis zuletzt gelenkt und gestaltet. Er wird uns sehr fehlen mit seinem Rat, seinem Wissen und seinem großen Herzen für junge Menschen in Brasilien. Gott sei Dank &; konnten wir auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 3. Dezember 2005 Frau Beate Oladeji als neue 2. Vorsitzende wählen.Frau Oladeji ist seit über 20 Jahren Mitglied des Vereins und kennt vor allem die Verwaltung und Buchhaltung sehr gut; sie hat schon sehr oft Heinz Eichwald in seiner Arbeit unterstützt. Wir danken Frau Oladeji für ihre Bereitschaft und wünschen ihr Freude an der Arbeit für Kinder und Jugendliche in Brasilien.Heinrich Lanius 1. Vorsitzender

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Rundbrief

Januar 2006 Erinnerung an Heinz Eichwald

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.In Erinnerung an Heinz Eichwald

Das Kinderhilfswerk &;Passo Fundo" trauert um Heinz EichwaldEs sprach sich schnell herum: Am Dienstag, den 25.10.2005 verstarb in Essen Herr Heinz Eichwald.Seit Gründung der Kinderhilfe, vor 24 Jahren, war er der zweite Vorsitzende. Mit seinem ganzen Können setzte er sich unermüdlich für die Belange des Hilfswerkes ein. Seine ganze Leidenschaft galt den Kindern, den Mitarbeitern in Brasilien und den Paten hier in Deutschland. Nichts war ihm zu viel, wenn es darum ging, &;den Brasilianern" zu helfen. Seine Besuche in Brasilien bestärkten sein Engagement hier in der Heimat.Anlässlich des Weltjugendtages waren Neli Balensiefer, Darcisio Staudt und einige Jugendliche in Duisburg zu Gast. Sie zu treffen war für Heinz eine große Freude und diese Begegnung ließ ihn noch einmal &;aufleben". Ein Foto, das an diesem Tag gemacht wurde zeigt ihn &;wie das blühende Leben". Doch seine Krankheit hatte ihn schon fest im Griff. Im Mai des vergangenen Jahres hatte er die schlimme Diagnose bekommen. Er hat gekämpft, geduldig getragen und ertragen; er hat nie geklagt... und sein Schicksal in die Hand des Schöpfers gelegt.Zwei Tage nach seinem Tod erhielt die Familie Eichwald und die Freunde und Helfer der Kinderhilfe eine Mail, unterzeichnet von den Diözesanbischöfen Dom Ercilio Simon, Dom Urbano Allgayer und weiteren 13 Mitarbeitern. Dort heißt es:&;All das Gute, was Heinz durch die Bereitstellung seiner ehrenamtlichen Arbeit, seiner Energie, seiner Bereitschaft und seinem Verwaltungsgeist gegenüber tausend von brasilianischen Kindern und Jugendlichen geleistet hat, kann von uns selbst nicht eingeschätzt und schon gar nicht vergolten werden... Nur Gott selbst in seiner unendlichen Güte wird es ihm zu vergelten wissen."Unter großer Anteilnahme haben wir am 31. Oktober in seiner Heimatgemeinde St. Barbara in Essen-Kray für Heinz Eichwald das Auferstehungsamt gefeiert und ihn in Bottrop zu Grabe getragen.Bischof Osvino ließ durch seine Cousine Neli ein Schreiben verlesen, in dem es u.a heißt: &;... Auch die tausend Patenkinder des Kinderhilfe Projekts ... klatschen die Hände, denn wir wollen es vor Gott, vor den Paten, aber besonders vor der Familie bestätigen: Heinz hat sein Leben für uns hingegeben. Durch sein Tun konnten Tausende armer Kinder ... von der Straße weg und sind würdige Menschen geworden. Lieber Heinz, Dankeschön. ... Wir wissen, dass wir uns im Hause unseres ewigen Vaters ... treffen werden. Heinz, lebe wohl. Bis bald! Auf Wiedersehen!" Pater Werner Pieper(Cousin von Heinz Eichwald)Heinz Eichwald ist für uns alle viel zu früh gestorben.Schon vor 25 Jahren hatte er bereitwillig und ehrenamtlich die Verwaltungsaufgaben für die Kinderhilfe übernommen.Seit Vereinsgründung hat Heinz Eichwald als stellvertretender Vorsitzender der Kinderhilfe Passo Fundo überaus engagiert mitgearbeitet, diese mitaufgebaut, mitgestaltet und entscheidend geprägt.Er war und bleibt in unseren Herzen eine bedeutende Persönlichkeit, der wir hier in Deutschland und der die vielen Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen in Brasilien unschätzbar viel zu verdanken haben. Und ich habe einen unersetzbaren lieben Freund verloren.Ich danke auch seiner Frau, Ulla Eichwald, die ihn trotz seiner Pensionierung wegen seines unermüdlichen Einsatzes viel (zu oft) entbehren musste. Wir trauern - sind aber zuversichtlich, dass Gott ihm all das Gute, das er getan hat, vergelten wird und ihn in die ewige Freude aufnimmtUlf BrodowskiInitiator und ehemaligerVorsitzender der Kinderhilfe

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Rundbrief

Januar 2006 Weltjugendtag

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Der Weltjugendtag 2005 aus brasilianischer Sicht

Berichte der Jugendlichen aus Passo Fundo&;Diese Reise war eine wunderschöne Erfahrung, mit Leuten zusammen zu sein, welche eine andere Sprache sprechen, ist etwas Unvergessliches. In den Familien, bei denen wir untergebracht waren, war es anfangs ein wenig kompliziert, aber am Abschied schien es so, als ob wir ein Stück unserer Seele bei ihnen hinterließen, denn sie sind schnell zu unserer Familie geworden.In der ersten Woche haben wir viele Spaziergänge unternommen und von Tag zu Tag gefiel es uns dort mehr.In der zweiten Woche der Aktivitäten war es besonders schön, die Stadien kennen zulernen, und die Katechese mit den Portugiesen, bei denen wir sangen, tanzten undbeteten.Unbeschreiblich war auch das Lager, in dem wir ganz gespannt auf die Ankunft von Papst Benedikt XVI. gewartet haben. Es war ein sehr anstrengender Tag gewesen, denn die Züge waren alle voll und ich habe noch nie so viele Leute, so viele Jugendliche versammelt gesehen. Aber die Anstrengungen haben sich gelohnt."Vanessa do Nascimento&;Zweifelsohne werden wir diese Reise nie vergessen. Dabei haben sich so viele Dinge ereignet, welche stattfanden. Es ist schwer bestimmten Augenblicken Priorität zu schenken.Sicherlich hatten wir ein wenig Angst, weil wir so weit von zu Hause weg waren. Der Kontakt mit einer fremden Kultur, anderen Werten und was uns am meisten aufgefallen ist, anderen Nahrungsgewohnheiten, war eine unheimlich große Erfahrung.Unsere Station in Duisburg war besonders schön und war von fantastischen Augenblicken mit Frühstück an der frischen Luft, unseren Ausflügen mit dem Fahrrad, der Bootsrundfahrt, dem Treffen mit den Paten (was für mich einen der schönsten Momente darstellte) sowie mit Gottesdiensten und Messen geprägt, an denen wir teilnahmen. Wir wurden so gut empfangen, dass unsere Abreise nach Düsseldorf nicht leicht war.Es stimmt, dass der Beginn in Düsseldorf ein wenig - sagen wir - stressig war. Es waren aber auch so viele Leute dort, so viele Teilnehmer am Weltjugendtreffen. Es war ein wenig Anstrengung nötig, in diese vollen Züge einzusteigen und einige Minuten zu laufen, aber am Ende hat es sich doch gelohnt. Wir haben so viele Spaziergänge unternommen, so viele wunderschöne Orte kennen gelernt, wie etwa das Schloss Benrath und den Rhein, der uns immer begleitete. Oder haben wir ihn etwa begleitet?Auch können wir die Familien nicht vergessen, sowohl in Duisburg als auch in Düsseldorf-Garath, welche uns in ihren Heimen aufgenommen haben, wo wir uns wie zu Hause fühlen konnten.Was kann ich über das Weltjugendtreffen sagen, was schließlich der Hauptgrund unseres Aufenthaltes war? Unsere Sorgen, die Morgenandachten, die Katechese in Portugiesisch in der Kirche Santa Ines in Haan, wie schön war es doch, Leuten zuzuhören, die unsere Sprache sprechen. Das Treffen aller Teilnehmer, welche sich in der Stadt aufhielten, bei dem großen feierlichen Gottesdienst im LTU Stadion und der Veltins Arena konnten wir wirklich hautnah empfinden, dass dort alle in einem einzigen Gefühl versammelt waren und zu Gott beten wollten.Wir haben den Kölner Dom besucht und waren schließlich am so lang erhofften Treffen mit Papst Benedikt XVI. Sogar das Wetter hat es gut mit uns gemeint. Es war ein bewölkter Abend und eine Nacht mit Sternenhimmel und alles, was dazu gehört. Wir waren sehr abgespannt und geschafft, aber wir waren alle dort versammelt und das war das Wichtigste. Ich glaube, dass niemand von uns diese Nacht vergessen wird. Wir waren privilegiert und man kann die Mühen aller gar nicht erfassen. Angefangen bei den Personen, welche uns fähig und würdig schätzten daran teilzunehmen, bis hin zu denen, welche vorher gar nicht wussten, dass es uns gibt und uns dennoch mit offenen Armen empfingen und uns zu jeder Zeit anspornten.Und die Sehnsucht, welche uns dort begleitete und uns unsere eigene Heimat vergessen ließ, ergibt sich nun aus den innerhalb der 13 Tage von uns erlebten Momenten, welche wir sicherlich niemals vergessen werden und an die wir uns immer erinnern wollen." Rejane Terre&;Es gibt Dinge im Leben, welche Marksteine und unvergesslich sind. Die Reise nach Deutschland war ein solches Ereignis.Dort gab es Momente, in denen ich gelernt habe, das Leben in einer anderen Art zu schätzen und zu lieben. Zum Beispiel, dass ich andere Leute und Kulturen kennen gelernt habe und nun weiß, dass es für den Glauben keine Grenzen gibt, wie wir es hautnah in Deutschland erlebt haben.Ein Moment, in dem ich mich rein gefühlt habe, war für mich, als im Gottesdienst ein sehr schöner Gesang ertönte und sich in diesem Moment alle umarmten und vor Freude weinten, eine Erfahrung mit Gott. Ich glaube, dass all diejenigen, welche auf der Suche waren, was sie suchten, dort gefunden haben. Ich persönlich jedenfalls habe es gefunden.Außerdem war es sehr schön in ein solch gastfreundliches Land gereist zu sein. In den Familien, bei denen ich untergebracht war, verstand man mich anfangs nicht, aber das wurde schnell überwunden. Ich wurde wie ein Familienmitglied behandelt. Die verbale Kommunikation war schwer, aber warum auch Worte, wenn Gesten und Gefühle für uns sprechen. Ich werde die Familien nicht vergessen, die mich alle sehr gut behandelt haben und zu denen ich liebevoll Vater, Mutter und Geschwister sagte. Ich fand diese Reise unheimlich schön und wenn es möglich wäre, würde ich alles wiederholen. Aber das geht wohl nicht. Deshalb werde ich alle Erinnerungen in meinem Herzen aufbewahren und - wer weiß - vielleicht kann ich ja eines Tages erneut einen Besuch dort abstatten, denn ich empfinde eine sehr große Sehnsucht. Eine Umarmung von dem, der mit euch weinte und lachte."Osvaldo Goncalves Martins&;Ich möchte mich mit diesem Brief für die Möglichkeit bedanken, die mir gegeben wurde. Ich habe noch nie einen so wunderschönen und magischen Ort wie Deutschland kennen gelernt. Das Volk, seine Kultur und sein Glaube weckten meine Aufmerksamkeit und ich fühlte mich die ganze Zeit über sehr wohl. Dort habe ich gelernt, mein Land, mein Volk und meine Region stärker zu schätzen. Bei euch habe ich gelernt, eine einfache und hoffnungsvollere Person zu werden und bin mir sicher, dass mich all das bei euch Erlebte und Gelernte für den Rest meines Lebens begleiten wird. Ich werde meine Freunde in Deutschland, die zu meinen Brüdern geworden sind, nie vergessen.Küsschen von der Brasilianerin, der es in Deutschland unheimlich gut gefallen hat."Caroline da Silva Gardini&;Unser Besuch in Deutschland war das Beste, was ich bisher in meinem Leben erlebt habe. Es war alles perfekt, alles wunderbar. Angefangen bei dem Moment, als ich erfuhr, dass ich zusammen mit der Gruppe nach Deutschland reisen würde, bis zu dem Tag, als wir wieder nach Passo Fundo zurückkehrten. Der bedeutendste Moment für mich war die Nacht, in der ich meine Patin Ellen persönlich kennen lernen und mich mit ihr unterhalten konnte. Aber was mein Leben wirklich geändert hat, waren die Augenblicke des Glaubens, welche dazu führten, dass der Glauben um uns herum noch stärker wurde. Heute glaube ich noch stärker an Gott, und dass alles möglich ist, wenn man Glauben hat.Jetzt bin ich viel glücklicher als ich es vorher war, denn Gott ist in allen Momenten bei mir. Ich habe jeden Abend vor dem Schlafengehen ein Stück aus der Bibel gelernt und vor dem Aufstehen ein Gebet gebetet, um einen neuen Tag zu beginnen. Während dieser Tage habe ich viele Dinge gelernt und habe mich nun zu einer besseren Person als vorher entwickelt. Vielen Dank für alles."Franciele da Silva Borges&;Besonders haben mir die Ausflüge gefallen, die wir gemacht haben. Wir sind mit dem Boot gefahren, usw. Vor allem der Tag, an welchem wir nach Köln gefahren sind, um dort mit Papst Benedikt XVI. Nachtwache zu halten.Es war sehr schön, neue Dinge kennen zu lernen, vor allem Leute, welche schnell zu einem grundlegenden Teil unserer Reise wurden. Das werde ich nie vergessen. Auch gefiel mir, all das an andere Leute weiterzugeben, was ich in Deutschland gesehen und gelernt habe. Vielen Dank für alles." Suelen Luz de Oliveira&;Ich habe viele Dinge auf der Reise nach Deutschland kennen gelernt. Viele Dinge, die ich mir vorher nicht vorstellen konnte.Die Deutschen fand ich sehr sympathisch, denn es ist ein fröhliches, gastfreundliches und auch sympathisches Volk. Aber was mir am meisten auffiel, ist der Glaube, den sie haben. Mir gefiel auch, dass sie die Angewohnheit haben Leute zu begrüßen, selbst wenn sie diese nicht kennen. Das ist hier in Brasilien nicht so. Hier grüßen einen die Leute nur, wenn man sie kennt. Am Tag des Treffens mit dem Papst bin ich zu der Schlussfolgerung gekommen, dass das schönste am Leben nicht die Feste ohne Religion sind, sondern ein gemeinsames Fest in der Religion ist. Im Allgemeinen braucht der Mensch mehr Glauben und muss stärker an Gott glauben. Heute denken die Menschen nur daran, Kriege zu führen und sich selbst zu zerstören.Aber das ist nicht der richtige Weg, um den Weltfrieden zu erreichen. Das wichtigste ist der spirituelle Frieden."Elias de Quadros&;Meine Reise nach Deutschland war ein einzigartiges Erlebnis. Dort konnte ich eine neue Kultur erleben und habe auch hautnah erleben können, was für ein religiöses und glückliches Volk ihr seid. Meinen Aufenthalt in Deutschland mit dem Papsttreffen, den Speisen und den Bräuchen werde ich nie vergessen... Es war ein einzigartiger Moment. Ich kann selbst gar nicht die Freude beschreiben, welche ich empfand, als ich diese neue Welt kennen lernte. Es ist ein großes Privileg, welches nur wenige im Leben haben.Wir Jugendliche müssen uns immer stärker vereinen und zusammen mit den Erwachsenen und Kindern für den Weltfrieden Sorge tragen." Graziele Vargas

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Rundbrief

Januar 2006 Weltjugendtag

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Der Weltjugendtag 2005 aus brasilianischer Sicht

Bericht der Jugendlichen aus Porto AlegreUnsere Reise nach Deutschland hat in der Tat an dem Tag, als die Leiterin vom Projekt Kinderhilfe und Familienbetreuung, Frau Lourdes Guizzardi, uns die Einladung der Kinderhilfe mitteilte, begonnen. Deshalb können wir nicht über die Teilnahme sprechen, ohne über die Vorbereitung zu sprechen. Das Projekt Kinderhilfe und Familienbetreuung ermöglichte uns und unseren Familien viele und wunderschöne Gelegenheiten und Freuden.Unsere Lebenswerte haben sich verbessert, als wir begonnen haben am Projekt teilzunehmen. Mit der Einladung nach Deutschland zu reisen, um am XX. Weltjugendtag teilzunehmen, hatten wir verschiedene Gefühle: Freude und gleichzeitig Neugierde und Ängstlichkeit. Freude, weil als katholische Jugendliche fühlten wir uns mit der Einladung, den Papst kennen zu lernen, sehr geehrt. Neugierde wegen der Gelegenheit Deutschland kennen zu lernen und Ängstlichkeit, weil wir wussten, dass uns viele unbekannte Dinge entgegen kommen könnten.Nach der Wahl des neuen Papstes Benedikt XVI. waren wir neugierig ihn kennen zu lernen. Außer den neuen Papst kennen zu lernen, haben wir uns Gedanken gemacht, wie Deutschland wohl sei, weil keiner von uns Jugendlichen je aus Brasilien verreist ist oder je geflogen. Das ging uns im Kopf herum und immer wenn wir uns zusammen mit Frau Lourdes getroffen haben, hatten wir viele Fragen. Aber mit den Antworten wurden wir etwas ruhiger. Die Leitung erzählte uns über die Deutsche Realität und im Fernsehen schauten wir mit anderen Augen und mit mehr Interesse, was über Deutschland berichtet wurde. Es war eine lange Vorbereitung und viel Zusammenleben in der Gruppe. Vor dem Abflug bekam jeder vom Projekt einen großen Koffer für seine Sachen. Die Betreuerinnen von allen Pfarreien haben uns geholfen, die Reise vorzubereiten und auch unsere Sachen zu packen. Am Tag des Abfluges kamen viele zum Abschied. Selbst zum Flughafen zu kommen, war was neues für uns. Der Start des Flugzeuges, die lange Reise, das Essen im Flugzeug &; von allem waren wir begeistert. Am Flughafen in Düsseldorf erwartete uns der 1. Vorsitzende selbst, mehrere Freunde und Paten der Kinderhilfe sogar mit roten Rosen. Es war ergreifend! Wir fuhren sofort nach Duisburg, wo die Gemeinde St. Peter und Paul uns mit Gegrilltem und leckeren Salate herzlich empfangen hat.Jeder von der Gruppe bekam eine Gastfamilie. Wir wurden von allen Gastfamilien in ihren Häusern sehr herzlich empfangen. Bis heute haben wir große Sehnsucht nach allen.Das Frühstück am 12.08.2005 an einem überlangen Tisch im Freien fanden wir sensationell. Nie dachten wir, mit Menschen von verschiedenen Ländern integriert zu leben. Es hat uns der Einsatz, die Geduld, die Hingabe und die Freude, wie alles für uns in der Stadt Duisburg vorbereitet wurde, beeindruckt.Nie werden wir die Tage unserer Tanzvorführung vergessen. Niemals wurden wir soviel fotografiert und mit Beifall bedacht. Wir haben uns riesig gefreut und es hat uns auch motiviert. Wir möchten der Gemeinde St. Peter und Paul, den Gastfamilien für die Aufmerksamkeit und Liebe, die sie uns in diesen Tagen geschenkt haben, danken. Besonders danken wir Pe. Heinrich Lanius, 1. Vorsitzender der Kinderhilfe, der immer bei uns war.Außerdem konnten Lisiane und Vinicius ihre Paten persönlich kennen lernen. Es war sehr ergreifend.Wir hatten auch die Gelegenheit, den Gründer der Kinderhilfe, Pe. Ulf Brodowski kennen zu lernen, sowie andere Mitglieder und Helfer der Kinderhilfe. Die Gottesdienste waren immer wunderschön, mit Musik, Liedern und viel Motivation gestaltet.Nach unserem Aufenthalt in Duisburg, gab es den schweren Abschied und wir fuhren nach Düsseldorf. In dieser Stadt wurden wir auch sehr herzlich von den Gastfamilien aufgenommen. Wir beteiligten uns an verschiedenen Treffen, um die Begegnung mit dem Papst vorzubereiten. Auch an den reichlichen Katechesen in der Stadt Haan beteiligten wir uns und wir durften auch am Rhein entlang spazieren und die Schönheit der Natur erfahren und bewundern, sowie das berühmte Schloß von Benrath besichtigen.Der Höhepunkt unserer Reise war der Vigilabend auf dem Marienfeld in Köln und das Treffen mit dem Papst. Es war eine unvergessliche Erfahrung. Eine Masse von Menschen lief in die gleiche Richtung! Alle hatten das gleiche Ziel! Es war sehr ergreifend, sich unter so vielen Menschen aus aller Welt im Gebet und Gesang zu spüren. Das Gefühl kann man mit Worten nicht beschreiben. Es war ein Zeichen des Glaubens und der Hoffnung der Jugendlichen. Für uns war es ein einziger Moment, der sich nie wiederholt und für immer in unserem Gedächtnis bleibt. Das Glück da zu sein, vom Papst gesegnet zu werden, überwand alle unsere Müdigkeit.VIELEN DANK!Fábio Jonas Cardoso Baptista, Flaviano Jose dos Santos, Lilian da Cruz Couto, Lisiane Vernes Santos, Natieli da Silva Miranda, Tiago Jaques dos Santos, Vinicius dos Santos Carvalho, Rosane Pessotto, Lourdes Cecilia Fantin Guizzardi, Pe. Jose Romeo Mal-daner.

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Rundbrief

Januar 2006 Kinder- und Patenbriefe

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Kinder- und Patenbriefe

Auszüge aus Kinderbriefen... Brasilien ist ein ganz schön reiches und zugleich auch sehr armes Land, es gibt hier viele Reiche und viele Arme. Die wohnen dann manchmal in Hütten, manchmal sogar ohne Dach und leiden Hunger. Gott sei Dank haben wir hier das Jugendzentrum, wo wir alles bekommen: Ernährung, Bildung, Vorbereitung auf die Zukunft. Wir sind eine Familie mit 12 Kindern... Bevor ich ins Jugendzentrum kam, mussten ich und meine Geschwister oftmals auf der Strasse betteln gehen, um etwas zu Essen zu bekommen, denn zu Hause gab es nichts......Bruna ist aufgrund ihrer AIDS-Erkrankung sehr geschwächt... In diesem Jahr besucht Bruna die Vorschulklasse. Sie ist eine fleißige Schülerin und geht sehr gern zur Schule... Ihre Unterstützung ist sehr wichtig für die Familie......Ich fehle nie im Unterricht, nur wenn es einen ernsten Grund gibt... Meine Mutter ist auf Arbeitssuche, findet jedoch nichts festes, weil sie nur eine sehr geringe Schulausbildung hat und die Unternehmen mindestens einen 5-Klassen-Abschluss verlangen. Deshalb beschloss sie im nächsten Semester die Abendschule zu besuchen......Das Lernen ist für uns hier in Brasilien sehr wichtig. Arbeitsstellen sind ganz knapp... Deshalb gebe ich mir große Mühe...Wir sind für einige Monate nach Sao Paulo gezogen, wo mein Vater und meine Brüder auch gleich Arbeit gefunden haben. Wir haben uns jedoch nicht an die Stadt gewöhnen können und wohnen nun wieder hier... Mein Vater und die Geschwister sind wieder arbeitslos - aber hier sind wir alle glücklich...... Meine Mutter kommt täglich als Ehrenamtliche ins Jugendzentrum und hilft den Betreuern. Sie sagt: &; Es ist die einzige Möglichkeit um diesen wunderbaren Leuten, die hier arbeiten, meinen Dank für all das auszudrücken, was sie für meine Kinder tun."...... Mein Häuschen war sehr klein. Meine Geschwister und ich haben alle zusammen auf einer Matratze im Wohnzimmer geschlafen. Im letzten Jahr bekam meine Schwester Geld von ihrem Paten und so konnten wir unser Haus ausbauen. Wir alle haben beim Bau fleißig mitgearbeitet, denn der Pate hat Geld für das Baumaterial geschickt und unsere Familie sollte mit ihrer Arbeitskraft ihren Teil beitragen... und alle Nachbarn haben mitgeholfen... Alle sind sehr glücklich......Ich weiß nicht, was aus mir geworden wäre, wenn es Sie nicht geben würde. Sie sind das Licht, das mich erleuchtet und die Nacht, die mich schützt...Eine Betreuerin schreibt......Der Vater und die Stiefmutter haben - Gott sei Dank - ihrem Leben einen neuen Sinn gegeben. Die Stiefmutter hat mit dem Trinken aufgehört und arbeitet als Ehrenamtliche hier im Jugendzentrum... Der Vater arbeitet als Gelegenheitsarbeiter. Manchmal trinkt er noch, aber nun schon viel seltener... Die Zuneigung, die sie eigentlich von zu Hause erhalten müsste, erhält sie hier von uns, weil wir sie alle sehr lieb haben...

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Rundbrief

Aktuelles

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Aktuelles

Frau Beate Oladejiwurde am 3. Dezember 2005 zur neuen 2. Vorsitzenden gewählt. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder und ist seit Jahren mit der Arbeit der Kinderhilfe Passo Fundo vertraut.Als Bilanzbuchhalterin verfügt sie auch über das nötige Sachwissen, um in Fragen der Buchhaltung und Bilanzierung kompetent arbeiten zu können.Wir wünschen ihr und dem Verein eine gute Zusammenarbeit zum Wohl aller Kinder und Jugendlichen in Passo Fundo und Porto Alegre.25 Jahre Kinderhilfe Passo Fundo e.V.Am 17. Oktober 2006 besteht die Kinderhilfe 25 Jahre. Wir fahren aus diesem Anlass mit 25 Patinnen und Paten vom 29. September bis 15. Oktober 2006 nach Brasilien.Dort wird vor Ort zusammen mit unseren brasilianischen Freunden das Jubiläum feierlich begangen.Am 28.Oktober 2006 wollen wir hier in Essen dieses silberne Jubiläum mit einem festlichen Gottesdienst und einer anschließenden Begegnung mit allen Patinnen und Paten sowie den Mitgliedern und Freunden der Kinderhilfe feiern. Schon jetzt laden wir Sie herzlich ein und bitten Sie, diesen Termin vorzumerken.Im Gebet gedenken wir unserer verstorbenen Paten und Freunde:Herrn Günther Riese,Bottrop/RealschuleFrau Maria Bittner,HannoverFrau Marlene Hirsch,DüsseldorfHerrn Leonhard Hodes,EssenHerrn Josef Korte,EssenHerrn Peter Olbrich, EssenFrau Viktoria Brief, Mülheim a.d. RuhrHerrn Walter Drachter,BochumHerrn Bartel Voosen,KölnFrau Ruth Detmar,Bad WörishofenHerrn Heinz Eichwald,EssenFrau Ruth Klein,St. Augustin

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Januar 2001 Presseberichte aus Passo Fundo

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Presseberichte aus Passofundo

Jugendzentrum III nach Umbau völlig neu konstruiertDie Assistência Social Diocesana Leão XIII übergibt der Gemeinde des Stadtteils São Luiz Gonzaga das völlig neu gestaltete Jugendzentrum III. Heute, am 18. April um 17 Uhr, wird das Jugendzentrum 111 der Assistência Social Diocesana Leão XIII auf der Rua Cinelândia 190 im Stadtteil São Luiz Gonzaga neu eingeweiht. Geschichte: Das Jugendzentrum des Stadtteils São Luiz Gonzaga wurde 1981 gegründet und betreute im Laufe dieser 19 Jahre durchschnittlich 200 Kinder pro Tag in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Sport und Freizeit, Ernährung und Vorbereitung auf das Berufsleben anhand von Werkstätten zur Beschäftigung. 1999 war jedoch die bauliche Struktur so schlecht geworden, dass die Sicherheit der Kinder, Jugendlichen und Betreuer nicht mehr gewährleistet war. Da es sich um ein Betreuungszentrum handelte, dessen Publikum sehr bedürftig ist, und gleichzeitig um eine unentbehrliche Dienstleistung für die Gemeinde des Stadtteils. arbeitete Leaão XIII ein Projekt zur Rekonstruktion dieses Zentrums aus. Es wurde mit Geldern finanziert, die aus dem Nachlass des Pfarrers Pergentino Dalmargo, der Gemeindeverwaltung von Passo Fundo und der Kinderhilfe aus Deutschland kamen. So konnte dieses Projekt in die Realität umgesetzt werden. Feierlichkeiten: Wenn die Organisation dieses völlig neu gestaltete Gebäude an die Gemeinde des Stadtteils übergibt, werdendabei außer der Direktion der Körperschaft auch noch zivile und geistliche Autoritäten anwesend sein, unter denen sich der Bürgermeister von Passo Fundo, der Diözesanbischof sowie Msgr. Heinrich Lanius (1.Vorsitzender der Kinderhilfe), der gerade auf Besuch in Brasilien ist, befinden. Arbeit: Die Arbeit der Assistência Social Diocesana Leão XIII ist ganz und gar auf den Auftrag des Beistands, der Erziehung und der Förderung von bedürftigen Kindern und Jugendlichen ausgerichtet. Jeder kann sich der Bewegung der Solidarität, die von Leão XIII herausgearbeitet wurde, anschließen, indem er die Patenschaft für ein Kind übernimmt. Die Einrichtung rechnet mit der Unterstützung von ca. 700 Patinnen und Paten aus Passo Fundo, die, ohne es zur Schau zu tragen, monatlich helfen, diese Arbeit möglich zu machen, - eine beispielhafte Art von Hilfe, nach der auch die Paten aus Deutschland handeln. Jedoch benötigt die Organisation für die große Zahl von 2500 betreuten Kindern auch die Hilfe der Gemeinde. Werde auch du ein Glied dieser Kette und hilf dabei, heute ein Kind zu erziehen, damit dieses morgen nicht zu den Benachteiligten gehört. Mach eine konkrete Geste menschlicher Solidarität, indem du die Patenschaft für ein Kind übernimmst, damit Leão XIII ihm dann beistehen kann. Die Organisation kann telefonisch unter der Nummer 312.3077 oder auf der Rua Paissandu 1830 kontaktiert werden. Welche Stadt wollen wir? Das Projekt "Welche Stadt wollen wir?", entwickelt von der Zeitung Diáro da Manhã, nimmt an diesem Wochenende die Sozialfürsorge unter die Lupe. Wir haben uns mit Darcisio Staudt über dieses Thema unterhalten, dem Direktor der Assistência Social Diocesana Leão XIII, einer der Einrichtungen, die assistenzielle Arbeit in Passo Fundo leisten. Blickt man genauer auf den Bereich, der das Ziel der Assistência Social Diocesana Leão XIII ist, nämlich den der Kinder und Jugendlichen, erkennt man, dass schon viel in diesem Bereich getan wurde. Laut Staudt habe sich die Bevölkerung zwar verdoppelt, jedoch sei die Situation früher im Hinblick auf die Straffälligkeit von Kindern und Jugendlichen noch viel schlimmer gewesen.Obwohl sich aber viele Einrichtungen wie die der Leão XIII gebildet hätten, gebe es immer noch Dinge, die verbessert werden müssten und es würden Fehler gemacht, die bisher noch nicht ausgeräumt werden konnten, so Staudt. Er begründet dies unter anderem damit, dass die Regierungen in allen Bereichen ihre Investitionen reduzierten. "Wenn eine Haushaltskrise stattfindet, spart man zuallererst im sozialen Bereich", sagt Staudt und erzählt weiter, dass Daten bewiesen, dass die Regierung nicht einmal 5% von dem investiert habe, was sie für den sozialen Bereich vorgesehen hatte. Jedoch hätten sich im sozialen Bereich auch Kräfte angesammelt. Die Aktionen fänden auf eine andere Weise statt, nämlich durch die Solidarität der Leute, wie zum Beispiel die der Paten von Kindern oder die der freiwilligen Helfer etc. Die zivile Gesellschaft organisiere sich, um sich um das zu kümmern, worum sich eigentlich das Bundesland kümmern müsste. Für Passo Fundo können wir mit Darcisio Staudt sagen, dass bisher eine gute Arbeit geleistet wurde. Einige Bereiche verdienten jedoch noch eine größere Aufmerksamkeit, wie z.B. der ältere Mensch, der eine neue Realität darstelle, da die Menschen eine immer größere Lebenserwartung hätten. Ein anderer wichtiger Punkt sei eine größere Aufmerksamkeit im Hinblick auf die berufliche Ausbildung von den Jugendlichen, die der ärmsten Bevölkerungsschicht angehörten und deshalb den geringsten Zugang zu einer weiterführenden und qualifizierten Ausbildung hätten. Um ihre noch stärkere Ausgrenzung zu verhindern, müssten wir diesen Jugendlichen mehr Möglichkeiten bieten, sich zu qualifizieren. "Die Assistência Social ist eine Form, um Lücken zu schließen, die in der Gesellschaft offen sind. Das Ideal wäre, wenn wir Arbeitsstellen hätten, würdige Gehälter und eine völlig andere Struktur als die, die wir in Bezug auf die sozialen Missstände haben, und dass wir die Leistungen der Sozialhilfe nicht mehr bräuchten, da die ganze Welt eigentlich genug hätte, um sich normal zu entwickeln", ergänzt er. Berufsschule Leão XIII - Modell für andere EinrichtungenWie die Zeitung "O Nacional" am 27. September berichtet, ist die Berufsschule Leão XIII durch ihr Arbeitssystem so aufgefallen, dass sich andere Einrichtungen für ihr Vorgehen interessieren. So war die Leitung des Heimes Bethania aus Blumenau (Santa Catarina) zu Besuch, um sich zu informieren. Sie brachten als Gäste aus den USA die Herren Tom Rash und Tim Sprecher, Amerikaner aus Reed's Spring in Missouri, mit. Gemeinsam beobachteten sie die technischen Kurse und Erfahrungen von Leão XIII, um sie für ein ähnliches Projekt in der Stadt Trombudo Centra (Santa Catarina) zu nutzen. Die Besucher hatten offensichtlich einen sehr guten Eindruck von den geleiteten Kursen und beglückwünschten die Mitarbeiter der Einrichtung zu der exzellenten Arbeit in all den Jahren, in denen sie ihr technisches Wissen an Tausende von jungen Leuten weitergegeben haben. In diesem Jahr hat die Berufsschule 475 jungen Leuten das Abschlusszertifikat überreichen können. Außerdem wurde die Assistência Social Diocesana Leão XIII als einzige Einrichtung aus Passo Fundo für die Prämie "Pena Libertaria" vorgeschlagen. Diese Auszeichnung "Freie Feder" wurde von dem Künstler für Plastiken Gustavo Nakle geschaffen, um Personen, Einrichtungen und Projekte zu ehren, die qualitative Bildung fördern und neue Initiativen unterstützen.

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Rundbrief September 05

Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.Passo Fundo

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So werden Sie Pate

Informationen zum Ablauf

Bei einer persönlichen Kinderpatenschaft

übernimmt der Pate einen großen Teil der Kosten für die Betreuung eines Kindes. Er bezahlt einen Mindestbeitrag von monatlich 16 &; und erfährt, welchem Kind diese Hilfe zugute kommt. Der Mindestbeitrag deckt allerdings nur ca. 53% der entstehenden Kosten, die für die Förderung des Kindes erforderlich sind. Er erhält einen Personalbogen mit dem Namen des Kindes, weitere Angaben über die familiäre Situation, eine kurze Charakteristik und ein Passbild "seines" Patenkindes. Das Kind erfährt den Namen des Paten und schreibt bzw. malt ihm zweimal im Jahr. Korrespondenz mit dem Kind ist erwünscht und bringt Freude. Neben den deutschen Paten gibt es auch schon in Passo Fundo und Porto Alegre brasilianische Paten.Alle Einnahmenfließen in die Kinder- und Jugendzentren in der Diözese Passo Fundo bzw. in die Kinderhilfe und Familienbetreuung nach Porto Alegre. Sie werden verwendet für Verpflegung, medizinische Versorgung, Kleidung, Material für die Schul- und Berufsausbildung, Personalkosten und auch für Feiern und Feste mit den Kindern. Die Kinderwerden nach Bedürftigkeit und nicht nach Religionszugehörigkeit ausgesucht. Bedingung ist der Besuch der staatlichen Schule. Dies wird kontrolliert. Wenn das Patenkind fortzieht - die Mobilität der Armen ist sehr groß - erhält ein anderes Kind die Unterstützung. Die Paten werden darüber informiert.Lassen Sie uns bitte wissen, ob Sie &; einmalig/monatlich unsere Projekte unterstützen wollen, &; einen Betreuungsplatz ohne persönlichen Kontakt mit dem Kind zur Verfügung stellen wollen, &; eine persönliche Patenschaft mit einem Kind übernehmen wollen, und ob Sie &; eine Spendenquittung zur Vorlage beim Finanzamt wünschen. Die Anmeldung zu einer Patenschaft incl. Einzugsermächtigung können Sie im pdf-Format oder als Winword-Dokument ausdrucken. Anmeldung im pdf-Format Anmeldung im doc-Format




Soziale Hintergründe

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Soziale Hintergründe

Favelas (Armenviertel)StrassenkinderArmut




Soziale Hintergründe

Favelas (Armenviertel) und ihre Bewohner

Favelas (Armenviertel) und ihre Bewohner

Ursprünglich war "Favela" die Bezeichnung eines Hügels in Rio de Janeiro, an dem arme, von der Gesellschaft ausgestossene Menschen Hütten aufgebaut hatten, um wenigstens ein, wenn auch erbärmliches, Dach über dem Kopf zu haben. Doch in den ersten Jahrzehnten dieses Jahrhunderts, als die Städte durch die Industrialisierung ein immer attraktiver Anziehungspunkt für die mittellose Landbevölkerung wurden, wuchs eben auch das Heer jener, die keine Gutbezahlte Arbeit oder feste Anstellung fanden und ein notdürftiges Quartier finden mussten. Als fester Bestandteil des brasilianischen Lebens hat die Favela leider etwas Banales, Alltägliches angenommen, was die Bedeutung dieses sozialen Missstandes zu verharmlosen droht. Die "Favelados" sind zum grössten Teil Opfer der im Nordeste vorherrschenden Trockenheit oder von den Fazendeiros und den grossen landwirtschaftlichen Konzernen vertriebene Bauern. Sie schlagen sich bis zu den Aussenbezirken der Millionenmetropolen durch, errichten dort ihre Hütten.Eine Favela ist zunächst illegal besetztes Land, auf dem die Menschen notdürftige Hütten bauen. Es existieren keinerlei Besitzansprüche, und nicht selten kam es vor, dass die ganze Favela mit Baggern dem Erdboden gleichgemacht wurde und die Menschen ihr weniges Hab und Gut verloren haben. Von den hygienischen Verhältnissen und der Gefahr von Krankheiten kann man sich ein lebhaftes Bild machen. Nur ganz wenige Favelas haben den Wandel zum sauberen Unterklasseviertel geschafft, die meisten werden sich wohl nie ändern. In den Favelas wohnen die Putzfrauen und Fabrikarbeiterinnen, die Hausmeister und Taxifahrer - Menschen, die hart ums Überleben kämpfen müssen.Das Problem der Favelas bleibt unter den herrschenden gesellschaftlichen Bedingungen jedoch praktisch unlösbar, da sie schneller wachsen als sie zerstört werden. Überdies werden die Favelados in düstere Stadtteile mit Sozialwohnungen umgesiedelt und sich dann gezwungen, täglich mehrere Kilometer unter unzumutbaren Umständen zurückzulegen, um zur Arbeit zu gelangen. So erstaunt es nicht, dass sie alles daran setzen, um in ihre Favela zurückzukommen. Sie verlieren ihre soziale Bindung, sobald sie am Rande der Stadt in einen diesen seelenlosen Betonblocks deponiert werden. Paradoxerweise untersuchen Architekten aus aller Welt das Phänomen der Stadtorganisation innerhalb der Favelas als Musterbeispiel für rationale, intelligente und flexible Siedlungsformen, wobei die Behörden sich für eine Politik der Integration der Slums entschieden hätten, indem sie sie in die Stadtplanung Miteinbeziehen und die Frage des Grundbesitzes auf eine legale Grundlage zu stellen versuchen. Die Regierung verzichtete bereits auf Grundstücke, auf denen sich Elendsquartiere angesiedelt hatten.Man muss sich einmal den unglaublichen Mut und die Anpassungsfähigkeit der Favelados vor Augen halten. Sie haben es trotz erbärmlicher Ausgangsvoraussetzungen und qualvoller Enge geschafft, sich irgendwie zu arrangieren und das Leben einigermassen erträglich zu gestalten. Auch wenn diese Art der Existenz gemeinhin als krebsartige urbane Wucherung bezeichnet wird, die als ein Hort Krimineller vor sich hinfault, die Favelas haben noch eine andere Seite: sie ermöglichen die Errichtung eines sozialen Geflechts, das sich den gesellschaftlichen Gegebenheiten anpasst. In manchen Favelas kämpfen die Bewohner gemeinsam um fliessendes Wasser, um Kanalisation und Elektrizität. Die Solidaritätsbekundungen unter den Favelados sind zahlreich. Ein alter Mensch fühlt sich dort niemals einsam, und einer kranken Mutter nimmt man die Kinder ab. Die Favelas sind Welten für sich mit eigenen Gesetzen und Regeln.Den Chefs der Favelas kommt bei der Ausgestaltung des Gemeinwesens eine zunehmende Bedeutung zu. Sie spielen eine wichtige soziale Rolle und sind eine Art Robin Hood der Stadt. Oft verdienen sie viel Geld aus dem Wiederverkauf von Kokain an die wohlhabenden Bürger der Stadt. Die Tatsache, dass die Reichen auf diese Art und Weise die Institutionalisierung der Favelas finanzieren, mutet schon sehr zynisch an. Als im August 1987 in der Favela von Rio der Anführer eines Drogenhändlerringes verhaftet wurde, protestierte die Bevölkerung gegen diese Verhaftung, da dieser die Kanalisation finanziert hatte und elternlose Kinder durchbrachte. Die Drogenbossen sorgen dafür, dass alles seine Ordnung hat. In den Favelas lebt man relativ sicher, nur selten gibt es Diebstähle und Raubüberfälle. Gefährlich wird es allerdings, wenn man zwischen die Fronten zweier rivalisierender Drogenbanden gerät oder in den Verdacht, nicht loyal zu den jeweiligen Herrschenden zu halten. Die Bosse sorgen dafür, dass es Beschäftigung gibt, Kranke zum Arzt gehen können, die Kinder einen Sportplatz bekommen, dass bei einem grossen Fest alle kostenlos essen und trinken können.Das Leben unter den Umständen der Favelas kann man oft nur als Überlebenskampf bezeichnen. Dass diese soziale Situation die Eskalation von Gewalt und den Konsum von Drogen zur Folge hat, ist klar. Schiessereien, Raub und Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung. Alkohol und Drogen "helfen" dabei, den harten Alltag zu vergessen. Die Familien bestehen oft aus 6 und mehr Personen. Dabei sind nicht viele Väter mitgezählt, weil diese die Frauen häufig sitzenlassen. Brasilien ist weltweit das Land mit den meisten allein erziehenden Müttern. Und die Zahl der Kinder wächst immer weiter, da Verhütung für viele etwas unbekanntes ist. Damit genug Einkommen für die ganze Familie da ist, müssen schon kleine Kinder Geld beschaffen, entweder durch Betteln oder durch Arbeit. Die Arbeit der Kinder hat zur Folge, dass sie keine Zeit mehr haben, um in die Schule zu gehen. Der Weg zu einer Berufsausbildung und damit zu einer besseren Zukunft bleibt versperrt. Es ist beinahe unmöglich für diese Menschen, diesen Teufelskreis zu verlassen.Kein Reisender wird die Augen davor verschliessen können, dass es im heutigen Brasilien überall Favelas gibt. Kaum eine Fahrt vom Flughafen zum Hotel, ein Ausflug in einen benachbarten Ort, ohne dass man entlang ganzer Viertel von Favelas fährt. Warnung: Wagen Sie sich nie alleine in eine Favela! Mal ganz abgesehen von dem unvermeidlichen und unangenehmen Gefühl, ein Voyeur zu sein, wäre so etwas zu riskant. Sich zumindest von einem brasilianischen Bekannten begleiten lassen, der dort die richtigen Leute kennt. Andernfalls ganz auf das Favela-Abenteuer verzichten!(Text mit freundlicher Genehmigung von www.brasilien.de.)

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Soziale Hintergründe

Strassenkinder

Strassenkinder

Über sieben Millionen Strassenkinder, über drei Millionen arbeitende Kinder, über zwei Millionen Prostituierte unter 15 Jahren - das sind keine Sensationsberichte, sondern belegte Zahlen. Ein Drittel der Bevölkerung des Molochs São Paulo lebt in Favelas oder Einsturzgefährdeten Häusern, im mondänen Rio lebt etwa die Hälfte der Cariocas in über 400 Favelas. Die Väter kinderreicher Familien kapitulieren häufig vor den Pflichten, die sie als Ernährer haben, und lassen die Frauen oftmals alleine mit sechs oder mehr Kindern. Diese müssen dann zwangsläufig zum Familienunterhalt beitragen, falls sie sich nicht lieber auf der Strasse als Selbstversorger durchschlagen wollen.Gerade an den Kindern spiegeln sich die krassen gesellschaftlichen Unterschiede Brasiliens wider. An einem Ende der Skala: Kleine Mädchen, von Kindesbeinen an zu koketten Ladys erzogen, mit sieben oder acht schon modisch herausgeputzt wie ihre Barbiepuppen, und kleine Jungen als frühreife Kavaliere, kindliche Machos, bald verschwenderische "Vatersöhne". Am anderen Ende der sozialen Skala dann die Millionen Kinder, die schon von klein auf zum Unterhalt der Familie beitragen müssen. Spätestens mit acht helfen Mädchen in den Favelas beim Waschen und Putzen, passen auf ihre kleineren Geschwister auf, fehlen noch öfter in der Schule als die Jungen, weil sie zu Hause gebraucht werden. Unzählige gehen auf den Strich; noch bevor sie zu Frauen geworden sind. Die Buben landen früh auf freier Wildbahn, schlagen sich durch mit allerlei Jobs wie Strassenverkäufer, Schuhputzer, Tütenträger an den Supermärkten, Autoscheibenwäscher an den roten Ampeln, Parkwächter usw... Von diesen Jungen kehren nur einige nachts heim, wenn sie überhaupt noch eine Familie haben. Also bleiben die Kinder lieber weg, im Labyrinth der Strassen, wo sie sich besser auskennen als jeder andere. Nachts sieht man sie dicht aneinander gedrückt in den Hauseingängen schlafen, in den U-Bahnschächten, am Strand - Mädchen sind auch dabei.Zum Phänomen der Strassenkinder gibt es zahlreiche Literatur mit ebenso zahlreichen Widersprüchen, die sich zwischen verklärter Sozialromantik und politischem Ideologismus bewegen. Das Bild von dem Strassenkind wird, je nach Autor, in allen möglichen Schattierungen gezeichnet: Einmal wird es verherrlicht als Träger einer Gegenkultur zur herrschen Gesellschaftsordnung, deren Opfer es ist. Die charakteristische Lebensweise auf der Strasse wird zur Strassenkultur und die Werte geprägt von der Strassenethik. Ein anderes Mal wird das Strassenkind als reizend und bemitleidenswert gehätschelt, allerdings nur so lange es noch klein und niedlich ist. Viele dieser Kleinen haben ihre Anlaufstellen, Bars oder Cafés z.B. wo sie sich Essensreste holen. Es kommt aber immer häufiger vor, dass "bessere Restaurants" ihre Abfälle chemisch behandeln, um sie ungeniessbar zu machen. Den Gästen soll der Anblick von Hungernden erspart bleiben. Die etwas Grösseren werden nur noch als eine Bedrohung empfunden und jeder der sie erspäht, drückt seine Geldbörse noch ein bisschen fester an sich.Wie viele dieser Strassenkinder, die auch abfällig "Pivetes - Rotzbengel, Strassendieb, Taugenichts" genannt werden, zu den berüchtigten Kinderbanden gehören, weiss niemand genau. Täglich sind die Zeitungen vollen Einzelheiten über jene, die in die Kämpfe der Drogenringe geraten, die von Lynch-Kommandos aus gedungenen Killern und Ex-Polizisten ermordet werden. Sie werden willkürlich aufgegriffen und an einem verlassen Ort vergewaltigt, gefoltert und ermordet. Verdächtigt als Auftraggeber werden u.a. die um ihren Umsatz besorgten Besitzer grosser Läden und Restaurants. Die Kinderhorden verschreckten ihre Kunden, sagen sie.Ein weiterer Stereotyp entsteht dadurch, dass alle Kinder, die sich auf den Strassen aufhalten, unter den Begriff "Strassenkinder" fallen. Die überwiegende Mehrzahl ist jedoch nur scheinbar sich selbst überlassen, die Strasse ist lediglich ihr Arbeitsplatz, oder, aus Mangel an betreuten, bezahlbaren Kindergärten und Jugendzentren, ihr Aufenthaltsort, während die Eltern einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Man nennt sie deshalb "Meninos na Rua - Kinder auf der Strasse", während die relative Minderheit der "Meninos da Rua - "echten" Strassenkinder" tatsächlich schwache oder keine familiären Bindungen haben und auf der Strasse leben und übernachten.Ein weiteres erschreckendes Phänomen ist der Diebstahl von Kindern. Die sogenannten "Crianças de Avião - Flugzeugkinder" werden Familien, die in extremer Armut leben, von skrupellosen Händlern billig abgekauft oder schlicht entrissen und dann auf dem "schwarzen Markt" zur Adoption angeboten. Die "Käufer" sind meistens Europäer, die die Kinder in ihr eigenes Land holen. Wer den legalen Adoptionsweg wählt, muss sich auf zermürbende Auseinandersetzungen mit der brasilianischen Gesetzgebung einlassen. Schon deswegen blüht der illegale Kinderhandel.(Text mit freundlicher Genehmigung von www.brasilien.de.)

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Armut

Armut

Brasilien ist keineswegs gefährlich, wenn man einige simple Sicherheitsregeln beachtet. Stets im Hinterkopf behalten: hier zählen auch Bafög-Studenten zu den Reichen! Wenn jemand um ein paar Pommes Frites bittet oder auf der Terrasse eines Restaurants fragt, ob er die restlichen Hühnerknochen auf dem Teller abnagen darf, tut er dies nicht aus Jux, sondern weil er Hunger hat. Tätlichkeiten oder Belästigungen werden stets von Not und Armut diktiert.Unsere Medien neigen leider dazu, die Einschaltquoten fest im Blick, die Gewaltkriminalität in Berichten über Brasilien kräftig zu überzeichnen. Tatsächlich häufen sich die Fälle grausamer Bluttaten, aber diese treffen zumeist die Schwächsten der Gesellschaft: Strassenkinder, Indianer, Slumbewohner usw. Dahinter steckt nicht selten die Militärpolizei, deren Vergeltungsschlägen oder reinen Willkür bisher kein Ermittler beikommen konnte. Auch hier gilt es zu bedenken, dass strukturelle Gewalt stets von den Mächtigen ausgeht, und dazu zählen in einem Land wie Brasilien auch ausländische Besucher. Man denke nur an die Touristenorten verbreitete Kinderprostitution.Brasilien gilt als typisches Schwellenland mit einem hohen Grad an Industrialisierung und einem breiten Angebot an Gütern. Doch maximal ein Drittel der Gesamtbevölkerung nimmt am Wirtschaftskreislauf teil, die Mehrheit ist in der Schattenwirtschaft tätig oder lebt am Rande des Existenzminimums in bitterer Armut. Man findet sie auf keine Landkarte eingezeichnet, doch gibt es zwei Brasilien, die auf dem gleichen Territorium, Seite an Seite existieren: das eine ein Land von riesigem Potential, unbegrenzten Möglichkeiten und unvorstellbaren Reichtums; das andere hingegen ein Land des Mangels, des menschlichen Elends und der Verzweiflung.Die Armut zog in Brasilien mit den Kolonisatoren ein. Der Grundstein hierfür wurde mit dem System der "Casa Grande", also mit dem Herrenhaus auf dem Lande gelegt. Die Fazenda war auf Sklavenarbeit aufgebaut und funktionierte stets patriarchalisch. Oben und unten, arm und reich waren festgelegt. Die Nachwirkungen dieses Systems bestimmen noch die brasilianische Sozialstruktur. Auch heute noch ist die Gesellschaft streng gegliedert. Nach einem Jahrzehnt der Wirtschaftskrisen klafft die Einkommensschere fast weiter denn je auseinander. Die Einkommenssituation zwingt die meisten Brasilianer, nach einem Zusatzverdienst zu suchen. Bei den Armen ist es üblich, dass die Kinder mit zehn Jahren zu arbeiten beginnen.Beispiele für grosse regionale Diskrepanzen findet man in jeder Stadt und in jedem Staat, doch sind auch enorme regionale Diskrepanzen festzustellen. Als Brasilien Kolonie war, galt der Nordosten lange Zeit als das Zentrum der Zuckerplantagen und als die dominierende brasilianische Wirtschaftsregion. Doch als der Zucker an Bedeutung verlor, ging es mit dieser Region bergab. Den Todesstoss versetzte ihr die stürmische industrielle Revolution, die die wirtschaftliche Macht auf die Städte im Südosten und Süden verlagerte, wo sich die Fabriken konzentrierten. Fehlende Industrie, Dürreperioden und ein überkommenes landwirtschaftliches Pachtsystem liessen den Nordosten zum Symbol des anderen Brasilien werden.Die Wanderungsbewegung vom ländlichen Nordosten in den urbanen Südosten begann in den sechziger Jahren und flaut langsam ab. Zwischen 1970 und 1980 wuchs die Bevölkerung im Stadtgebiet von São Paulo um drei Millionen Menschen, von denen die meisten aus dem verarmten Nordosten kamen. Im Laufe dieser Entwicklung gelangten arme, ungelernte Bauern in die Industriezentren des Südens und Südostens und lieferten beständig billige Arbeitskräfte, aber auch ein riesiges und wachsendes soziales Problem. Abgesehen davon, dass die Städte, was Wohnraum, Dienstleistungen und Versorgungseinrichtungen betrifft, bis an den Rand ihrer Möglichkeiten strapaziert werden, lässt diese Masse von armen Einwanderern die Slums in den Städten anwachsen und damit die Kriminalität. Heute leben ca. über fünf Millionen Einwohner von São Paulo, das ist die Hälfte der Stadtbevölkerung, in Wohnungen, die weit unter dem Mindeststandard liegen.Für den Besucher werden die Kontraste zwischen den beiden Brasilien schnell deutlich. Bettler säumen die Gehsteige, während Hausmädchen die Fenster der Luxusappartements auf der anderen Strassenseite putzen. Die Mehrzahl der Strassenhändler sind Arbeitslose, die sich nicht verändern können oder wollen: Sie haben keine festen Arbeitszeiten, sind nicht an Verträge und Arbeitgeber gebunden, zahlen keine Steuern und verdienen oft mehr als in einer regulären Stellung. Ist die Wirtschaft im Aufschwung, so verringert sich ihre Zahl, steuert sie wider in eine Krise, so steigt sie umgehend. Die stete Präsenz von Bettlern ist zumindest in den Städten im Nordosten Brasiliens sehr auffallend. Dort gibt es kein soziales Netz, das die Alten, Blinden, Behinderten, psychisch Kranken und Arbeitslosen auffangen und von der Strasse holen könnte. Bei den zahllosen bettelnden Kinder ist es sicherlich besser, ihnen kein Geld zu geben, um so vor skrupellosen Erwachsenen zu schützen, die meinen, auf diese Weise ohne Gegenleistung an Geld herankommen zu können. Ein Kind, das wirklich Hunger hat, wird für ein Stück Obst oder eine gesunde Mahlzeit dankbar sein.(Text mit freundlicher Genehmigung von www.brasilien.de.)

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Tag der offenen Tür - Programmübersicht

Tag der offenen Tür

Programmübersicht Tag der Offenen Tür 28. Oktober 2006, ab 15 Uhr

ab 15.00 Uhr Gesprächsaustausch bei Kaffee und Kuchen kleine Ausstellung über 25 Jahre Kinderhilfe PASSO FUNDO 16.00 Uhr Diavortrag "Die Kinderhilfe früher und heute" von Ulf Brodowski 16.45 Uhr 3 ehemalige brasilianische Patenkinder erzählen aus ihrem Leben 17:30 Uhr Samba Percussionsgruppe 18:30 Uhr festlicher Gottesdienst mit Gospelchor in der Pfarrkirche St. Georg ab 20.00 Uhr gemeinsame Feier 20.00 Uhr Samba Percussionsgruppe 20.15 Uhr Grußwort Fr. Jäger (Bürgermeisterin) 20: 45 Uhr aktuelle Impressionen & Erlebnisbericht der Jubiläumsreise nach Brasilien im Dialog mit den 3 ehemaligen Patenkindern, die aus ihrem Leben erzählen Selbstverständlich ist für Getränke und einen kleinen Imbiss ebenfalls gesorgt. Wir bitten Sie vor Ort um einen Unkostenbeitrag in Form einer Spende. Gemeindesaal der Pfarrgemeinde St. Georg Heisinger Str. 480 (direkt neben der kath. Kirche) in Essen-HeisingenUnd so finden Sie zu uns

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Tag der offenen Tür - Wegbeschreibung

Tag der offenen Tür

Tag der offenen TürUnd so finden Sie uns:

Gemeindesaal der Pfarrgemeinde St. GeorgHeisinger Str. 480 (direkt neben der kath. Kirche) in Essen-HeisingenWenn Sie aus Duisburg kommen:A 40 – Richtung EssenAS Essen –Holsterhausen (22) abfahren Richtung Zentrum (Halblinks einordnen) Nächste Ampel rechts auf Friedrichstrasse. Immer dem Verlauf der Strasse folgen. Weiter geradeaus auf Hohenzollernstrasse Weiter geradeaus auf Kronprinzenstrasse Unter der Bahnbrücke direkt rechts abbiegen auf B227/ Ruhrallee in Richtung Essen-Kupferdreh Gerade aus weiter auf Wuppertaler Strasse Richtung Kupferdreh Ausfahrt Heisingen (Nebenstrecke Kupferdreh) An der Ampel rechts hoch (Königssiepen, dann Petzelsberg) bis zum Kreisverkehr / Katholische Kirche geradeausWenn Sie aus Düsseldorf kommen: A 52 – Richtung EssenAS Essen – Bergerhausen/Kupferdreh (30) abfahren von A 52, weiter auf B 227/RuhralleeRichtung KupferdrehGerade aus weiter auf Wuppertaler Strasse Richtung KupferdrehAusfahrt Heisingen ( Nebenstrecke Kupferdreh) An der Ampel rechts hoch (Königssiepen, dann Petzelsberg) bis zum Kreisverkehr / Katholische Kirche geradeausWenn Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommen ab: Essen – HauptbahnhofEVAG Bus Nr. 145 oder 146Ab HattingenEVAG Bus Nr. 141

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Treffen mit meinem Patenkind Lisiane

Treffen mit meinem Patenkind Lisiane

NEWSTreffen mit meinem Patenkind Lisiane

Meine Eindrücke über das erste Treffen mit meinem Patenkind Lisianeam 13. August 2005 in Duisburg.Seit ich die Information hatte, dass mein Patenkind nach Deutschland kommt, war ich ziemlich neugierig auf Lisiane, das erste Treffen und die Gefühle die damit verbunden sind.Als dann endlich der 13. August da war, bin ich mit einer Freundin nach Duisburg gefahren. Wir standen vor der Kirche und haben gewartet. Endlich haben wir eine Betreuerin gesichtet und angesprochen, diese hat uns dann Lisiane vorgestellt. Es war einfach schön, endlich mal zu sehen, wofür man jeden Monat spendet und bisher nur Briefkontakt hat. Wir haben uns sofort in den Arm genommen und es war überhaupt nicht fremd sondern sehr herzlich.Vorher hatte ich einen Brief für Lisiane geschrieben, den mir ein Kollege übersetzt hat, damit Lisiane auch lesen konnte wie sehr ich mich auf unser erstes Treffen gefreut habe.Wir haben den ganzen Abend zusammen verbracht und Dank der Dolmetscher auch viele Fragen beantwortet. Ich habe diesen Abend sehr genossen und ich hatte das Gefühl, dass es auf Gegenseitigkeit beruhte. Man versteht sich auch ohne Worte nur mit Gesten.Zum Schluß hatte ich natürlich noch ein paar Geschenke für Lisiane und einige Geschenke für die ganze Truppe aus Passo Fundo.Es war ein wunderbares Erlebnis und ich bin froh dabei gewesen zu sein.Für mich steht fest, dass ich im nächsten Jahr nach Passo Fundo reisenwerde und mir einen persönlichen Eindruck vor Ort machen möchte.Liebe GrüßeHannelore Becker-Groenewold>> Mehr Infos zum Treffen beim Weltjugendtag

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Vom „passiven“ Paten zum aktiven, engagierten (Vereins) Mitglied bei Passo Fundo

Vom „passiven“ Paten zum aktiven, engagierten (Vereins) Mitglied bei Passo Fundo

NEWSWir suchen ehrenamtliche Mitarbeiter

Vom „passiven“ Paten zum aktiven, engagierten (Vereins) Mitglied bei Passo FundoVor über 12 Jahren haben wir eine erste Patenschaft bei Passo Fundo übernommen. Allerdings lief unsere „Anteilnahme“ eher passiv. Wir freuten uns über jeden Briefkontakt mit unserem Patenkind und stöberten im Rundbrief, der 2x jährlich kam. Das war es dann aber auch schon. Nach unserer Brasilienreise im Januar 2005 waren wir so begeistert von der Arbeit der Kinderhilfe vor Ort, dass wir spontan beschlossen, das Projekt zu unterstützen. Da wir eine kleine Internet- und Werbeagentur haben, konnten wir die Kinderhilfe Passo Fundo sehr gut unterstützen, da die Kinderhilfe ja kein Geld für Werbung ausgibt. Im Ideenaustausch über Passo Fundo im Bekanntenkreis haben wir vor kurzem festgestellt, dass eine Freundin einer Freundin, die beruflich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit macht, ebenfalls ein Patenkind in Passo Fundo hat. So klein ist die Welt. Sofort haben wir uns mit Uta Heselhaus zusammengesetzt um unser berufliches Know how und privates Engagement zusammenzubringen.Das es neben der Patenschaft auch noch eine Vereinsmitgliedschaft (ab 6 EUR im Jahr) gibt, war uns zunächst gar nicht bewusst. Nun nutzen wir die Vereinsmitgliedschaft zusätzlich, um Ideen auszutauschen und Aktivitäten mitzugestalten, um die Kinderhilfe Passo Fundo bekannter zu machen, neue Paten zu gewinnen und ein kleines Stückchen dazu beizutragen, den Kindern in Brasilien zu helfen.Vielleicht haben Sie ja auch Lust, die Arbeit der Kinderhilfe Passo Fundo zu unterstützen?Oder Sie kennen jemand in Ihrem Bekanntenkreis, die sich engagieren will? Können Sie portugiesisch und sind bereit Kinder und Paten Briefe zu übersetzten? Haben sie die Möglichkeit kostenlose Werbung für die Kinderhilfe Passo Fundo zu veröffentlichen oder unsere Informationsflyer auszulegen und somit neue Paten zu gewinnen?Sind Sie vielleicht Lehrer und möchten mit Ihren Schülern eine Projektarbeit machen? Haben Sie berufliche oder private Kontakte, die im Netzwerk die Kinderhilfe Passo Fundo unterstützen können?Wir suchen ehrenamtliche Mitarbeiter/Helfer.Die Kinderhilfe Passo Fundo ist eine sehr kleine Organisation. Fast alle Arbeit wird ehrenamtlich geleistet. Nur so können wir die ungewöhnlich niedrigen Verwaltungskosten von weniger als 6% halten.Aber es mangelt überall an (professioneller) Unterstützung und Manpower/Mitarbeit.Wir freuen uns über jeden (noch so kleinen) Beitrag, mit dem Sie uns mit Ihrer Arbeit, Engagement und Ihren Ideen unterstützen. Nur zusammen erreichen wir mehr.Rufen Sie einfach bei der Kinderhilfe Passo Fundo an(Tel. 0201 / 55 55 64 ) oder schreiben eine Email anmail@passo-fundo.de.Wir freuen uns schon sehr auf Sie und Ihre Ideen.

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Willkommen!

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WILLKOMMEN bei der Kinderhilfe PASSO FUNDO e.V.

Übernehmen Sie eine Patenschaft für ein brasilianisches Patenkind. Für 1 Euro pro Tag. 24 Jahre Kinderhilfe PASSO FUNDO e. V.Tag der offenen Tür am 28.10.06 mit Diavortrag über Brasilien und viele Infos.... mehr Infos hier

Download:Passo Fundo Flyer Flyer 25 Jahre Passo Fundo


Über uns

Das Besondere an der Kinderhilfe PASSO FUNDO

Wir über unsDas Besondere an der Kinderhilfe PASSO FUNDO

Die Kinderhilfe PASSO FUNDO entstand 1980 aus einer persönlichen Freundschaft des deutschen Pfarrers Ulf Brodowski und dem brasilianischen Bischof Dom Osvino Both. Sie lernten sich während ihres gemeinsamen Studiums kennen.Die Hilfe war von Beginn an sehr unmittelbar.Die Kinderhilfe Passo Fundo ist eine kleine, überschaubare Organisation mit sehr niedrigen Verwaltungskosten (unter 6%).Das Geld kommt wirklich dahin, wo es gebraucht wird:Zu den Kindern und Familien und nicht in die Verwaltung. Andere (große) Organisationen haben deutlich höhere Verwaltungsgebühren.Diesen niedrigen Prozentsatz erreichen wir, indem fast alle Mitarbeiter sich ehrenamtlich engagieren Wir geben kein Geld für Werbung aus. &;Korrespondenz mit dem Kind ist erwünscht und bringt beiden Seiten viel Freude.&;

DownloadPasso Fundo FlyerDownloadFlyer 25 Jahre Passo Fundo




Über uns

Wie alles begann...

Wir über unsWie alles begann...

&;Jeden Tag ein Bier weniger.&;Mit diesem Ausspruch hat die Kinderhilfe 1980 begonnen.Zwei Freunde - ein Brasilianer und ein Deutscher - saßen in Passo Fundo zusammen. Osvino erzählte, wie sie versuchen, die Kinder von der Straße zu holen und fragte: &;Kannst Du uns nicht helfen?&;Das war der erste Besuch des Pfarrers Ulf Brodowski in Passo Fundo bei dem heutigen Bischof Dom Osvino Both.Ulf Brodowski (links) und Osvino Both (rechts)Passo Fundo - nach 25 Jahren&;Ich empfand tiefe Dankbarkeit und große Begeisterung über das Hilfswerk und was daraus in all den Jahren geworden ist.Nicht nur, dass ich kein einziges Kind in Passo Fundo fand, das bettelte oder seine Dienstleistungen anbot, sondern ich traf Erzieherinnen und sogar eine Leiterin eines Jugendzentrums, die früher selber als Kinder im Zentrum aufgenommen wurden! Was ist da alles geschehen!Es zeigte mir aufs Neue, dass all die ehrenamtliche und finanzielle Hilfe lohnt und die vielen Patenschaften eine unbeschreiblich wirkungsvolle Entwicklungshilfe vor Ort sind.&;Ulf Brodowski, Initiator der Kinderhilfe




Über uns

Chronik

Wir über unsChronik

17. Oktober 1981Gründung des Vereins &;Kinderhilfe PASSO FUNDO&;1981 - 1986In Passo Fundo entstanden 3 Jugendzentren sowie 2 Kinderkrippen und das &;Haus des Kindes&;.Übernahme der ersten Patenschaften für Kinder und Jugendliche der Jugendzentren1987Aufbau des Gesundheitsbereichs in den JugendzentrenÜbernahme weiterer Patenschaften und Beginn der externen Betreuung von Patenkindern1988Beginn der kostenlosen ambulanten medizinischen Hilfe durch Fachärzte der UniversitätsklinikEinweihung der Zahnklinik &;Extra Muros&;Gründung der &;Studienförderung Passo Fundo&;1989 - 2002Landwirtschaftsschule in Passo Fundo1990 - 2000Um- und Ausbauten einiger Jugendzentren und Kinderkrippen1991 - 1992Übernahme von Patenschaften in Porto Alegre.Erweiterung der Caritas um das Projekt &;Kinderhilfe und Familienbetreuung&;1993Erweiterungsbau der Berufsschule in Passo Fundo auf 550 Plätze1996 - 2000Übernahme weiterer Patenschaften in Porto Alegre in 3 weiteren Gemeinden mit 80 KindernAb 1997Aufbau eines Gesundheitsdienstes für Patenkinder und Familienangehörige in Porto Alegre1998Notwendige Neuausstattung der Zahnklinik in Passo Fundo2001 (20 Jahre)34 einheimische Ärzte beteiligen sich kostenlos am Gesundheitsprojekt in Porto Alegre.In Passo Fundo werden ca. 3.000 Kinder und Jugendliche gefördert.2001 - 2002In Porto Alegre besuchen auch die ersten Eltern die Schule.Eröffnung einer weiteren Gemeindegruppe2003In Passo Fundo werden durch Eröffnung der neuen Werkstätten Leão XIII und des Umbaus der Berufsschule 640 Ausbildungsplätze geschaffen.Ausbau der Aus- und Fortbildung des Betreuungspersonals2004Nach dem Brand im Juli 2003 und der Zerstörung der Werkstätten in Porto Alegre konnte mit den Bauarbeiten der neuen Berufsschule begonnen werden.200520 Jugendliche aus Passo Fundo und Porto Alegre kommen nach Deutschland zum Weltjugendtag.2006Ziel ist der Ausbau der Berufsförderung. Die Armutsbarriere kann nur durch eine würdige Arbeit gebrochen werden.




Über uns

Hilfe in Passo Fundo - Kinder- & Jugendzentren

Wir über unsHilfe in Passo Fundo - Kinder- & Jugendzentren

Drei Kinderkrippen und -gärtenUnsere ganz Kleinen im Alter von 2 Monaten bis 6 Jahren finden hier tagsüber ein zu Hause, während ihre Eltern arbeiten müssen, um das Nötigste für das Existenzminimum ihrer Familie zu verdienen. Die Kinder werden gepflegt, mit 4 Mahlzeiten gesund ernährt. In ihrer Entwicklung richtig gefördert und schließlich auf den Schulbeginn vorbereitet. Dies geschieht in enger Abstimmung mit den Eltern, die dazu auch angeleitet werden.281 Kinder werden zur Zeit betreutDie Kinder werden bis zum Abschluß der Ausblidung begleitet.11 JugendzentrenIn der Diözese Passo Fundo verbringen die Kinder (zwischen 7-14 Jahren) die zweite Hälfte des Tages, nach der Schule, in einem der 11 Jugendzentren, wo sie spielen können, täglich 2 warme Mahlzeiten und Kleidung erhalten und Betreuung bei den Schulaufgaben erfahren, sowie in zusätzlichen Projekten musisch und sportlich gefördert werden.ca. 3.897 Kinder und Jugendliche werden zur Zeit in Passo Fundo gefördert71.230 Kinder und Jugendliche wurden in den 25 Jahren betreut und gefördert.Lehrwerkstätte & BerufsschuleAb 14 Jahren können die Jugendlichen im Berufsbildungszentrum Leão XIII einen von 16 Lehrgängen besuchen und eine Ausbidung abschließen.Durch den Verkauf von Werkstücken verdienen sie Geld für das Material. Viele Einrichtungsgegenstände für die Jugendzentren werden auch hier hergestellt.In den 25 Jahren haben insgesamt 9.434 Jugendliche ihre Berufsausbildung abgeschlossen. Ein Großteil fand eine gute Anstellung. Manche machten sich selbständig. Von staatlicher Seite gibt es eine solche Ausbildung nicht.Mehr Infos: www.leaotreze-pf.com.br




Über uns

Hilfe in Porto Alegre - Kinderhilfe & Familienbetreuung

Wir über unsHilfe in Porto Alegre - Kinderhilfe & Familienbetreuung

1992 erweiterte die Kinderhilfe mit der Caritas ihre Aufgaben um das Projekt &;Kinderhilfe und Familienbetreuung&; in 9 Favelas (Armenvierteln) in Porto Alegre.Hier werden, im Gegensatz zu Passo Fundo, die Kinder und Jugendlichen nicht in Jugendzentren betreut. Vielmehr wird die ganze Familie fest mit in das Projekt integriert und kann möglicherweise als Vorbild für weitere Familien dienen.Die Kinderhilfe leistet folgendes:monatliche finanzielle Unterstützung für die Patenkinderkostenlose medizinische BetreuungSachhilfe beim Bau, Erhalt und Wiederaufbau von WohnungenInformationen zu einer Vielzahl von Themen, z.B. zu Haushaltsführung, Gesundheitsvorsorge, Ausbildung usw.Stärkung des inneren Familienzusammenhalts und des Zusammenwachsens der verschiedenen Familien in den Gemeinden.Im Jahr 2005 wurden 342 Kinder unterstützt. Weitere 1003 Kinder dieser Familien erfuhren indirekte Unterstützung.